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ORM: Waldviertel-Rallye

Das ORM-Comeback des Franz Sonnleitner

Nach seinem neuerlichen Sieg beim ARC-Lauf in Leiben kehrt Franz Sonnleitner am kommenden Wochenende in die Rallye-Staatsmeisterschaft zurück. Bei den „final rallydays“ im Waldviertel wird er gemeinsam mit Elke Aigner einen Mitsubishi Lancer Evo IX pilotieren.

Foto: Harald Illmer

In der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft (ORM) war Franz Sonnleitner zuletzt im Jahr 2010 am Start - mit niemand geringerem als Peter Müller als Co-Pilot, seines Zeichens gemeinsam mit Manfred Stohl Gruppe N-Weltmeister des Jahres 2000. Sonnleitner erzählt: „2010 war ein gutes Jahr, denn ich habe von Peter Müller sehr viel lernen können.“ Allerdings: Bei der Waldviertel-Rallye konnte er im gleichen Jahr nicht allzu viel lernen, denn schon beim Shakedown musste man mit einem Motorschaden aufgeben…

Jetzt kehrt Franz Sonnleitner in die ORM zurück, bei der Waldviertel-Rallye möchte er die „offene Rechnung“ aus 2010 begleichen. Viel gefahren ist er seit damals jedoch nicht – lediglich zweimal saß er im Rallyeboliden: Im Vorjahr und zuletzt im Oktober ging er bei der Herbstrallye Leiben an den Start – und konnte jeweils einen überlegenen Gesamtsieg feiern…

Elke Aigner auf dem „heißen Sitz“

Am kommenden Wochenende wird Franz Sonnleitner wieder einen in Tschechien angemieteten Mitsubishi Lancer Evo IX zünden – und wie schon in Leiben wird abermals Elke Aigner auf dem „heißen Sitz“ Platz nehmen.

Sonnleitner nickt: „Sie hat bei der Leiben-Rallye ihre Arbeit super erledigt, an der Seite von Alexander Tatzreiter konnte sie in den letzten Jahren viel Erfahrung ansammeln.“

„Kein Tunnelblick“

Eingesetzt wird der Evo IX von Sonnleitners Team TRT Sport, das auch die Autos von Gerald Rigler (Mitsubishi Lancer Evo III, Co-Pilot Martin Roßgatterer) und Reinhold Neulinger (Mitsubishi Lancer Evo VI, Co-Pilot Markus Pötscher) betreuen wird.

Eine Belastung stellt die Doppelrolle als Pilot und Teamchef für ihn keineswegs dar, versichert Sonnleitner: „Ich habe so gute Leute an meiner Seite, dass ich da überhaupt kein Problem sehe. Außerdem macht es auch Freude, jemandem zu helfen. Wir haben keinen Tunnelblick - wir sind vielmehr eine große Familie, die zusammenhält. An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Sponsoren dafür bedanken, dass wir diesen Einsatz im Waldviertel bestreiten können.“

„Aus dem Bauch heraus“

Sportliche Ziele möchte sich Franz Sonnleitner bei seinem ÖM-Comeback nicht stecken, schließlich kennt er die Schotterprüfungen im Waldviertel nicht wirklich gut: „Ich bin hier im Jahr 2005 gefahren, als Challenge und ÖM gemeinsam fuhren, damals habe ich den Challenge-Gesamtsieg einfahren können. Doch seither gab es nur den missglückten Start im Jahr 2010 und ich bin wie gesagt in den letzten Jahren insgesamt nicht viel gefahren. Ich mache es wie zuletzt in Leiben: Ich lasse es einfach auf mich zukommen. Ich möchte nicht über das Denken fahren, sondern aus dem Bauch heraus.“

Racing-Family

Unterstützt werden Franz Sonnleitner und Elke Aigner von ihren Fans und Freunden: „Wir sind ja im Mostviertel zuhause, da ist es nicht weit zur Waldviertel-Rallye. Ich freue mich sehr über die Unterstützung unserer Fans.“ Und auch die Familie ist längst mit dem Motorsport-Virus infiziert: „Ich habe drei Mädchen im Alter von sechs, zwölf und 14 Jahren. Besonders die Jüngste ist ganz begeistert von meinen Rallye-Aktivitäten und würde am liebsten mitfahren. Und auch die beiden älteren Mädchen sind motorsportbegeistert und fahren sehr gerne Kart.“

Ist der Start bei der Waldviertel-Rallye auch ein Zeichen dafür, dass Franz Sonnleitner künftig wieder öfter auf den heimischen Rallyepisten zu sehen sein wird? Der 33-Jährige lacht: „Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber ich habe schon vor, im nächsten Jahr wieder mehr zu fahren.“

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