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WRC: Australien-Rallye

Neuville als „Podiumstammgast“

Thierry Neuville weiß, bei wem er sich bedanken muss: beim ewigen „Pechvogel“ Mikko Hirvonen! Doch auch sonst fuhr Neuville ausgezeichnet.

Mit Platz zwei hinter Sebastian Ogier (Volkswagen) sorgte Thierry Neuville (M-Sport-Ford) bei der Rallye Australien dafür, dass die Entscheidung um den WRC-Titel vertagt wurde. Die Chancen des Belgiers sind bei noch drei ausstehenden Rallyes aber nur noch theoretischer Natur. 83 Punkte trennen ihn nach der Rallye Australien von WM-Spitzenreiter Ogier. In Frankreich, Spanien und Großbritannien gibt es zusammengerechnet maximal 84 Punkte zu holen.

So geht es Neuville vielmehr darum, seinen zweiten WM-Rang zu verteidigen. Mit Platz zwei bei seinem Australien-Debüt, der gleichzeitig sein sechster Podestplatz des Jahres und der vierte in Folge war, machte der 25-jährige Belgier einen großen Schritt auf dem Weg zum möglichen Vizetitel. Hauptkonkurrent Jari-Matti Latvala im zweiten Volkswagen Polo R WRC musste sich auf dem fünften Kontinent mit Platz vier hinter Mikko Hirvonen (Citroen) zufriedengeben und weist vor der Rallye Frankreich 19 Punkte Rückstand auf Neuville auf.

"Mit unserer Performance an diesem Wochenende bin ich sehr zufrieden", betont Neuville, dessen Aufschrieb am ersten Tag noch "ein bisschen zu optimistisch" war, wie er gesteht. Dennoch: "Wir haben wieder einmal clever agiert und dann angegriffen, als es notwendig war." Für seinen vierten zweiten Platz in Folge brauchte der M-Sport-Pilot auf der abschließenden Power-Stage aber das Glück in Form eines Reifenschadens am Citroen DS3 WRC von Hirvonen. Ohne diesen Zwischenfall wäre der Finne hinter Sieger Ogier auf Platz zwei ins Ziel gekommen.

So oder so richtet Neuville seinen Blick bereits nach vorn. "In Frankreich werde ich alles geben, um mit den beiden Sebastiens mitzuhalten. Ich weiß, dass das nicht einfach wird, aber das ist mein Ziel", sagt der erwiesene Asphaltspezialist in seiner Vorausschau auf den drittletzten WRC-Saisonlauf, bei dem der neunfache und noch amtierende Weltmeister Sebastien Loeb seine Abschiedsvorstellung geben wird.

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