RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Australien-Rallye

Mini-Feld in Australien

Die Rallye-Weltmeisterschaft kommt mit insgesamt nur 30 Autos nach Australien – zehn WRC sowie neun WRC-2 sind am Start. Ilka Minor startet wieder mit Novikov.

Michael Noir Trawniczek

16.113,10 Kilometer Luftlinie müsse man vom Wolfsburg ins Hauptquartier der Australien-Rallye in Coffs Harbour zurücklegen, hat das Volkswagen-Team ausgerechnet – das sei mehr als die Summe der Entfernungen zu allen zehn europäischen Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), verkündete das Team.

Das allein spricht freilich nicht für die Qualität der Australien-Rallye – denn das Starterfeld lässt zu wünschen übrig. Gerade einmal zehn World Rally Cars sind auf der Nennliste zu finden: Ohne den Lokalhelden Nathan Quinn, der ein Mini WRC pilotiert, hätte man in der großen Spielklasse nicht einmal zehn Teams am Start.

In der WRC-2 ist die Tabellenspitze lediglich mit Abdulaziz Al-Kuwari vertreten – der vorstürmende und mittlerweile die Tabelle anführende Robert Kubica lässt die Australien-Rallye aus, so könnte er kurzzeitig die Führung wieder verlieren. Neun Fahrzeuge sind in der WRC-2 am Start, darunter auch Hayden Paddon, dessen Skoda Fabia S2000 jedoch von einem neuseeländischen Team eingesetzt wird, eine Betreuung durch BRR wäre wegen der großen Entfernung zu kostspielig gewesen.

Sebastien Ogier könnte sich auf den an Neuseeland erinnernden, mit weichem Sand versehenen Schotterprüfungen vorzeitig zum Weltmeister küren – allerdings stellt sich die Frage, warum er das tun sollte, wenn doch Frankreich die nächste Station der WRC-Welttournee sein wird und sich der Titelgewinn in Frankreich viel besser verkaufen lässt?

Am Start sind quasi nur die eingefleischten WRC-Teams, die beiden Werks-Citroen mit Mikko Hirvonen und Kris Meeke, der Dani Sordo ersetzen wird (der Spanier darf jedoch bei der Frankreich-Rallye wieder in den DS3 zurückkehren) sowie Abu Dhabi-Zugeständnis Khalid Al-Quassimi im dritten DS3 WRC. Die VW-Piloten Ogier. Latvala und Mikkelsen (mit Paul Nagle als Co-Pilot) sind natürlich Fixstarter. Dazu kommen die Piloten der beiden M-Sport Teams: Thierry Neuville für das Qatar World Rally Team sowie Mads Östberg und Evgeny Novikov für das Qatar M-Sport World Rally Team.

Novikov setzt auf die Erfahrung seiner österreichischen Co-Pilotin Ilka Minor, die bereits auf fünf zu einem großen Teil erfolgreiche Einsätze in „Down Under“ zurückblicken kann: In der Gruppe N konnte sie mit Manfred Stohl sogar den Sieg feiern, in der großen Spielklasse stand sie mit dem WM-Vierten aus 2006 zweimal auf dem Podium, jedes Mal wurde Platz drei errungen.

Novikov fuhr erst einmal in Australien, im Jahr 2011 (im Vorjahr gab es keine Australien-Rallye) – damals fiel Novikov am zweiten Rallyetag nach einem Unfall aus (siehe Foto links).

Was die Strecken anbelangt, sind die Sonderprüfungen im Osten des Landes für alle Teilnehmer relativ neu. Es ist ein feiner Schotter, es sind schnelle Prüfungen, vergleichbar mit Finnland, allerdings mit weitaus weniger Sprüngen.

Wie immer bei Schotter-Rallyes wird die Startreihenfolge wichtig sein, weshalb dem Qualifying eine große Bedeutung zukommt. Das Qualifying beginnt am Donnerstagvormittag um 10.30 Uhr Ortszeit (2.30 Uhr MESZ).

Am selben Tag wird am Abend die Australien-Rallye mit dem zeremoniellen Start eingeläutet, danach finden ab 18.30 Uhr Ortszeit (10.30 Uhr MESZ) zwei Superspecialprüfungen statt. Richtig los geht es am Freitagmorgen um 10.03 Uhr Ortszeit (2.03 Uhr MESZ) mit dem Start der SP 3. Am Sonntag um 14.11 Uhr Ortszeit (6.11 Uhr MESZ) wird die letzte Sonderprüfung in Angriff genommen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Australien-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

Mitropa Cup: Rally del Casentino

Start-Ziel-Sieg für Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain gewinnen die Mitropa Rally Cup Wertung bei der 46. Rally Internazionale del Casentino. Rino Muradore /Cristina Delbello siegen im Ford Escort RS 1800 MKII in der Wertung für historische Fahrzeuge.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!