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Rallye-WM: News

„Es ist sehr schwierig“

VW-Motorsportdirektor Jost Capito ist mit der TV-Vermarktung unzufrieden: „Ich kann keinen Fortschritt erkennen!“ Und: Streit um Kameras im Servicepark…

Die TV-Übertragungen der Rallye-Weltmeisterschaft sind seit langer Zeit ein Zankapfel zwischen dem Promoter und den Teams. Trotz aller Anstrengungen der Vermarkter fristet die WRC im TV weiterhin ein Schattendasein. In Deutschland sind in aller Regel nur Zusammenfassungen am Abend des jeweiligen Tages zu sehen, in Großbritannien wurden immerhin drei der 15 Wertungsprüfungen der Rallye Monte Carlo live gezeigt.

Doch wo die WRC bei den kommenden Veranstaltungen im TV zu sehen sein wird, darüber tappt Volkswagen-Motorsport-Direktor Jost Capito weitgehend im Dunkeln. "Es ist sehr schwierig. Wir hatten in diesem Jahr um eine Liste der übertragenden Sender gebeten, haben aber mit Ausnahme von Großbritannien keine Antwort erhalten", wird Capito von Autosport zitiert. "In Deutschland wissen wir was läuft, weil wir selbst nachgefragt haben."

Die derzeitige Situation stimmt den Volkswagen-Teamchef unzufrieden, denn im Vergleich zum Vorjahr hat sich seiner Ansicht nach kaum etwas geändert. "Ich kann keinen Fortschritt erkennen. Liegt es an der mangelnden Kommunikation?", fragt sich Capito.

Angesichts dessen nehmen die Hersteller wie Volkswagen die Sache selbst in die Hand und bemühen sich, die WRC an den Mann zu bringen. "Momentan betreiben die Hersteller eine recht gute Vermarktung", sagt Capito.

Doch untätig sind die Promoter nicht. So wurde bei der Rallye Monte Carlo auf der offiziellen Website der WRC erstmals während des Service ein Live-Stream angeboten. Dieser bestand freilich nur aus den Bildern einer automatischen Kamera, die über den Servicepark schwenkte und wurde mit dem Kommentar des WRC Live-Radios unterlegt. Mittlerweile ist jedoch klar, wie es zu dieser Lösung kam, die den Zuschauern keinen echten Mehrwert bot.

Ursprünglich hatten die Promoter vor, in den Zelten der Teams Kameras zu installieren, sodass die Zuschauer die Vorgänge dort beobachten können. Dieser Vorschlag stieß bei den Teams aber auf Ablehnung. "Wir müssen die Privatsphäre respektieren", sagt Citroen-Teamchef Yves Matton. Der Belgier hat dabei nichts gegen Aufnahmen beim Service, wohl aber gegen fest installierte Kameras, die den ganzen Tag lang Bilder ins Web senden.

Dies würde im Falle von Citroen alleine schon gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen verstoßen. "Die Leute, die für uns arbeiten, werden uns fragen, warum dort Kameras sind", sagt Matton, dem vor allem die kurzfristige Planung der Promoter sauer aufstößt.

"Wir sind nicht dagegen, aber wir wurden zwei Tage vor der Rallye gebeten, Kameras aufzustellen." So gehe es nicht. "Wir benötigen ein globales Abkommen, bevor wir damit weitermachen."

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