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Rallye: News

Baumschlager testet den VW Polo R5

Volkswagen hat die Testfahrten mit seinem neuem R5-Auto in Wales fortgesetzt – hinter dem Lenkrad u.a. auch Raimund Baumschlager.

Bildquelle: Werk

Volkswagen setzt die Entwicklung des neuen Polo R5 fort. Nach ersten Testläufen im französischen Fontjoncouse geht es in dieser Woche von Donnerstag bis Sonntag auf walisischem Schotter weiter. Pontus Tidemand, der bereits in Frankreich neben Dieter Depping als Testpilot agierte, war zum Auftakt an der Reihe, musste aber frühzeitig abreisen, um als neuer WRC2-Meister an der FIA-Preisverleihung, die am Freitag Abend in Paris stattfindet, teilnehmen zu können.

Stattdessen klemmte sich Raimund Baumschlager hinters Volant des neuen R5-Boliden. Der Österreicher hat in diesem Jahr zum 14. Mal die nationale Meisterschaft in seiner Heimat geholt und dabei zum größten Teil einen Volkswagen Polo WRC eingesetzt – damit war er der erste "Privatier", der in den Genuss des früheren WM-Boliden von Sébastien Ogier gekommen ist. Baumschlager ist seit vielen Jahren eng mit dem Konzern verbunden.

An den ersten Testtagen ist der neue Polo R5 problemlos gelaufen. "Die Rückmeldungen der Fahrer waren positiv", erklärte Technikdirektor François-Xavier Demaison. "Es ist natürlich ein Vorteil, wenn wir auf die Erfahrung jener Ingenieure und Mechaniker zurückgreifen können, die beim Weltmeister-Polo mitgeholfen haben. Außerdem greifen wir so wie in der Vergangenheit auf die technische Kooperation der Kollegen in Wolfsburg und auch von Škoda zurück."

Škoda bietet den Fabia R5 seit dem Jahr 2015 als Kundenauto an, der Erfahrungsaustausch lag demnach auf der Hand. Die Entwicklung des Polo R5 läuft seit Jahresanfang auf Hochtouren. Für das Gesamtprojekt zeichnet neben Technikdirektor Demaison vor allem Jan de Jongh als leitender Projektmanager verantwortlich, der von 2013 bis 2016 als Renningenieur den VW Polo WRC von Sébastien Ogier betreute.

Der Polo R5 verfügt über einen turboaufgeladenen Vierzylindermotor in Reihe mit Direkteinspritzung, der quer vor der Vorderachse angeordnet ist. Reglementbedingt ist der Hubraum auf 1,6 Liter beschränkt. Das genügt für eine Leistungsausbeute von 200 kW (272 PS) und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern. Ein sequenzielles Fünfganggetriebe und permanenter Allradantrieb sorgen für beachtliche Beschleunigungswerte auf allen Untergründen: Auf Asphalt etwa beschleunigt der 1.230 kg schwere Polo R5 in nur 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Die viertürige Stahlkarosserie, die als Serienbasis für den Aufbau des Rallyeboliden dient, entstammt dem Produktionswerk in Pamplona (Spanien) und wird gemäß FIA-Reglement mit Überrollkäfig und weiteren Sicherheitsbauteilen verstärkt. Die Homologation des Volkswagen Polo R5 soll schon im nächsten Sommer erfolgen. Erste Auslieferungen an Kundensportler und Einsätze bei Rallyes sind dann für die zweite Jahreshälfte 2018 vorgesehen.

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