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Rallye-WM: Interview

Ein M-Sport-Ford für Evans und Tänak?

Bei M-Sport könnten sich Elfyn Evans und Ott Tänak in der WM-Saison 2016 ein Auto teilen; Teamchef Wilson ist mit deren Speed unzufrieden.

Elfyn Evans und Ott Tänak könnten auch in der Rallye-WM-Saison 2016 bei M-Sport bleiben, sich dabei allerdings einen Ford Fiesta WRC teilen müssen. Teamchef Malcolm Wilson wägt die Fahreroptionen für die kommende Saison derzeit ab und verrät, dass auch andere Namen für zumindest eines der Fahrzeuge in Erwägung gezogen werden.

Für ihn gibt es keine Eile, die Besetzungen bekanntzugeben, denn erst am 18. Dezember müssen die Piloten für den Saisonauftakt 2016 in Monte Carlo genannt werden. "Im Hinblick aufs nächste Jahr habe ich daran gedacht, dass sie [Evans und Tänak; Anm.] sich ein Auto teilen könnten – das ist eine Möglichkeit", so Wilson. "Gleichzeitig muss man sich fragen, wie lange wir das so machen wollen. Ich muss jetzt darüber nachdenken."

Bei der zurückliegenden Großbritannien-Rallye in Wales wurden Evans und Tänak angewiesen, Vollgas zu geben, und Wilson war über den ursprünglichen Speed der beiden alles andere als angetan. Evans lag auf Rang fünf, bevor er mit einem Plattfuß auf Sonderprüfung vier auf Rang neun zurückfiel. Anschließend konnte er sich lediglich auf Rang sechs verbessern, während sich Tänak von Rang neun auf Rang vier vorarbeiten konnte, bevor er am letzten Morgen mit einem selbstverschuldeten Aufhängungschaden ausschied.

"Ich habe beiden gesagt – und das seit dem Ende der Spanien-Rallye –, dass sie nichts zu verlieren haben. Sie sollen einfach rausgehen und ihre Geschwindigkeit zeigen", so Wilson. "Es wäre egal gewesen, wenn sie gecrasht wären, ich wollte einfach großartige Zeiten sehen. Mit den Gedanken im Hinterkopf hatte ich ein bisschen mehr erwartet. Es wurde besser, aber dann traf Ott enttäuschenderweise einen Stein, und seine Rallye war beendet. Es gab nur einen kleinen Schaden am Auto, aber das war's. Wir sind mit großen Hoffnungen auf einen Kampf ums Podium nach Wales gekommen, aber das ist nicht eingetreten."

Gefragt, ob er in Wales genug getan habe, um seinen Platz zu sichern, sagte Elfyn Evans: "Es liegt nicht an mir. Ohne den Plattfuß wären wir 'best of the rest' hinter Citroën und Volkswagen. Im vergangenen Jahr haben sie die Prüfungen mit 15 Sekunden Vorsprung gewonnen, und Citroën hat auch einen Schritt nach vorn gemacht. Ich denke, ich hatte zwei starke Tage. Ich denke nicht, dass ich schlechte Arbeit geleistet habe. Rang sechs ist ein wenig ernüchternd, aber dort stehen wir derzeit."

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