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Jetzt alles besser in der WM?

Die Teamchefs glauben an ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis und mehr Spannung. Doch bleibt das so? Und: Im TV muss die WM noch besser werden!

Das neue technische Reglement der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) hat seine Feuertaufe bestanden. Beim Saisonauftakt am Wochenende in Schweden wurde zum ersten Mal mit der neuen Generation der World Rally Cars gefahren.

Die Boliden sind kleiner und kompakter als ihre Vorgänger, statt eines Zwei-Liter-Triebwerks haben sie nun einen 1,6-Liter-Motor mit Turbolader.

Langweilig war die erste Rallye in der neuen Ära der WRC jedenfalls nicht. Zwischenzeitlich lieferten sich sogar fünf Piloten einen Sekundenkampf um den Sieg, so etwas hat die Weltmeisterschaft schon seit Langem nicht mehr erlebt. Mit Mads Östberg konnte ein junger Pilot die etablierten Werksfahrer massiv unter Druck setzen.

Am Ende trennten den Stobart-Norweger nur 6,5 Sekunden von Sieger Mikko Hirvonen. Im Feld herrschte Chancengleichheit, da alle mit ihren nagelneuen Boliden antraten.
Die beiden Teamchefs von Ford und Citroen stellen dem neuen Reglement nach der Premiere jedenfalls ein gutes Zeugnis aus.

"Das war ein fantastischer Start", sagt Ford-Teamchef Malcolm Wilson - nicht nur, weil er einen Dreifachsieg feiern konnte. "Man muss sich nur den Samstagabend anschauen, als nach zwei vollen Rallyetagen fünf Fahrer innerhalb von 15 Sekunden lagen."

"Das neue Reglement für die Autos funktioniert", urteilt Wilson. "Das Kräfteverhältnis zwischen den Autos scheint recht ausgeglichen zu sein. Was wir bisher gesehen haben, sind wir an manchen Stellen schneller als Citroen, sie dafür an anderen Stellen schneller als wir."

"Es sieht so aus, als ob das ein fantastisches Jahr wird. Schweden hat gezeigt, dass das Format, das wir jetzt haben, wirklich funktioniert. Wir hatten als Auftakt eine der bisher spannendsten Rallyes überhaupt. Und ich bin sicher, dass das Jahr so weitergeht."

Citroen-Teamchef Olivier Quesnel teilt diese Meinung: "In diesem Jahr ist es für alle interessant. Wir haben neue Autos und bekommen einen neuen Hersteller dazu. Ich denke, dass es ein gutes Jahr wird. Der DS3 WRC ist uns gut gelungen, aber in Schweden sind wir für gewöhnlich nicht so stark wie Ford. Und am Samstag haben wir mit Loeb, Ogier und Petter Solberg bis auf eine alle Bestzeiten geholt."

"Von daher wissen wir, dass das Auto okay ist. Und da wir mehr auf Schotter und Asphalt arbeiten, sollte es in Mexiko gut für uns laufen."

In Mexiko sind nur wenige World Rally Cars am Start – dort wird sich herausstellen, ob die Weltmeisterschaft dank der neuen Fahrzeuggeneration tatsächlich einen Schub an Spannung gewonnen hat.

Nicht besonders gut ist bei den Fans die Liveübertragung auf Sport1 angekommen: Kurze Übertragungszeit, dazu mehr als die Hälfte Werbung. Wenig Informationen in Bezug auf das Ergebnis. Im Vergleich mit den Liveübertragungen von der Rallye Monte Carlo des IRC-Partners Eurosport muss sich die WM noch sehr warm anziehen…

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