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Kubica: "Kann nur mir die Schuld geben"

Der Pole nimmt seinen letzten Unfall auf die eigene Kappe und möchte aus dem Fehler lernen - nächste Chance bereits in zwei Wochen.

Bringt man die Begriffe "Kubica" und "Unfall" in Verbindung, löst das bei vielen Motorsportfans unschöne Erinnerungen aus. Bei seinem ersten Rallye-EM-Einsatz auf Gran Canaria musste man erneut beide Wörter in einem Satz verwenden. Zwar ging der Crash in diesem Fall mit viel Glück glimpflich aus, angesichts der deutlichen Führung des Polen erscheint er aber auf jeden Fall sehr ärgerlich und unnötig. Doch Kubica deutet an, dass er diesmal aus seinem Fauxpas lernen will.

"Aus einem kleinen Problem, das Auto abzufangen, wurde ein großes, weil die Straße so eng war", schildert der ehemalige Formel-1-Pilot die Situation. "Unsere Pace war nicht auf maximale Attacke ausgelegt, ich habe nur unterschätzt, wie steil das Gefälle war. Es ist keine Entschuldigung, aber bei hohen Geschwindigkeiten hat es uns an Grip an der Hinterachse gemangelt. Ich hätte das beachten müssen. Unglücklicherweise habe ich das nicht." Sein Citroën schlug zuerst mit dem Heck in die Sicherheitsbarriere ein. Durch diesen Aufprall drehte sich der Wagen, und auch die linke Vorderseite knallte in die Leitplanke, die den Absturz in eine tiefe Schlucht gerade noch verhinderte.


Doch solche Fehler können passieren, meint der 28jährige: "Das liegt an der Erfahrung. Es kann vorkommen, sollte aber nicht. Aber so ist eben Rallyesport." Man würde eben immer wieder mal kleinere Fehler machen, die große Auswirkungen haben können. "Wäre das ein breiterer Streckenteil gewesen, wäre nichts passiert", ist sich Kubica sicher. "Es ist eine harte Lektion für mich, aber eine Lektion, aus der ich in Zukunft gewiss lernen werde."

"Ich kann nur mir selbst die Schuld dafür geben", zeigt sich der Rallye-Pilot einsichtig. "Ich bin enttäuscht, weil wir einen wirklich guten ersten Tag hatten." Diese Anzeichen sieht auch Citroën-Motorsportchef Yves Matton: "Robert hat an diesem Wochenende eine hervorragende Performance gezeigt und bewiesen, welch großartiges Potenzial auf Asphalt in ihm steckt."

"Er kam hauptsächlich hier her, um Erfahrung zu sammeln", fährt der Franzose fort. "Er hat keine Zeit verschwendet, sich an den DS3 RRC zu gewöhnen. Er muss nun die Aspekte einer Rallye kennenlernen, die sich von seiner Zeit auf Rundkursen unterscheiden – zum Beispiel in der Lage zu sein, seine Pace anzupassen, wenn man das erste Mal auf einer Etappe unterwegs ist." Dennoch bescheinigt Matton dem Polen eine gute Zukunft: "Wenn er das einmal gelernt hat, wird er einer der eindrucksvollsten Fahrer seiner Kategorie sein."

In zwei Wochen nimmt der Pole die nächsten Sprosse auf seiner neuen Karriereleiter in Angriff – dann wird Kubica bei der Portugal-Rallye im Rahmen der Weltmeisterschaft am WRC2-Wettbewerb teilnehmen.

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