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Latvala bleibt vorne

Jari-Matti Latvala behauptet weiterhin die Führung in Finnland und kann die Citroen-Angriffe abwehren, Ogier nun Zweiter, Solberg Dritter vor Loeb.

Der entscheidende Tag bei der Rallye Finnland hat begonnen. Nachdem Ford am ersten Tag für Gespräche gesorgt hatte, zeigte Dauerrivale Citroën in den ersten Prüfungen seine Muskeln. Sébastien Loeb und Sébastien Ogier entschieden zwei Wertungsprüfungen für sich, wobei der jüngere Franzose etwas Boden auf den Gesamtführenden Jari-Matti Latvala gutmachen konnte.

Regen in der ersten Prüfung spielte Latvala in die Hände, da er als Erster auf die Strecken gehen muss. Ogier sicherte sich die Bestzeit auf den ersten 10,35 Kilometern und verkürzte den Abstand auf Petter Solberg. In SS13 überholte schließlich Ogier den Norweger, der fehlende Streckenkenntnis für seinen mangelnden Speed als Grund nannte. Ein Resultat des frühen Ausfalls im vergangenen Jahr.

Loeb konnte SS13 zwar gewinnen, aber keinen entscheidenden Boden auf Latvala aufholen. Die 14. Sonderprüfung ging in beeindruckender Manier an den Finnen. Er war um 7,3 Sekunden schneller als seine Konkurrenten und schickte ihnen damit ein klares Zeichen, wer der erste Sieganwärter ist.

"Ich bin sehr glücklich wie die Dinge bisher laufen", so Latvala gegenüber 'Autosport' "Es ist ein unglaubliches Gefühl vor heimischer Kulisse in Front zu liegen. Es sind so viele Fans hier, unglaublich. Am ersten Tag war ich etwas nervös. Gestern habe ich mir den Rücken bei einem Sprung angeschlagen, aber ich mich konnte ausruhen und in einen guten Rhythmus kommen."

"Die erste Etappe heute lief gut, aber dann habe ich Zeit verloren und weiß nicht warum. Vielleicht war es die auftrocknende Strecke, ich weiß es nicht, aber ich war etwas sauer. Als ich dann auf der 14. Etappe gesehen habe, dass die Straße etwas feucht ist, habe ich voll attackiert und bin einige Risiken eingegangen. Es hat gut funktioniert, aber ich bin noch nicht ruhig."

Der Vorsprung auf Ogier beträgt fünf Prüfungen vor dem Ziel 22 Sekunden. Julien Ingrassia, der Beifahrer des Franzosen, glaubt, dass schon alles vorbei ist. "Wir haben getan was wir konnten als wir den Vorteil der Startposition hatten. Wir müssen uns nun daran erinnern, dass wir ankommen müssen. Wir werden natürlich weiter angreifen, aber nicht irgendein Risiko eingehen. Wir müssen am Ende auch noch dabei sein."

Auf Rang drei liegt weiterhin Solberg, noch knapp vor Loeb. Der Abstand schrumpft, doch der Norweger ist weiterhin zuversichtlich. "Ich habe in den Etappen, die ich nicht kenne, Zeit verloren. In einer habe ich leider etwas zuviel liegen gelassen", sagt Solberg. "Vielleicht war das Reinigen der Straße der Grund, ich weiß es nicht. Das Auto funktioniert aber gut. Ich muss jetzt versuchen meinen Platz zu halten, es wird aber schwierig. Es gibt noch viele Kilometer zu absolvieren. Ein Podium ist das Ziel."

Einen ganz schlechten Tag erwischte Kimi Räikkönen. In der ersten Prüfung verlor der Citroën-Junior neun Minuten, da er zwei Kilometer nach dem Start in einer Böschung hängen geblieben war. Der Finne musste auf Zuschauer warten, die ihn wieder flott machten. In der folgenden Prüfung gingen weitere drei Minuten verloren. Die Stoßstange wurde beim ersten Zwischenfall beschädigt und flog nun davon. Noch dazu gab es zwei Reifenschäden. Da er nur ein Ersatzrad dabei hatte, fuhr der Finne mit drei aufgepumpten Pirellis ins Ziel.

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