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ORM: Lavanttal-Rallye

Hochspannung von A(igner) bis Z(itta)

Bei der Lavanttal-Rallye 2019, die diesen Freitag in Wolfsberg (Kärnten) beginnt, werden die Karten in allen Klassen neu gemischt.

Fotos: Harald Illmer

Die Uhr tickt auch im nunmehrigen Sommerzeitmodus unaufhörlich weiter, was bedeutet, dass die Kärntner Motorsportveranstaltung des Jahres näher und näher rückt. Am Freitag um 13:30 Uhr erfolgt auf dem Rathausplatz von Wolfsberg der Start zur 43. Ausgabe der Lavanttal-Rallye. Mit 16 R5-Boliden in der Topklasse "ORM" ist die Rallye wohl einzigartig in Österreich, wenngleich Horst Nadles, Organisationschef der Lavanttal-Rallye, zu Recht anmerkt: "Natürlich ist es schön und erfreulich, dass so viele der modernsten Rallyeautos bei uns im Einsatz sind, aber das Augenmerk gilt auch den übrigen 74 Teams, die sich angemeldet haben, denn auch hier sind sehr starke Piloten mit interessanten Autos in den verschiedensten Klassen vertreten."

Man braucht als Beispiel dafür nur Kris Rosenberger hernehmen: Der Ex-Staatsmeister ist mit seinem 400 PS starken Porsche 997 GT3, für den eigens eine RGT-Klasse eingerichtet worden ist, gewiss nicht nur in der Lage, einen einzigartigen Sound zu produzieren, sondern kann möglicherweise auch so manchen Toppiloten ins Schwitzen bringen. Dasselbe gilt für das deutsche Hermann-Gaßner-Duo: Der Senior im Mitsubishi Evo X und der Junior im Toyota GT86 sind zwar für die österreichische Meisterschaft nicht punkteberechtigt, jedoch jederzeit zu einem Top-10-Platz fähig. Diese Liste lässt sich locker mit schnellen Leuten wie Gernot Zeiringer im Škoda Fabia S2000, dem im Rallyecup führenden Oberösterreicher Robert Zitta im Subaru Impreza WRX, dem Wolfsberger Lokalmatadoren Andreas Mörtl im Mitsubishi Evo IX oder dem Niederösterreicher Hermann Haslauer, wie Zitta in einem Subaru Impreza, ergänzen.

Spannend verspricht auch der nationale Kampf in der 2WD-Staatsmeisterschaft zu werden, in der überraschend der Junior Martin Ritt in Führung liegt. Dem Volvo-740-Piloten aus Oberreith in der Steiermark, den bei der Rebenland-Rallye ein Kamerateam von Puls 4 begleitet hat, wurde erst in letzter Minute durch einen Sponsor der Start im Lavanttal ermöglicht. Nun steht dort die Verteidigung der Spitzenposition auf dem Programm, die ihm just zwei seiner steirischen Landsleute abluchsen wollen: zum einen Michael Röck aus Trofaiach im Opel Corsa R2, der im Rebenland die 2WD-Wertung gewinnen konnte und wie Ritt auch in der Juniorenstaatsmeisterschaft auf Titeljagd ist, zum anderen Enrico Windisch aus Kirchberg an der Raab, der im Citroën C2 R2 Max ebenso siegfähig ist. Ein weiterer hoffnungsvoller Junior in der 2WD ist der Wolfsberger René Knauder, der mit seinem Fiat Stilo nach dem Rebenland im Lavanttal seine erst zweite Rallye bestreiten wird.

Ein immer wieder gerne gesehener Starter ist im M1 Rallye Masters im Einsatz: Der nach einem Skiunfall querschnittgelähmte Salzburger Reini Sampl zündet nach längerer Absenz wieder einmal seinen Audi TTS und wird damit gewiss für gehörige Action sorgen. Last but not least gibt es auch in der historischen Staatsmeisterschaft ein erfreuliches Comeback in Wolfsberg: Das Europameisterduo Karl Wagner/Gerda Zauner aus Wien gibt seinem Porsche 911 die Sporen und trägt damit in der "nostalgischen Abteilung" auch die Favoritenrolle. Alles in allem verspricht das Starterfeld im Lavanttal auch abseits der elitären R5-Armada Spannung pur von A(igner) bis Z(itta).

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