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Turbulenter Freitagvormittag

Stobart-Pilot Östberg führt vor Hirvonen und Petter Solberg. Nach Schneefall leidet Loeb an Startposition eins. Henning Solberg & Ilka Minor auf Platz sechs.

Michael Noir Trawniczek

Turbulenter Freitag in den Wäldern rund um Karlstad. Über Nacht hat es geschneit, ein Schneepflug wurde auf die drei Sonderprüfungen, welche am Freitagvormittag zu befahren waren, geschickt. Auch am Start fiel noch Schnee.

Für Sébastien Loeb, der als Weltmeister natürlich die Prüfungen eröffnen muss, ist das ein schwerer Nachteil, nach SP 2 gab er etwa zu Protokoll: „Ich habe überhaupt keinen Fehler gemacht. Ich weiß, dass ich heute viel Zeit verlieren werde. Und ich kann nichts dagegen tun.“

Hinzu kommt jene Hoffnung der Privatiers, dass der Unterschied zwischen Werks- und Kundenautos wegen der Einführung der neuen, auf der Super 2000-Formel basierenden World Rally Cars geringer ausfallen könnte.

Was in Karlstad passiert, bestätigt zunächst einmal diese Theorie. Zwar legte der Bestzeithalter der gestrigen Superspecial-Prüfung, Per Gunnar Andersson eine Rolle mit seinem privaten Ford Fiesta RS WRC ein, was ihn rund eine Minute gekostet hat, doch der neue Führende heißt Mads Östberg im Stobart Ford.

Mit zwei Bestzeiten auf den Prüfungen zwei und vier sowie dem zweiten Platz auf SP 3 (hinter Andersson) führt Östberg vor dem Mittagsservice 24,8 Sekunden vor dem zweitplatzierten Ford-Werkspiloten Mikko Hirvonen.

Stobart-Pilot Östberg zu seiner Führung: „Ich habe so viel Vertrauen in das Auto und ich versuche aber, es wirklich easy zu nehmen. Ich vertraue dem Aufschrieb, ich vertraue meinem Beifahrer und ich vertraue diesem fantastischen Auto. Ich fühle mich wirklich gut.“

Auf SP 3 sind beide Ford-Werkspiloten gegen die Schneebänke geschlagen. Jari Matti Latvala erklärt den Grund: „Nachdem der Schneepflug am Morgen durch die Prüfungen fuhr, sind die Straßen nun enger an gewissen Stellen, als sie es bei der Besichtigung waren.“

Petter Solberg belegt mit rund 45 Sekunden Rückstand den dritten Rang vor Latvala, der bereits 1:19 Minuten Rückstand aufweist.

Schnelle S2000

Allerdings fehlt Patrik Sandell im herkömmlichen Skoda Fabia S2000 nur eine Sekunde auf Latvala. Mit Eyvind Brynildsen und Martin Prokop haben es noch zwei weitere Piloten eines herkömmlichen Zweilitersauger-S2000 in die Top 10 geschafft, Skoda-Pilot Brynildsen belegt knapp hinter Henning Solberg Rang sieben, Fiesta-Pilot Prokop rangiert mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand auf Rang zehn.

Henning Solberg und Ilka Minor belegen Platz sechs und liegen derzeit vor Ogier und vor Loeb. Bei Sébastien Ogier kommt dessen Mangel an Schnee-Erfahrung tüchtig zum Tragen.

Die drei Sonderprüfungen werden am Nachmittag ein zweites Mal absolviert.


Nach SP 4

 1.  Mads Östberg        Ford      40:10.8
 2.  Mikko Hirvonen      Ford       + 24.8
 3.  Petter Solberg      Citroen    + 45.6
 4.  Jari-Matti Latvala  Ford     + 1:19.8
 5.  Patrik Sandell      Skoda    + 1:20.0
 6.  Henning Solberg     Ford     + 1:21.4
 7.  Eyvind Brynildsen   Skoda    + 1:27.1
 8.  Sebastien Ogier     Citroen  + 1:35.0
 9.  Sebastien Loeb      Citroen  + 1:46.7
10.  Martin Prokop       Ford     + 2:06.3

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