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Ford beobachtet Rallye-WM genau

Ford-Motorsportchef Quinn sieht die Entwicklung der WRC positiv; über ein Werkscomeback zu spekulieren, sei derzeit aber unfair.

Ende der vergangenen Saison stellte Ford die Werksunterstützung für M-Sport in der Rallye-WM ein. Die Nachricht kam damals überraschend, denn erst im Dezember 2011 hatte sich Ford zur WRC bekannt. Da mit dem Red Bull Mediahouse und der Sportsman Group ein neuer Promoter gefunden wurde, und mit Volkswagen und Hyundai zwei Hersteller das Feld bereichern werden, sieht die Zukunft der Rallye-WM wieder etwas positiver aus. M-Sport wird auch in der anstehenden Saison am Start stehen, denn Malcolm Wilson konnte die Katar-Millionen von Nasser Al-Attiyah an Land ziehen.

Auch wenn M-Sport keine Werksunterstützung mehr genießt, so wird im Hintergrund die Zusammenarbeit mit Ford auf technischer Seite fortgesetzt. Ford wird die allgemeine Entwicklung der WRC genau beobachten, wie Gerard Quinn, Fords Motorsportchef für Europa, bei der Autosport-Show in Birmingham bekräftigte. "Es ist unfair über eine Rückkehr zu spekulieren, denn viele Dinge müssen sich ändern. Wenn sich einige dieser Dinge verbessern und weiterentwickeln, dann — wer weiß", lässt Quinn offen.

Speziell die Promotion der Rallye-WM war ein Problem. Seit der Pleite von North One Sports Ende 2011 hatte die WRC in der öffentlichen Wahrnehmung viele Probleme. Im Vergleich zur übermächtigen Formel 1 etwa war sie beinahe nicht existent, vor allem im Fernsehen. Das soll sich in Zukunft ändern. Das Red Bull Mediahouse hat schon in vielen Sportarten ihre Kompetenz bewiesen, auch die Inszenierung des Stratos-Sprungs von Felix Baumgartner war zuletzt ein Erfolg.

"Wir haben in den vergangenen beiden Jahren gemeinsam mit der FIA hart daran gearbeitet, einen Promoter zu finden", wird Quinn von Autosport zitiert. "Hinter den Kulissen wird viel gearbeitet. In einige Gespräche sind wir immer noch involviert. Hoffentlich stützt das die Entscheidung und wir haben etwas, das die Situation der WRC verbessert." Auch Volkswagen wird ein Interesse daran haben, dass die WRC in der Öffentlichkeit präsentiert ist, denn die Deutschen wollen den Polo zum erfolgreichsten Kleinwagen der Welt machen.

Quinn sieht die Einstiege von Volkswagen und Hyundai – die Südkoreaner kommen 2014 – positiv: "Es ist gut, dass weitere Hersteller kommen. Die Leute dürfen aber auch nicht vergessen, dass Ford die WRC in den schwierigen Jahren immer unterstützt hat. Vielleicht war es an der Zeit, einen Schritt zurück zu machen und jemand anderen diese Aufgabe zu überlassen."

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