RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Drei Zweikämpfe im Mittelpunkt

Drei Duelle in drei Meisterschaften stehen am kommenden Freitag und Samstag im Mittelpunkt des Interesses der Motorsportbegeisterten.

Titelfoto: Daniel Fessl

In der Staatsmeisterschaft für allradgetriebene Fahrzeuge (Division I) treffen Raimund Baumschlager im Škoda Fabia – bislang im Schneebergland im direkten Duell noch unbesiegt – und Lokalmatador Gerwald Grössing im Ford Fiesta aufeinander. Der regierende Staatsmeister Baumschlager setzt angesichts seiner klaren Führung im diesjährigen Championat auf eine defensive Herangehensweise – eine Taktik, die er in den letzten Jahren immer wieder erfolgreich angewendet hat. Er müsse nicht unbedingt gewinnen, so seine Überzeugung. Auch ein zweiter Platz würde seine Position in der Meisterschaft durchaus stärken. Wie das in der Praxis aussieht, haben inzwischen elf Staatsmeistertitel zur Genüge gezeigt.

Bei den Zweiradgetriebenen (Division II) steht ein teaminternes Duell im Fokus: Suzuki Swift gegen Suzuki Swift – der regierende Div.-II-Staatsmeister Michael Böhm gegen einen Europa- und Ex-Weltmeister in den seriennahen Klassen, denn mit Verspätung findet sich mit Startnummer 6 jetzt auch Andreas Aigner (Bild) in der Nennliste. Er ersetzt im Team von Ex-Staatsmeister Martin Zellhofer Hermann Neubauer, der auf dringendes Anraten seiner Ärzte nun endgültig von einem Start absieht; seine beim Konditionstraining erlittenen Verletzungen sind leider noch längst nicht ausgeheilt.

Favorit ist sicherlich Aigner, der ja bei drei 2WD-Einsätzen in der Staatsmeisterschaft 2011 und ebenso vielen überlegenen Siegen gezeigt hat, dass er auch ohne Allradantrieb sehr schnelle Zeiten hinzulegen imstande ist – womit sich natürlich automatisch die Frage einer möglichen Stallorder ergibt, denn Böhm benötigt im Duell gegen den ÖM-Führenden in seiner Klasse, Kristof Klausz aus Ungarn, natürlich jeden Punkt. Man darf jedoch darauf hoffen, dass niemand Eingriffe von aussen als notwendig erachten wird.

David gegen Goliath mit umgekehrten Voraussetzungen heißt es in der Historischen Staatsmeisterschaft, denn diesmal ist der ÖM-Führende Willi Rabl jun. mit seinem Porsche 911 SC der Goliath, den Ex-Staatsmeister Kris Rosenberger mit einem rund halb so starken VW Golf I GTI herausfordert. Es geht um die ÖM-Führung, und dafür müßte der "David" den "Goliath" besiegen und gleichzeitig hoffen, dass ihm die "graue Maus" des Schotterspektakels, Lokalmatador Ossi Hebenstreit, Vorjahrssieger bei den Historischen, mit seinem Ford Escort keinen Strich durch die Rechnung macht.

Sowohl Rabl als auch Rosenberger vertrauen übrigens auf weibliche Navigationskunst auf den schwierigen Pisten im südlichen Niederösterreich, wie überhaupt das Feminine beim fünften Lauf zur Rallyestaatsmeisterschaft nicht zu unterschätzen ist. Insgesamt finden sich elf Co-Pilotinnen auf der Nennliste – ein Beweis dafür, dass der Rallyesport kein Sport männlicher Adrenalinjunkies ist, sondern die Ausgeglichenheit einer Frau in vielen Cockpits der Schlüssel zum Erfolg ist.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Schneebergland-Rallye

Weitere Artikel:

WRC, Finnland: Vorschau K4

Grüne Energie geht an den Start

Ein Spezialist für nachhaltige Energielösungen begleitet bei der Finnland Rallye das österreichische K4 Rally Team rund um Johannes Keferböck und Ilka Minor, das den WRC Masters Cup der Rallye-Weltmeisterschaft anführt.

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Friedl

„Reifen-Roulette"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 waren in Weiz mit dem FORD Fiesta Proto trotz sich ständig verändernder Bedingungen mit Motivation erfolgreich unterwegs.

WRC Estland: Bericht Keferböck

Wieder maximale Ausbeute im WRC Masters Cup

Auf den selektiven, zum Teil irrwitzigen Schotter-Prüfungen der Rally Estonia konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor ihren dritten Sieg im WRC Masters Cup einfahren und damit die Tabellenführung weiter ausbauen.

Mit neuen Investoren, einem CEO aus der Formel 1 und dem WRC27-Reglement stellt die FIA die Weichen für die Zukunft des Rallyesports

ARC, Rallye Weiz: Bericht Lindner

Hans Georg Linder führt in der ARC-Clubmeisterschaft

Seit 30 Jahren fährt Hans Georg Lindner Rallyes - schon 2012 gelang es ihm, mit einem historischen Fahrzeug ARC-Clubmeister zu werden. Heuer könnte er dieses Kunststück wiederholen...