RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Skoda Rallye Liezen

Entscheidung im W4

Willi Rabl und Uschi Breneißl konnten bei der Rallye Liezen durch eine grandiose Fahrt ihre Chancen auf den ORM-Titel aufrechterhalten.

Foto: Daniel Fessl

Der Kampf um die Titel in der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft geht in seine heiße Phase. Bei der Rallye Liezen, der vorletzten im Kalender, wurden bereits drei Meister fixiert. Willi Rabl und Uschi Breneißl konnten in der Steiermark durch mehrere Fabelzeiten die Entscheidung, wer Historic-Staatsmeister wird offen halten. Dennoch war dies kein leichtes Unterfangen, da Willi Rabl den Porsche 911 Gruppe 4 selbst serviciert, und die Zeit dafür knapp war.

Trotzdem reiste man voller Optimismus in der Bezirkshauptstadt. Doch schon am ersten Tag rächte sich die geringer Vorbereitungszeit: „Durch das oftmalige Anlassen und die kurze Laufzeit waren die Zündkerzen des Porsche verdreckt“, erklärt der Mauterner. Darum musste man auf der ersten Sonderprüfung in der Innenstadt von Liezen mit fünf, oder gar vier Zylindern auskommen.

Doch die Rallye begann erst so richtig am zweiten Tag, und dieser verlief nach Wunsch und das Duell Rabl gegen Johannes Huber (Porsche 911 RS) konnte in seine nächste Runde gehen. Und schon die erste SP des Tages brachte eine positive Überraschung mit sich: Rabl hatte Schwierigkeiten, sich im Morgennebel zu orientieren. Deswegen übersah der 57-Jährige eine Spitzkehre. Der Porsche rutschte manmit der Vorderachse in einen Graben und steckte kurz fest. Doch wegen des Heckmotors konnte man sich selbst befreien. Im Ziel war man sodann überrascht: Trotz dieses Malheurs war man schneller als Johannes Huber, was für Optimismus sorgte.

Danach geriet man in Höchstform und brannte auf der knapp 20 Kilometer langen und schwierigsten Prüfung eine wahre Fabelzeit in den Asphalt: 35 Sekunden schneller als Huber. Dies bedeutete auch die 10. Gesamtzeit des kompletten Starterfeldes. Beim zweiten Befahren der Prüfung wollte man dieses Kunststück wiederholen, doch Rabl bekam einen Krampf im Fuß: „Ich spürte nicht mal mehr, ob ich am Gas oder auf der Bremse stehe. Ich hab einfach dem Motor zugehört, dann wusste ich, welches Pedal ich gerade trete“, schildert Rabl die ungewöhnliche Situation. Trotzdem war man nur 15 Sekunden langsamer als beim ersten Mal!

Am Abend erreichten Rabl und seine Copilotin Uschi Breneißl das Ziel, auf dem 1. Platz der historischen Wertung und Platz 12 des Gesamtklassements. Womit man auch die Entscheidung, wer den begehrten Titel des Historic Rallye-Staatsmeisters offen halten konnte.

„Das war alles andere als einfach. Es lag viel tiefer Schotter auf den Prüfungen, was das Fahren nicht einfach macht. Alles in allem war es sicher kein Kindergeburtstag, aber es hat funktioniert und riesig Spaß gemacht. Auch Uschi (Breneißl) hat einen perfekten Job gemacht, genauso wie das Hofbauer-Motorsport-Team“, so das Resümee von Rabl.

Doch nun ist es an der Zeit, sich auf das große Saisonfinale – die Waldviertel-Rallye – vorzubereiten. Denn Rabl muss dort vor Johannes Huber ins Ziel kommen, um sich den Titel zu sichern.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Skoda Rallye Liezen

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, Herbstrallye: Bericht ZM Racing

Solide Leistung von ZM-Racing

Christoph Zellhofer auf Podium Dritter, Vater Max wurde Sechster. Damit beendete das Rallye Team seine bisher erfolgreichste Saison

MRC, Rallye du Valais: Bericht

Starker Sieg von Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain gewinnen bei der Rallye Internationale du Valais das Saisonfinale des Mitropa Rally Cup. Manuel Kößler verteidigt mit Copilot Benedikt Hofmann seine Meisterschaftsführung und gewinnt den Mitropa Rally Cup in seiner 61. Saison.

ARC, Herbstrallye: Bericht Mayer

Mayer nur knapp am Podium vorbei

Knapp verpasst ich auch daneben – Daniel Mayer und Co-Pilot Jürgen Klinger beendeten am Samstag die zur Austrian Rallye Challenge zählende Herbst-Rallye im Raum Waidhofen/Thaya mit ihrem Citroen C3 Rally2 auf dem vierten Gesamtrang

ARC, Herbstrallye: Bericht Friedl

„Wie in alten Zeiten“

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 – Motorclub Leobersdorf haben mit dem AUTOFUN Ford Fiesta Proto die Rallye mit Erinnerungen aus der Vergangenheit zum Spaßfaktor werden lassen.

ARC, Herbstrallye: Bericht

Die Herbstrallye 2026 schreibt Geschichte!

Mit dem spannenden Showdown auf der letzten Prüfung, dem ersten Sieg von Raimund Baumschlager seit 2017 schreibt die Herbstrallye 2026 Geschichte. Doch auch der zunächst verloren scheinende ARC-Sieg von Rene Kiehtreiber, seine Aufholjagd boten Rallyesport vom Feinsten. Und: Gerolf Schuller jubelt als neuer ARC-Clubmeister.

ARC, Herbstrallye: Bericht Kiehtreiber

Nothing’s gonna stop us

Die Saison 2026 verlief für René Kiehtreiber mit zwei Ausfällen und vier erfolgreich beendeten Rallyes sehr wechselhaft, zum Abschluß wollten er und sein Stamm-Copilot es noch einmal genau wissen.