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Rallye-WM: News

Richards stellt die Promotoren an den Pranger

David Richards plädiert für eine Übertragung der Rallye-Weltmeisterschaft im Internet, anstatt sich auf das Fernsehen zu konzentrieren.

David Richards, der frühere Promoter der Rallye-WM und ehemalige Co-Pilot, ist der Meinung, dass die Meisterschaft das Fernsehen ausblenden und seine Bemühungen in das Internet investieren soll. Richards, der schon lange ein Befürworter für die Entwicklung der Rallye-Berichterstattung über das Internet ist, sagt, dass die derzeitigen Forderungen der Fernsehstationen, die Rallye-Highlights senden, den Bedarf an einer Veränderung aufzeigen.

Er ergänzt aber auch, dass die Teams selbst einige Schuld für die derzeitige Situation auf sich nehmen müssen. "Die Leute versuchen immer noch ein Fernsehpublikum zu erreichen, das wahrscheinlich unmöglich ist", sagt Richards der sich in den Jahren 2000 bis 2007 um die Promotion der WRC gekümmert hat. "Man muss den Herstellern die Schuld geben, dass sie sich für das Fernsehen stark machen."

"Sie haben eine beschränkte Sichtweise, denn ihre Chefs wollen es im Fernsehen sehen. Ich denke aber, dass das unrealistisch ist. Manchmal muss man sich fragen, was die Alternativen sind? Und dann muss man kühn sein."

Heute gibt Richards zu, dass seine Bemühungen für das Internet zu früh kamen, aber er findet, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. "Wenn man im Internet ein dominanter Motorsport sein will, dann muss man die Zuschauer - manchmal sind es eine Million Menschen bei einer Veranstaltung - dazu bringen, dass sie es im Internet verfolgen."

"Dann hat man Millionen von Menschen, die über das Internet zusehen. Man erhält einen Wert und kann die Sache kommerzialisieren. Dann macht man gratis Nachrichten und fokussiert sich in zwei Minuten langen Clips auf national interessante Geschichten: Sebastien Ogier für die französischen Kanäle oder die deutschen Kanäle bekommen Volkswagen."

Richards verteidigt auch die Änderungen des Rallye-Formats, die unter seiner Zeit als Promoter durchgeführt wurden: "Die Leute sagen, dass wir alles wegen dem Format der Rallyes verloren haben. Die Rallyes führen nur im Kreis und es gibt ein zentrales Service. Es ist nicht mehr so wie früher und es war besser, als die Rallye durch das gesamte Land geführt hat. Ich frage mich, warum dieses Format so geblieben ist?"

"Es war ein evolutionärer Prozess und die Leute müssen verstehen, dass wir das aus zwei Gründen gemacht haben. Der erste Grund war die Sicherheit. Die Leute vergessen die Tage, als der Rallye-Sport beinahe tot war und von den Regierungen für illegal erklärt wurde, weil wir die Zuschauer nicht kontrollieren konnten. Wir mussten sicherstellen, dass es genug Streckenposten für die Sicherheit gibt."

"Der zweite Grund war, dass die Medien über die Läufe regelmäßig berichten wollten. Wir schafften es nicht in die Mainstream-Medien, weil man ein Experte im Kartenlesen sein musste, um überhaupt herauszufinden, was passiert. Seither haben wir die Sicherheit verbessert. Auf Medienseite ist die Kommunikation besser denn je. Wir konnten eine lineare Route fahren und die Dinge anders machen."

"Aber was machen wir? Wir beklagen uns und hängen der Vergangenheit nach, anstatt unsere Augen zu öffnen und die Tatsachen akzeptieren, dass sich die Gegebenheiten verändert haben. Das frustriert mich als Außenstehender. Es ist keine Raketenwissenschaft."

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