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"Jari-Matti muss gewinnen"

Malcolm Wilsons Plan waren beide Werks-Ford auf dem Podium, nach Hirvonens Crash soll nun Latvala mit einem Sieg die Kastanien aus dem Feuer holen.

Es war die Schrecksekunde in Finnland: Mikko Hirvonen verlor nach einem langen Sprung in einer Rechtskurve die Kontrolle über seinen Ford und überschlug sich mehrfach. Zum Glück ist dem Finnen und seinem Beifahrer Jarmo Lehtinen dabei nichts passiert. Der Focus ist aber schwer beschädigt. Für die Herstellerwertung kann dieser Ausfall bereits eine Vorentscheidung zugunsten von Citroën bedeuten. Ford-Teamchef Malcolm Wilson macht sich in der Mittagspause Gedanken über die Vorfälle.

"Sie sind nach dem großen Sprung einfach zu weit nach rechts gekommen. Mikko konnte den Drift nicht abfangen und überschlug sich", beschreibt Wilson die Situation gegenüber 'Autosport'. "So etwas passiert. Es ist eben eines dieser Dinge. Es ist einer von Mikkos Lieblingsplätzen, aber es scheint, als wäre er zu weit gesprungen. Beide sind in Ordnung und waren im Spital für eine Vorsorgeuntersuchung."

Bis dahin ist es für Hirvonen aber gut gelaufen. Der Vorjahressieger hatte sich die ersten beiden Sonderprüfungen des Tages gesichert und lag in Führung. "Es war gut. Die Leistung war noch besser, als im vergangenen Jahr. Wenn man sich seinen Vorsprung ansieht, war es sehr ermutigend", so Wilson. "Leider war er in dieser Kurve zu schnell. Es zeigt aber, dass wir wieder zu unserem Speed gefunden haben. Jari-Matti Latvala ist immer noch in einer guten Position. Ihm sind am Vormittag zwar einige Fehler unterlaufen, aber sein Tempo war gut."

Die Latte für den zweiten Ford-Werkspiloten liegt hoch. "Wir müssen diese Rallye gewinnen, so einfach ist das", hat der Teamchef das Ziel vorgegeben. "Ich habe vor dem Start gesagt, dass wir beide Autos auf dem Podium brauchen. Jetzt müssen wir hoffen, die Veranstaltung nur mit einem Auto zu gewinnen. Ich habe im Vorfeld gesagt, dass der Druck hier sehr hoch ist, weil es nur über zwei Tage geht. Wir haben das erste Opfer gesehen und es wird noch viele weitere geben."

Der Druck lastet nun auf Latvala. Kann er bestehen? "Ich sehe keinen Grund, warum nicht", ist sich Wilson sicher. "Er hat kleine Fehler gemacht, aber er weiß darüber bescheid. Wir werden im Service-Bereich kleine Änderungen beim Auto vornehmen, die ihm in bestimmten Situationen ein besseres Gefühl vermitteln werden. Diese Situation ist jetzt etwas anders für ihn, da er nicht einen Finnen bei seiner Heimveranstaltung im gleichen Auto schlagen muss. Vielleicht ist er deshalb etwas ruhiger."

Wie schätzt Wilson nach diesem Rückschlag die Position in der Herstellerwertung ein? Vor Finnland hatte Ford bereits 47 Punkte Rückstand auf den Dauerrivalen Citroën. " Es ist jetzt sehr schwierig. Die Rallye ist noch lang, warten wir ab, was noch alles passiert. Sébastien Loeb scheint Probleme zu haben. Leider konnten wir daraus kein Kapital schlagen, aber wir haben das Tempo und haben geführt."

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