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ORM: Skoda Rallye Liezen

Entscheidung im W4

Willi Rabl und Uschi Breneißl konnten bei der Rallye Liezen durch eine grandiose Fahrt ihre Chancen auf den ORM-Titel aufrechterhalten.

Foto: Daniel Fessl

Der Kampf um die Titel in der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft geht in seine heiße Phase. Bei der Rallye Liezen, der vorletzten im Kalender, wurden bereits drei Meister fixiert. Willi Rabl und Uschi Breneißl konnten in der Steiermark durch mehrere Fabelzeiten die Entscheidung, wer Historic-Staatsmeister wird offen halten. Dennoch war dies kein leichtes Unterfangen, da Willi Rabl den Porsche 911 Gruppe 4 selbst serviciert, und die Zeit dafür knapp war.

Trotzdem reiste man voller Optimismus in der Bezirkshauptstadt. Doch schon am ersten Tag rächte sich die geringer Vorbereitungszeit: „Durch das oftmalige Anlassen und die kurze Laufzeit waren die Zündkerzen des Porsche verdreckt“, erklärt der Mauterner. Darum musste man auf der ersten Sonderprüfung in der Innenstadt von Liezen mit fünf, oder gar vier Zylindern auskommen.

Doch die Rallye begann erst so richtig am zweiten Tag, und dieser verlief nach Wunsch und das Duell Rabl gegen Johannes Huber (Porsche 911 RS) konnte in seine nächste Runde gehen. Und schon die erste SP des Tages brachte eine positive Überraschung mit sich: Rabl hatte Schwierigkeiten, sich im Morgennebel zu orientieren. Deswegen übersah der 57-Jährige eine Spitzkehre. Der Porsche rutschte manmit der Vorderachse in einen Graben und steckte kurz fest. Doch wegen des Heckmotors konnte man sich selbst befreien. Im Ziel war man sodann überrascht: Trotz dieses Malheurs war man schneller als Johannes Huber, was für Optimismus sorgte.

Danach geriet man in Höchstform und brannte auf der knapp 20 Kilometer langen und schwierigsten Prüfung eine wahre Fabelzeit in den Asphalt: 35 Sekunden schneller als Huber. Dies bedeutete auch die 10. Gesamtzeit des kompletten Starterfeldes. Beim zweiten Befahren der Prüfung wollte man dieses Kunststück wiederholen, doch Rabl bekam einen Krampf im Fuß: „Ich spürte nicht mal mehr, ob ich am Gas oder auf der Bremse stehe. Ich hab einfach dem Motor zugehört, dann wusste ich, welches Pedal ich gerade trete“, schildert Rabl die ungewöhnliche Situation. Trotzdem war man nur 15 Sekunden langsamer als beim ersten Mal!

Am Abend erreichten Rabl und seine Copilotin Uschi Breneißl das Ziel, auf dem 1. Platz der historischen Wertung und Platz 12 des Gesamtklassements. Womit man auch die Entscheidung, wer den begehrten Titel des Historic Rallye-Staatsmeisters offen halten konnte.

„Das war alles andere als einfach. Es lag viel tiefer Schotter auf den Prüfungen, was das Fahren nicht einfach macht. Alles in allem war es sicher kein Kindergeburtstag, aber es hat funktioniert und riesig Spaß gemacht. Auch Uschi (Breneißl) hat einen perfekten Job gemacht, genauso wie das Hofbauer-Motorsport-Team“, so das Resümee von Rabl.

Doch nun ist es an der Zeit, sich auf das große Saisonfinale – die Waldviertel-Rallye – vorzubereiten. Denn Rabl muss dort vor Johannes Huber ins Ziel kommen, um sich den Titel zu sichern.

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