RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Kubica: "Kann nur mir die Schuld geben"

Der Pole nimmt seinen letzten Unfall auf die eigene Kappe und möchte aus dem Fehler lernen - nächste Chance bereits in zwei Wochen.

Bringt man die Begriffe "Kubica" und "Unfall" in Verbindung, löst das bei vielen Motorsportfans unschöne Erinnerungen aus. Bei seinem ersten Rallye-EM-Einsatz auf Gran Canaria musste man erneut beide Wörter in einem Satz verwenden. Zwar ging der Crash in diesem Fall mit viel Glück glimpflich aus, angesichts der deutlichen Führung des Polen erscheint er aber auf jeden Fall sehr ärgerlich und unnötig. Doch Kubica deutet an, dass er diesmal aus seinem Fauxpas lernen will.

"Aus einem kleinen Problem, das Auto abzufangen, wurde ein großes, weil die Straße so eng war", schildert der ehemalige Formel-1-Pilot die Situation. "Unsere Pace war nicht auf maximale Attacke ausgelegt, ich habe nur unterschätzt, wie steil das Gefälle war. Es ist keine Entschuldigung, aber bei hohen Geschwindigkeiten hat es uns an Grip an der Hinterachse gemangelt. Ich hätte das beachten müssen. Unglücklicherweise habe ich das nicht." Sein Citroën schlug zuerst mit dem Heck in die Sicherheitsbarriere ein. Durch diesen Aufprall drehte sich der Wagen, und auch die linke Vorderseite knallte in die Leitplanke, die den Absturz in eine tiefe Schlucht gerade noch verhinderte.


Doch solche Fehler können passieren, meint der 28jährige: "Das liegt an der Erfahrung. Es kann vorkommen, sollte aber nicht. Aber so ist eben Rallyesport." Man würde eben immer wieder mal kleinere Fehler machen, die große Auswirkungen haben können. "Wäre das ein breiterer Streckenteil gewesen, wäre nichts passiert", ist sich Kubica sicher. "Es ist eine harte Lektion für mich, aber eine Lektion, aus der ich in Zukunft gewiss lernen werde."

"Ich kann nur mir selbst die Schuld dafür geben", zeigt sich der Rallye-Pilot einsichtig. "Ich bin enttäuscht, weil wir einen wirklich guten ersten Tag hatten." Diese Anzeichen sieht auch Citroën-Motorsportchef Yves Matton: "Robert hat an diesem Wochenende eine hervorragende Performance gezeigt und bewiesen, welch großartiges Potenzial auf Asphalt in ihm steckt."

"Er kam hauptsächlich hier her, um Erfahrung zu sammeln", fährt der Franzose fort. "Er hat keine Zeit verschwendet, sich an den DS3 RRC zu gewöhnen. Er muss nun die Aspekte einer Rallye kennenlernen, die sich von seiner Zeit auf Rundkursen unterscheiden – zum Beispiel in der Lage zu sein, seine Pace anzupassen, wenn man das erste Mal auf einer Etappe unterwegs ist." Dennoch bescheinigt Matton dem Polen eine gute Zukunft: "Wenn er das einmal gelernt hat, wird er einer der eindrucksvollsten Fahrer seiner Kategorie sein."

In zwei Wochen nimmt der Pole die nächsten Sprosse auf seiner neuen Karriereleiter in Angriff – dann wird Kubica bei der Portugal-Rallye im Rahmen der Weltmeisterschaft am WRC2-Wettbewerb teilnehmen.

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Kanaren-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen