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Pilotenstreit über Startreihenfolge

Weltmeister Ogier nennt die gestürzte Startreihenfolge am ersten Tag "Regel für Verlierer", Mads Østberg richtet ihm dafür ein "f**k off" aus.

Sébastien Ogier geht im Streit um die Regelung der Startreihenfolge auf Konfrontationskurs zu seinen Rivalen. Nach einer Regeländerung am Ende der vergangenen Saison muss der WM-Führende in diesem Jahr am ersten Tag einer WM-Rallye als erster auf die Strecke gehen, bevor dann am Samstag und Sonntag in umgekehrter Reihenfolge des Zwischenstands gestartet wird.

Bei der Sardinien-Rallye in der vergangenen Woche musste Ogier also die Prüfungen eröffnen und fiel dadurch zunächst auf Rang zehn zurück, von dem aus er sich – nicht zuletzt dank des Pechs seines Teamkollegen Latvala – noch den Sieg erkämpfen konnte. Über die neue Regelung ist der VW-Pilot allerdings immer noch wütend. "Die FIA möchte durch diese Regel aus der Rallye eine Show machen, aber für mich ist das eine Regel für Verlierer", ärgert sich Ogier.

"Einige Fahrer sind glücklich, wenn sie so gewinnen können, aber ich gehöre nicht dazu. Ich mag diese Regel nicht, sie ist dumm", tobt Ogier. "Ich verstehe nicht, warum sie den schnellsten Fahrer in der Weltmeisterschaft bestrafen wollen und verstehe auch nicht, was am Qualifying, das wir im vergangenen Jahr hatte, so falsch gewesen sein soll."

Völlig anderer Meinung sind hingegen die Citroën-Piloten Mads Østberg und Kris Meeke, welche die derzeitige Regelung für sinnvoll halten. "Ich bin mit meiner Position in der Meisterschaft zufrieden. Das ist nun einmal Teil des Spiels, wenn man eine Rallye startet", sagt Østberg. "Ogier redet die ganze Zeit darüber. Nun, du bist der Schnellste in der Welt, du darfst als erster fahren, f*** off", flucht Østberg in Richtung Ogier zurück.

Meeke ergänzt: "Überall auf der Welt verwenden Motorsport-Serien Systeme, um die Autos einzubremsen, sei es nun Gewicht oder eine Beschneidung der Motorleistung. Wir haben das natürlichste Handicapsystem der Welt, daher ist es sinnvoll, es anzuwenden. Bei dieser Rallye war der Kampf am Freitag so eng, teilweise lagen zwei Hyundai an der Spitze. Das ist großartig für den Sport."

Im August soll bei einer Sitzung der Rallye-Kommission des Automobilweltverbands FIA über die Regelung der Startreihenfolge diskutiert werden.

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