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WRC: Australien-Rallye

„Es ist die Crew im Auto, die den Unterschied machen muss."

Sebastien Ogier meint, dass die Australien-Rallye nichts Besonderes ist und es zwischen den drei Werkswagen keine großen Unterschiede gäbe.

Volkswagen tritt am kommenden Wochenende zum ersten Mal bei der Rallye Australien an. Das Team kann auch auf keinerlei Erfahrungen vorweisen, denn im Vorjahr war Australien nicht Teil des Kalenders, als sich Volkswagen mit dem Skoda Fabia S2000 vorbereitete. Dafür sind Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala bereits in "Down Under" gefahren. "Es ist keine besondere Rallye. Die Höhenlage ist normal, das Profil ist normalerweise sehr schnell und glatt, und ich erinnere mich aus der Zeit bei Citroen, dass wir ein ähnliches Setup wie bei vielen europäischen Rallyes benutzt haben", meint WM-Leader Ogier.

„Die Abstimmung ähnelt auch jener von Finnland, denn es gibt hier auch schnelle Prüfungen. Ich bin nicht wirklich beunruhigt über die fehlende Erfahrung in Australien", so der Franzose. Die Konkurrenz von Citroen und M-Sport kann dagegen auf viel Erfahrung zurückgreifen. Obwohl der Polo R WRC das dominierende Fahrzeug der Saison ist, glaubt Ogier an keinen entscheidenden Vorteil. "Es ist immer schwer, diese Frage zu beantworten, aber ich glaube wirklich, dass es im Moment zwischen den Autos keine großen Unterschiede gibt."

"Wenn man sich manchmal die Zeiten anschaut, die die Ford-Piloten fahren, dann bin ich ganz sicher, dass das Auto ebenfalls schnell ist. Wenn nicht, dann sind sie wirklich richtig gut, denn manchmal sind sie verdammt schnell. Ich bin sicher, dass die anderen Autos ebenfalls ziemlich stark sind. Aber ich fahre nur den Polo, es ist also schwierig, einen Vergleich zu ziehen. Ich glaube, dass es im Moment einen guten Wettbewerb gibt. Es ist die Crew im Auto, die den Unterschied machen muss."

"Wir haben im Moment viel Selbstvertrauen. Ich bin sicher, dass der Polo konkurrenzfähig und schnell ist, aber ich habe vielleicht auch ein wenig mehr Erfahrung." Während Ogier im vergangenen Jahr viel mit dem Polo getestet hat und von Saisonbeginn an schnell war, musste sich sein Teamkollege Jari-Matti Latvala erst Schritt für Schritt herantasten. Für den Finnen ist jeder Kilometer entscheidend.

So meinte er nach der letzten Schotter-Rallye in Finnland: "Vor der Rallye habe ich zwar 530 Kilometer getestet, aber nur auf zwei verschiedenen Strecken. Das ist das Problem bei den Tests. Du fährst ein und dieselbe Straße immer und immer wieder, kennst exakt jede Kurve. Dann auf anderen Strecken das gleiche Gefühl zu entwickeln, ist nicht so einfach. Vielleicht muss ich noch mehr verschieden Straßen auf schnellem Schotter fahren."

Deswegen hat Latvala manchmal auch Schwierigkeiten, gleich die perfekte Abstimmung zu finden: "Ja, teilweise schon. Ich hatte noch nicht so viel Erfahrung mit dem Auto und habe daher in einigen Bereichen in die falsche Richtung gearbeitet." Finnland und Australien ähneln sich von der Charakteristik, auch wenn es in Australien kaum Kuppen und Sprünge gibt. Finnland war für Latvala eine Enttäuschung, doch der konnte dennoch viel Wissen mitnehmen.

"Jetzt habe ich eine Richtung, in die ich gehen kann. Das macht mich zuversichtlich, denn ich weiß für die Zukunft, wie die Dinge sein müssen. Wir haben zwei verschiedene Dämpfer. Ich bin mit den alten gefahren. Ich dachte, sie wären besser als die neuen, aber es war anders herum", meint Latvala über seine Testfahrt unter Wettbewerbsbedingungen in Finnland. "Mit Blick auf Australien haben wir bei dieser Rallye Vergleichstests der Dämpfer durchgeführt, damit wir dort konkurrenzfähig sind. Ogier und ich sind dort schon gefahren, aber das Team hat dort keinerlei Erfahrung."

Auch wenn Latvala noch an den letzten Feinheiten arbeiten muss, ist er vom Polo überzeugt: "Am besten gefällt mir der Motor. Er besitzt ein breites Drehzahlband. Daher lässt sich das Auto angenehm fahren. Auch die Radaufhängung ist toll. Um ehrlich zu sein, vermittelt mir das Auto auf Asphalt das beste Gefühl. Es ist kein Geheimnis, dass wir bei Ford in den Jahren 2008, 2009 und 2010 große Probleme auf Asphalt hatten. Gegen Ende des Jahres 2010 und auch 2011 und 2012 wurde es besser, aber es war viel Arbeit. Als ich zum ersten Mal im Polo saß, hatte ich sofort ein gutes Gefühl auf Asphalt." Und in Deutschland führte Latvala zeitweise zum ersten Mal in seiner Karriere eine Asphalt-Rallye an.

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