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Latvala hält die Ford-Fahnen hoch

Nach Hirvonens Crash auf SP4 führt nun Petter Solberg vor Jari-Matti Latvala, Dani Sordo, Sebastien Ogier und Sebastien Loeb.

Der Vormittag am ersten langen Tag in Finnland gehörte Mikko Hirvonen. Der Vorjahressieger setzte gleich in der ersten Sonderprüfung SS2 über 12,75 Kilometer die Bestzeit, gefolgt von seinem Ford-Teamkollegen Jari-Matti Latvala. Auch auf der nächsten Wertungsprüfung war Hirvonen nicht zu schlagen, obwohl er einen Wegpfosten streifte und sich die Windschutzscheibe dabei beschädigte.

Auf der vierten Sonderprüfung war es dann vorbei mit dem Feuerwerk. Bei einem mehrfachen Überschlag in einer schnellen Rechtskurve wurde der Ford stark beschädigt. Nach einem langen Sprung hatte der Finne die Kontrolle über den Boliden verloren, siehe auch Bericht in der rechten Navigation. Zum Glück ist Hirvonen und seinem Beifahrer Jarmo Lehtinen dabei nichts passiert. Ab der fünften Prüfung vor der Service-Zone muss nun Latvala alleine gegen die Citroën-Armada kämpfen.

Die Führung hat nach dem Hirvonen-Ausfall aber Privatier Petter Solberg übernommen. Trotzdem geht der Norweger behutsam vor. "Es ist eine lange Rallye. Ich muss konstant fahren und darf mir keine Fehler erlauben. Wir haben aber eine gute Chance", so der Weltmeister von 2003.

Nach fünf Sonderprüfungen ist Latvala der härteste Verfolger. Die verbliebene Ford-Speerspitze hat in der Gesamtwertung nur 1,3 Sekunden Rückstand. Da nach dem Ausfall von Hirvonen der Gewinn der Herstellerwertung für Ford beinahe unmöglich ist, kann Latvala befreit auf den Sieg losgehen.

Einen guten Auftakt hatte Dani Sordo, der die fünfte Sonderprüfung über 21 Kilometer für sich entschied. Im Citroën-Junior-Team fühlt sich der Spanier sichtlich wohl, da er bisher besser unterwegs ist, als die beiden Werksfahrzeuge. Mit 5,1 Sekunden Rückstand ist Sordo in Schlagdistanz zu Solberg.

Noch nicht optimal lief es für die Citroën Spitzenfahrer. Sébastien Ogier setzte sich bei seiner Beförderung gleich gut in Szene und belegt nach fünf Prüfungen den vierten Rang. Nur als Fünfter schloss Weltmeister Sébastien Loeb den Vormittag ab. Dabei kam er ohne vordere Stoßstange in die Service-Zone. "Das Auto ist unfahrbar", so der Franzose. "Ich kann nicht einlenken. In jeder Kurve will das Auto geradeaus fahren."

Wenige Sekunden hinter Loeb zeigt Henning Solberg mit der österreichischen Beifahrerin Ilka Minor seine gewohnt solide Leistung. Ab Platz sieben beträgt der Abstand bereits über eine Minute. Mathew Wilson führt diese Verfolger an. Lokalmatador Kimi Räikkönen hält sich als Achter bei der schwierigen Rallye gut in den Punkterängen. Khalid Al Quassimi und Juha Kankkunen vervollständigen die ersten zehn Plätze.

Um 14:00 Uhr geht's weiter, sechs Prüfungen warten heute noch auf die Piloten.

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