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Rallye-WM: Schweden

Vier DS3 WRC am Start

Citroen kann den WM-Auftakt nicht mehr erwarten. Die Werkspiloten Loeb und Ogier sowie die Kunden Petter Solberg und Räikkönen zünden die neuen DS3 WRC.

Fotos: Citroen Racing

Am kommenden Wochenenende ist es endlich so weit: In Schweden startet die erste WRC-Saison mit der neuen Fahrzeuggeneration.

Auch Citroen entlässt seinen neuen Boliden, den DS3 WRC, nach monatelanger Entwicklung sozusagen in die freie Wildbahn.

Im Werksteam starten Sebastien Loeb und Sebastien Ogier, außerdem sind in Schweden die Privatiers Kimi Räikkönen und Petter Solberg in einem DS3 am Start.

Der DS3 WRC ist kürzer und kompakter als sein Vorgänger, der C4 WRC. Angetrieben wird er von einem 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung.

Dem fahrerischen Können kommt wieder mehr Bedeutung zu, da ein Mitteldifferenzial nun verboten ist und der Gangwechsel mechanisch erfolgen muss.

Die Rallye Schweden ist von ihrem Charakter her einmalig im WRC-Kalender. Es ist der einzige Lauf, der auf Schnee ausgetragen wird und die Skandinavier dominieren diese Rallye.

Nur Loeb konnte deren Dominanz einmal durchbrechen und 2004 in Schweden gewinnen. In wenigen Tagen geht es nun wieder in den Schnee - mit dem neuen Auto.

"Wir können es kaum erwarten, die ersten Zeiten zu sehen, um herauszufinden, ob unser Team einen guten Job gemacht hat", sagt Citroen-Sportchef Olivier Quesnel.

"Aber die Rallye Schweden ist nicht repräsentativ für die Schwierigkeiten, mit der wir es während der Saison zu tun bekommen. Unsere Crews wissen, was sie zu tun haben. Und sie haben mein vollstes vertrauen, dass sie diese neue Saison an der Spitze beenden."

Sébastien Loeb: "Möchte Titel verteidigen"

Loeb sagt: "Es ist schwierig, irgend ein anderes Ziel zu sehen - aber ich hoffe zumindest, dass ich darum kämpfen kann, meinen Titel zu verteidigen. Ich werde meine Strategie nicht ändern. Wir werden weiter von Rallye zu Rallye denken. In diesem Jahr gibt es mit dem neuen Reglement ein Menge unbekannte Faktoren."

"Ich kann eden WM-Auftakt kaum erwarten! Aber ich denke nicht, dass die Ergebnisse für den Rest der Saison richtungweisend sein werden. Der Belag, auf dem in der Weltmeisterschaft am häufigsten gefahren wird, ist Schotter. Dort entscheidet sich der Titel."

"Beim Testen habe ich mich auf Schotter mehr zu Hause gefühlt als auf Schnee. Es wäre zwar nicht gerade toll, zwei Sekunden langsamer zu sein als unsere Rivalen. Aber die erste Rallye ist nicht die wichtigste der Saison."

"Ich habe ein gutes Gefühl, was das neue Auto angeht. Beim Test war ich vom Motor und der Balance, die es trotz des Fehlens des Mitteldifferenzials hatte, angenehm überrascht. Ich denke wirklich, dass wir gut in die Saison starten werden. Aber die Stoppuhr ist unsere einzige Messlatte."

"Ich bin niemand, der Dinge sagt, bevor er sich sicher ist, dass er sie bestätigen kann. Wir müssen also die Ergebnisse der ersten Rallyes abwarten, bevor wir irgendwelche Prognosen abgeben können."

Sébastien Ogier: "Jetzt liegt es an mir!"

Ogier erklärt: "Seit Mitte der Saison 2010 sind wir sehr viel mit dem DS3 WRC gefahren. Wir haben eine Menge Tests auf allen Arten von Untergründen durchgeführt. Natürlich reicht es nie, man will immer mehr testen! Es gibt ein paar Dinge, die noch überprüft werden müssen. Aber alles in allem ist das Handling des Autos gut. Das Racing wird unsere Fragen am besten beantworten."

"Der Teamgeist bei Citroen lebt von der Zusammenarbeit. Auf der technischen Seite teilen wir die maximale Menge an Information. Wir müssen wissen, wie man zusammenarbeitet. Unser gemeinsames Ziel ist, für Citroen zu gewinnen. Wir haben die gleichen Chancen und das gleiche Material. Nun liegt es an mir zu beweisen, dass ich es genauso gut kann wie der Weltmeister."

"Schweden ist eine Rallye, über die ich noch nicht so viel weiß. Ich bin dort erst einmal gefahren, 2009. Ich rechne mit einer recht schwierigen Rallye, aber ich weiß, dass die Saison lang ist."

"Und die Meisterschaft wird sicher nicht auf Schnee entscheiden. Es gibt ein paar Parameter, die die bestehende Hackordnung durcheinander bringen können - die neuen Regeln, die neuen Michelin-Reifen und so weiter."

"Vielleicht habe ich das Gefühl, dass ich auf Sieg fahren kann. Sollte das nicht der Fall sein, werde ich eine umsichtige Rallye fahren, um mit Blick auf die Meisterschaft ein solides Ergebnis zu holen."

Privatiers durften noch testen

Die Privatiers Petter Solberg und Kimi Räikkönen haben je 250 Testkilometer auf zwei Strecken absolviert, die den schwedischen Pisten ähneln.

Solberg konnte das neue Auto auf seinen Fahrstil abstimmen und zeigt sich auch von der Leistung des neuen Motors begeistert.

Räikkönen zeigte sich zufrieden mit der Balance und dem Handling seines DS3. Der Finne hat beim Test verschiedene Abstimmungen ausprobiert und für den Auftakt der Rallye Schweden die ausgesucht, die am nächsten an der des Werksteams dran ist.

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