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WRC Kroatien 2026: Katsuta erbt Sieg Thierry Neuville verspielte den Sieg in der abschließenden Powerstage
McKlein Photography/LAT Images

Neuville wirft Sieg weg - Keferböck gewinnt Masters Cup

In der letzten Wertungsprüfung wirft Thierry Neuville (Hyundai) den fast schon sicheren Sieg weg - Takamoto Katsuta feiert zweiten WRC-Sieg hintereinander. Keferböck/Minor holen sich mit dem WRC Masters Cup Sieg die Tabellenführung zurück.

Dramen in der Powerstage der Rallye Kroatien 2026! Thierry Neuville verlor den fast schon sicher geglaubten ersten Saisonsieg für Hyundai in der letzten Wertungsprüfung. Vor den abschließenden 14,56 Kilometern hatte der Ex-Weltmeister 1:15,4 Minuten Vorsprung auf Takamoto Katsuta (Toyota).

Aber Neuville machte schon zu Beginn der Wertungsprüfung einen Fehler in einer Rechtskurve. Er kam links zu weit nach außen und rutschte über die Böschung nach unten in einen kleinen Weg. Er musste umkehren, hatte sich dabei aber die Radaufhängung rechts vorne beschädigt.

Es herrschten fassungslose Gesichter in der Hyundai-Box. Neuville schleppte sich in langsamer Fahrt, aber bis dorthin kam der 37-Jährige gar nicht mehr. Per Funk wurde ihm mitgeteilt, dass er das Auto abstellen sollte. Nichts wurde es für Hyundai mit dem ersten Saisonsieg.

Somit kam Katsuta zu seinem zweiten WRC-Sieg hintereinander. Als er das Ziel der Powerstage erreicht hatte, wusste er noch gar nicht, welche Dramen sich um Neuville abspielten. Schließlich wurde dem Japaner mitgeteilt, was passiert war und dass er gewonnen hatte.

Toyota feierte auf den letzten Kilometern einen Doppelsieg. Platz zwei war auch das beste Ergebnis in der WRC-Karriere von Sami Pajari. Der Finne hätte die Rallye auch gewinnen können. Er führte die Gesamtwertung von der dritten bis zur 13. Prüfung an.

Aber da er in WP14 nach einem Reifenschaden das Rad wechseln musste, entglitt Pajari sein Premierensieg. "Es ist immer schön, auf dem Podium zu stehen", sagt der 24-Jährige. "Andererseits bin ich enttäuscht, weil wir hier hätten gewinnen können."

Als Dritter kehrte Hayden Paddon (Hyundai) auf das Podium zurück. Mehr Rally1-Autos waren am Ende im Spitzenfeld nicht mehr vertreten. Das Toyota-Duo Oliver Solberg und Elvyn Evans (Toyota) verlor schon am Freitagvormittag durch Unfälle jegliche Siegchance.

Dadurch änderte sich das Bild in der WM-Wertung. Katsuta führt nun mit 81 Punkten. Evans ist auf Platz zwei zurückgefallen und hat sieben Punkte Rückstand. "Ein hartes Wochenende für uns", sagt der Waliser. "Wir müssen versuchen, bei der nächsten Rallye stärker zurückzukommen."

Solberg ist nun WM-Dritter und liegt 13 Punkte zurück. "Ich habe am Freitag mit den harten Reifen einen Fehler gemacht", nimmt Solberg den Unfall in WP1 auf seine Kappe. Am Samstag und Sonntag stellte er noch insgesamt zehn Bestzeiten auf.

"Danach war unser Tempo gut und das Auto perfekt. Es tut mir wirklich leid für mein Team. Jetzt schaue ich nach vorne und nehme das Positive aus diesem Wochenende mit." Solberg nahm die fünf "Sonntagspunkte" für die WM-Wertung mit, gefolgt von Evans mit vier Punkten.

Der späte Ausfall von Neuville bedeutete, dass der Weltmeister von 2024 in Kroatien überhaupt keine WM-Punkte sammelte. In der Herstellerwertung hat Toyota nach vier Rallyes bereits 65 Punkte Vorsprung auf Hyundai.

Ab Platz vier folgte in Kroatien bereits das Rally2-Feld. Der Franzose Yohan Rossel sorgte für den ersten Sieg des neuen Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale und läutete ein neues WRC-Kapitel für die legendäre Rallye-Marke ein.

Johannes Keferböck und Ilka Minor konnten den angestrebten Sieg im WRC Masters Cup souverän erringen und damit die Führung in der Tabelle zurückerobern, in der WRC2 belegte das K4 Rally Team im Toyota GR Yaris Rally2 Platz 13, im Gesamtklassement belegte man Platz 24.

Der nächste Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft findet vom 23. bis 26. April auf den Kanarischen Inseln statt. Die Rallye Spanien wird ebenfalls auf Asphalt ausgetragen.

Motorsport-Total.com

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