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WRC: Australien-Rallye

Totaler VW-Triumph

Totaler Triumph für Volkswagen Motorsport in Down Under: Ogier siegt vor Latvala und Mikkelsen, vorzeitiger Hersteller-Titel. Meeke auf Platz vier.

Volkswagen bleibt in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) auch im zweiten Jahr eine Klasse für sich: Nach dem enttäuschenden Heimspiel in Deutschland feierte der Wolfsburger Automobilhersteller in Australien einen souveränen Dreifachsieg und fixierte damit die erfolgreiche Titelverteidigung in der Herstellerwertung 2014. Dieser war zwar schon zuvor so gut wie sicher gewesen, doch nun sind auch alle rechnerischen Restwahrscheinlichkeiten endgültig eliminiert.

Der amtierende Weltmeister Sebastien Ogier war mit 11,8 Sekunden Vorsprung in den Schlusstag gestartet und verwaltete diesen geschickt. Nach den finalen drei Sonderprüfungen (Shipmans II, Bucca II und die Powerstage Wedding Bells II) waren davon noch 6,8 Sekunden übrig.

"Besser hätte das Volkswagen-Team gar nicht zurückschlagen können", jubelt der Franzose. "Ich freue mich für das Team, aber es ist auch für meine eigenen WM-Ambitionen ein wichtiger Schritt."

Denn Verfolger Jari-Matti Latvala startete am Sonntag mit hervorragenden Zwischenzeiten in die Nachmittags-Schleife, hatte am Ende der Wertungsprüfung Shipmans II aber doch wieder 1,2 Sekunden Rückstand auf Ogier. Der nahm 9,9 Sekunden Vorsprung für die letzten beiden Teilstücke mit. Damit war die Luft draußen: "Jetzt wird es wirklich schwierig. Wenn er nicht einen Fehler macht, ist die Rallye fast nicht zu gewinnen", so Latvala nach WP18.

Immerhin sicherte sich der Finne die drei Bonuspunkte für den Gewinn der abschließenden Powerstage. Trotzdem baut Ogier seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft auf nunmehr 50 Zähler aus, sodass er theoretisch schon bei seinem Heimspiel in Frankreich am 5. Oktober den zweiten WM-Titel fixieren kann. Den totalen Volkswagen-Triumph in Australien rundete Andreas Mikkelsen als Dritter ab. Das bedeutet den Dreifachsieg des deutschen Herstellers in der WRC.

Vierter wurde Kris Meeke (Citroen), dem trotz der 61-Sekunden-Strafe wegen Abkürzens am Samstag letztendlich nur 26 Sekunden auf einen Podestplatz fehlten. "Das war ehrlich gesagt meine bisher beste Leistung", sagt der Brite, der 2014 schon drei Top-3-Ergebnisse zu Buche stehen hat. "Langsam komme ich näher an die anderen ran." Mikko Hirvonen (Ford) hatte er sich bereits am Sonntagmorgen geschnappt - der Finne wurde am Ende Fünfter, 9,6 Sekunden hinter Meeke.

Pech hatte Meekes Citroen-Teamkollege Mads Östberg, der bis WP18 einem sicheren sechsten Platz entgegenzufahren schien. Doch dann warf ihn eine gebrochene Hinterradaufhängung weit zurück. "Ich habe absolut nichts gerammt. Wann wird meine Pechsträhne endlich aufhören?", seufzt der Norweger, am Ende mit fast 20 Minuten Rückstand 15. Zumindest konnte er die Rallye nach einer Reparatur auf der Verbindungsstraße zu Ende fahren.

Das Duell um den sechsten Platz entschied somit kampflos Hayden Paddon (Hyundai) für sich, obwohl der am Sonntagnachmittag auch einmal mit einem Frontschaden von einer WP zurückkam. Siebter wurde Deutschland-Sieger Thierry Neuville (Hyundai), Achter Elfyn Evans, Neunter Robert Kubica (beide Ford) und Zehnter Chris Atkinson (Hyundai). Letzterer ist mit seinem Auftritt zufrieden: "Ich bedanke mich bei Hyundai für diese tolle Möglichkeit!"

Auch eine Schrecksekunde gab es auf der Nachmittags-Schleife am Sonntag, als sich WRC2-Fahrer Ott Tänak (Ford) auf WP19 überschlug. Das sicherheitshalber zur Unfallstelle geschickte medizinische Team stellte aber keine schwerwiegenden Verletzungen beim Esten oder seinem Kopiloten Raigo Mölder fest.

Den Sieg in der WRC2-Wertung sicherte sich Nasser Al-Attiyah vor Jari Ketomaa und Juri Protasow (alle Ford).

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