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Rallyshow Santa Domenica

Im RRA Mazda 323 GT-R Proto bei der Rallyshow Santa Domenica: „Abartig!“

„Abartig! Total verrückt!“ - Christoph Wögerer schildert seine Eindrücke als Copilot von Wolfgang Schmollngruber im extra aufgemotzten Mazda 323 GT-R Proto mit 570 PS und 700 Nm! Bei der kultigen und höchst selektiven Rallyshow Santa Domenica war das Duo bis knapp vor Schluss bestes Nicht-R5-Team...

Foto: Dominik Autengruber

„Es war ein total verrücktes Wochenende, absolut cool - die Veranstaltung ist einfach unglaublich“, gerät Christoph Wögerer ins Schwärmen. Am vergangenen Wochenende startete Wögerer bei der Rallyshow Santa Domenica in Kroatien - dort sind traditionell in der „No Limit“-Klasse ganz besonders starke, extra für diesen Event aufgepeppte Autos am Start. Christoph Wögerer fuhr an der Seite von Race Rent Austria-Teamchef Wolfgang Schmollngruber, der den teameigenen, aufgemotzten Mazda 323 GT-R Proto pilotierte. Die Technischen Daten sprechen für sich: Leistung 570 PS, 700 Nm Drehmoment. Der Auspuff vorne seitlich an der Stoßstange, ein markanter „Spruch“ und eine höchst spektakuläre Fahrweise - die Sympathien der zahlreichen Fans waren dem oberösterreichischen Team sicher...

Christoph Wögerer erklärt: „Zum Glück gab es den Shakedown - so konnte ich mich mental etwas auf dieses Abenteuer vorbereiten. Dieses Auto hat so einen unglaublichen Schub. Du fährst 400 Meter und schaust auf den Tacho und du bist bei 180 km/h! Man ist es ja gewöhnt, dass man etwas früher einlenkt - aber den Mazda muss man sich noch früher für die Kurve ‚herrichten‘. Mit diesem brachialen Auto kann, so glaube ich, sicher nicht jeder fahren.“

Wolfgang Schmollngruber war nach diesem Wochenende jedenfalls rundum begeistert: „Das war eine der geilsten Fahrten in meiner Karriere! Noch bessr als im Vorjahr, wo wir hier bereits gestartet sind. Die Prüfungen bei der Santa Domenica waren wieder von der ersten SP an extrem rutschig, es gibt tiefe Löcher, in die es dich regelrecht hineinzieht. Man darf sich hier nicht den geringsten Fehler erlauben - zu Mittag sind wir die Anfahrt zu einem Sprung etwas zu mittig gefahren - bei der Landung hat es getuscht und wir sind beide mit unseren Helmen am Käfig angeschlagen. Das ist einfach eine ziemlich brutale Rallye - aber so lieben wir es.“

Dabei hatten Schmollngruber/Wögerer am Ende noch richtig Glück, überhaupt ins Ziel zu kommen: „Auf der letzten Prüfung kommt man aus einem Highspeed-Teil zu einer Schikane - dort hat es dann plötzlich ein Geräusch im Antriebsstrang gegeben, die Verzahnung vom Winkeltrieb ist weggebrochen. Da es nur noch fünf bis sechs Kurven bis zum Ziel waren, konnten wir mit 2WD-Antrieb fertigfahren - doch länger wäre das nicht gutgegangen.“ Das Malheur am Schluss kostete noch den elften Platz - aber auch Platz zwölf ist angesichts des überaus starken Feldes großartig. Wermutstropfen: „Wir haben es um 3,6 Sekunden verpasst, uns als bestes Nicht R5-Team zu platzieren, jetzt ist eben ein Evo IX R4 vor uns. Aber das ist egal - dieses Wochenende war einfach nur der Mega-Hammer.“

Ebenfalls im Einsatz war wieder der Skoda FABIA R5 - weil das bei dieser Veranstaltung der Ablauf zulässt, konnte die WM-erprobte Copilotin Ilka Minor bei dieser Rallye gleich mit zwei Piloten an den Start gehen: Einmal mit Ex-Weltmeister Andreas Aigner und einmal mit Lukas Dunner. Der Jungpilot sollte dabei möglichst viel lernen...

Leider keine Zielflagge sahen Markus Stockinger und Harald Bachmayer im schwächeren Mazda 323 GT-R, der einen Stein getroffen hatte und nur noch am Felgenstern fuhr. Schmollngruber: „Zwar ist es bei der Veranstaltung üblich, dass gestrandete Autos per LKW ins Servivce zurückgebracht werden und wir waren als Team bereit für die nötigen Reparaturarbeiten - doch dann stellte sich heraus, dass die Aufhängungen gröber beschädigt waren, sodass Markus leider abstellen musste.“ Auch Richard Knapp musste recht früh mit einem Pleuellagerschaden aufgeben.

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