RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Pilotenstreit über Startreihenfolge

Weltmeister Ogier nennt die gestürzte Startreihenfolge am ersten Tag "Regel für Verlierer", Mads Østberg richtet ihm dafür ein "f**k off" aus.

Sébastien Ogier geht im Streit um die Regelung der Startreihenfolge auf Konfrontationskurs zu seinen Rivalen. Nach einer Regeländerung am Ende der vergangenen Saison muss der WM-Führende in diesem Jahr am ersten Tag einer WM-Rallye als erster auf die Strecke gehen, bevor dann am Samstag und Sonntag in umgekehrter Reihenfolge des Zwischenstands gestartet wird.

Bei der Sardinien-Rallye in der vergangenen Woche musste Ogier also die Prüfungen eröffnen und fiel dadurch zunächst auf Rang zehn zurück, von dem aus er sich – nicht zuletzt dank des Pechs seines Teamkollegen Latvala – noch den Sieg erkämpfen konnte. Über die neue Regelung ist der VW-Pilot allerdings immer noch wütend. "Die FIA möchte durch diese Regel aus der Rallye eine Show machen, aber für mich ist das eine Regel für Verlierer", ärgert sich Ogier.

"Einige Fahrer sind glücklich, wenn sie so gewinnen können, aber ich gehöre nicht dazu. Ich mag diese Regel nicht, sie ist dumm", tobt Ogier. "Ich verstehe nicht, warum sie den schnellsten Fahrer in der Weltmeisterschaft bestrafen wollen und verstehe auch nicht, was am Qualifying, das wir im vergangenen Jahr hatte, so falsch gewesen sein soll."

Völlig anderer Meinung sind hingegen die Citroën-Piloten Mads Østberg und Kris Meeke, welche die derzeitige Regelung für sinnvoll halten. "Ich bin mit meiner Position in der Meisterschaft zufrieden. Das ist nun einmal Teil des Spiels, wenn man eine Rallye startet", sagt Østberg. "Ogier redet die ganze Zeit darüber. Nun, du bist der Schnellste in der Welt, du darfst als erster fahren, f*** off", flucht Østberg in Richtung Ogier zurück.

Meeke ergänzt: "Überall auf der Welt verwenden Motorsport-Serien Systeme, um die Autos einzubremsen, sei es nun Gewicht oder eine Beschneidung der Motorleistung. Wir haben das natürlichste Handicapsystem der Welt, daher ist es sinnvoll, es anzuwenden. Bei dieser Rallye war der Kampf am Freitag so eng, teilweise lagen zwei Hyundai an der Spitze. Das ist großartig für den Sport."

Im August soll bei einer Sitzung der Rallye-Kommission des Automobilweltverbands FIA über die Regelung der Startreihenfolge diskutiert werden.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)