RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Schneerosen-Rallye Gebetsberger, Reiterer, VW Golf GTI 16V, Schneerosen-Rallye, ARC 2015

RC Perg: Auftakt nach Maß

Mit sechs Teams und einer Co-Pilotin war der Rallye Club Perg rund um Raabs/Thaya abermals der am stärksten vertretene Club im Feld.

Fotos: Marco Mayrhofer

Auf dem fünften Gesamtplatz und als schnellstes 2WD-Team kamen die Rallye-Club-Perg-Co-Pilotin Ursula Mayrhofer und ihr "Chauffeur" Simon Wagner ins Ziel. Mit einer durchgehend fehlerfreien Leistung und von Anfang an hohem Speed konnten sie mit ihrem Peugeot 208 R2 von der ersten Sonderprüfung an vorne bei den bedeutend stärkeren Autos mitmischen. Für die erfahrene Co-Pilotin war hier vieles neu.

Neben dem für sie neuen Fahrer, bei dem sie für den verhinderten Stamm-Co-Piloten eingesprungen war, fuhr sie auch erstmals in einem zweiradgetriebenen Fahrzeug mit. Für den Fahrer findet sie nur lobende Worte. "Das Gespür, welches er alleine für die Reifen hat, ist unglaublich. Wir haben nur wenig Zeit gebraucht um uns aneinander zu gewöhnen, und das Ergebnis zeigt, glaube ich, deutlich, dass wir im Cockpit schnell gut zusammengearbeitet haben", freut sich Mayrhofer.

Gleich dahinter kam das Rigler Racing Team ins Ziel. Bei ihrem Debut auf dem Peugeot 207 S2000 dauerte es naturgemäß etwas, bis man sich an das Auto gewöhnte. Der Vormittag war noch eher zum Kennenlernen, jedoch schon mit gutem Speed. Unter anderem war ein Dreher, nach dem man nur mit Hilfe der Zuschauer wieder aus dem Graben kam, für einen Zeitverlust von etwa zwei Minuten verantwortlich. Auf den letzten drei Sonderprüfungen konnten Gerald Rigler und sein Co-Pilot Martin Roßgatterer jeweils die Bestzeit markieren, was die Ambitionen des Teams deutlich machte, mit dem neuen Auto im Spitzenfeld mitzukämpfen.

Gerade noch rechtzeitig konnten die Umbauarbeiten am VW Golf GTI 16V von Bernd Gebetsberger fertiggestellt werden. Mit wie immer beherzter Fahrweise und auch immer größer werdendem Vertrauen ins Fahrzeug sowie der Co-Pilotin Daniela Reiterer konnte Gebetsberger den großartigen 13. Gesamtplatz sowie den Sieg in seiner Klassenwertung einfahren. Bis auf einen Highspeed-Dreher, der mit einem Abflug in eine Wiese glimpflich verlief, kann Gebetsberger zufrieden auf eine reibungslose Rallye zurückblicken und freut sich schon auf seinen nächsten Einsatz bei der Rebenland-Rallye.

Die Liste der Ausfälle führt Franz Sonnleitner an, welcher ansonsten durchaus die Rallye anführen hätte können. Nach einer hervorragenden zweiten Gesamtzeit auf der ersten Sonderprüfung musste er seinen Mitsubishi Evo IX bereits auf der zweiten SP mit einem geplatzten Ladeluftschlauch abstellen. Nach der noch absolvierten zweiten Sonderprüfung war die Rallye auch für Alfred Glaser und seinen Co-Piloten Max Pötscher zu Ende. Die Ursache konnte noch nicht genau erörtert werden, jedenfalls lieferte der Motor des Lancia Delta Integrale plötzlich keine Leistung mehr.

Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert fanden nach anfänglichen Gripproblemen schnell zu ihrer gewohnten starken Performance und konnten, obwohl sie noch mit dem alten Motor (der neue wurde letztlich nicht ganz fertig) fahren mussten, erneut zeigen, dass man sie und ihr nicht mehr ganz junges Auto keinesfalls unterschätzen darf. Letztlich führte ein Konzentrationsfehler (Hinterreiter hatte eine wesentliche Information in der Ansage seines Co-Piloten nicht wahrgenommen) zu einem Ausritt in ein Feld, welcher zunächst harmlos erschien. Es stellte sich jedoch heraus, dass dabei die Lenkung gebrochen war, und an eine Weiterfahrt nicht zu denken war.

Auf der vorletzten Sonderprüfung mussten Karl Raab und Martin Fürntratt ihren BMW 2002tii abstellen, nachdem sie mit einigen sehr guten Sonderprüfungszeiten ihr Können unter Beweis stellen konnten. Infolge eines Ausrutschers, bei dem der BMW einen Erdwall touchierte, verbog sich ein Teil der Hinterachse, was zwar vorerst wieder ausgebogen werden konnte, jedoch das Radlager beschädigte, welches dann nach einigen Kilometern den Dienst verweigerte.

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Schneerosen-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.