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ORM: Lavanttal-Rallye

Wehe wenn sie losgelassen werden!

Bei der am Freitag beginnenden 43. Lavanttal Rallye in Wolfsberg rittern gleich 16 Teams in hochmodernen R5-Boliden um den Sieg.

Fotos: Harald Illmer

Der dritte Rallye-Staatsmeisterschaftslauf der Saison 2019 hat es fürwahr in sich, Für die 43. Lavanttal Rallye , die am kommenden Freitag in Wolfsberg gestartet wird, befinden sich unter den 90 startwilligen Teams gleich 16(!), die mit einem R5-Boliden ins Rennen gehen wollen. Zur Erklärung: Lange Zeit waren gleich unter der Königsklasse World Rallye Cars die S2000-Boliden mit 2-Liter-Saugmotoren angesiedelt. Diese wurden mittlerweile von den R5-Autos mit 1,6-Liter-Motoren, jedoch ungleich mehr Power als unumschränkte Kronprinzen abgelöst.

Die Wettquote dafür, dass ein R5-Bolide die Lavanttal Rallye 2019 gewinnt, wird keine besonders hohe sein. Wer jedoch im Siegerauto drinnen sitzt, darauf könnte man bei einer Wette möglicherweise einen attraktiven Gewinn einstreifen, denn die Anwärter darauf sind einige.

Mit der erfreulichen Rückkehr des regierenden Staatsmeisters Niki Mayr-Melnhof in die heimische Titeljagd bekommen die bisherigen Saison-Dominatoren Julian Wagner (Jännerrallye-Sieger) und Hermann Neubauer (Rebenland-Sieger) die wohl härteste denkbare Konkurrenz. Zumal der steirische Champion im Ford FiestaR5 bereits angekündigt hat, dass „ich sicher nicht ins Lavanttal komme, um mir dort die schöne Landschaft anzuschauen, sondern um dort kräftig aufs Gas zu steigen“.

Und auch wenn sich der Oberösterreicher Julian Wagner noch so in Understatement übt und davon spricht, dass „ich an die Meisterschaft keinen Gedanken verschwende, weil ich mich nur darauf konzentriere, meinen Skoda Fabia R5 noch besser verstehen zu lernen“, so ist das sein gutes Recht, doch nimmt ihm das von seinen Konkurrenten keiner wirklich ab.

Schon gar nicht Niki Mayr-Melnhofs Staatsmeister-Kollege Hermann Neubauer (Anm.: im Jahr 2016). Der Salzburger Ford-Fiesta-Pilot lieferte zuletzt 2018 bei der Rallye Weiz Mayr-Melnhof ein hochklassiges Duell und konnte dieses letztendlich auch um 30 Sekunden für sich entscheiden. Was ihn natürlich für die kommende Aufgabe in Wolfsberg dementsprechend angriffslustig stimmt und zuversichtlich vorausschauen lässt. Hermann Neubauer: „Ich habe immer gesagt, ich habe zwei Lieblingsrallyes, die in Weiz und die im Lavanttal. Hier bin ich immer schon gerne gefahren und war auch immer schnell. Ich erwarte, dass Niki Mayr-Melnhof nicht kommen würde, wen er nicht überzeugt wäre, dass er hier so wie letztes Jahr wieder gewinnen kann. Und dass die Wagner-Brothers Julian und Simon sehr flott Auto fahren können, ist ja mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Aber ich persönlich muss sagen, dass ich sicher nichts zu verschenken habe. Ich fühle mich momentan so richtig wohl im R5, und glaube, dass der Sieg im Lavanttal unter den ersten Fünf des Starterfeldes ausgemacht wird. Besonders auf die erste (und dritte) Sonderprüfung, den Rundkurs Kamp-Vorderlimberg, freue ich mich. Weil dort ist ja angeblich einiges neu, und auf neuen Streckenabschnitten bin ich immer schnell. Zudem ist der Auftakt gleich 21 Kilometer lang. Also geht die Lavanttal Rallye gleich recht zünftig los. Das taugt mir sowieso.“

Die 16 R5-Teams In der Lavanttal-Nennliste:
Julian Wagner/Anne Katharina Stein (Skoda Fabia), Hermann Neubauer/Bernhard Ettel (Ford Fiesta), Niki Mayr-Melnhof/Poldi Welsersheimb (Ford Fiesta), Günther Knobloch/Jürgen Rausch (Skoda Fabia), Johannes Keferböck/Ilka Minor (Skoda Fabia), Rok Turk/Blanca Kacin (Slo/Hyundai i20), Ales Zrinski/Rok Vidmar (Slo/Peugeot 208), Vlastimil Majercak/Pavol Kusnier (Slk/Ford Fiesta), Gerhard Aigner/Sigi Schwarz (Skoda Fabia), Simon Wagner/Gerald Winter (Skoda Fabia), Kristof Klausz/Botond Csanyi (Ung/Skoda Fabia), Pal Lovasz/Tamas Kürti (Ung/Hyundai i20), Csaba Juhasz/Zsolt Juhasz (Ung/Hyundai i20), Gergely Fogasy/David Berendi (Ung/Ford Fiesta), Günther Lichtenegger/Thomas Wastian (Skoda Fabia), Willi Stengg/Jürgen Klinger (Peugeot 208 T16).

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