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ARC: Blaufränkischland-Rallye

Race Rent Austria ist beim ARC-Auftakt voraus und mittendrin

Zwei Race Rent Austria Teams werden die Fans schon im Vorausfeld erfreuen. Vor allem Christian Kornherr, der auch nach dem Vorjahressieg bei der Mossandl-Rallye dem Driftwinkel treu bleibt. Stefan Müller pilotiert erstmals den RRA Fiesta Proto.

Gleich zwei Race Rent Austria-Teams werden am kommenden Wochenende, bei der Premiere der Blaufränkischland-Rallye, als Vorausauto teilnehmen. Das hat ganz profane Gründe, wie Teamchef Wolfgang Schmollngruber erläutert: „Kornherr geht es um den reinen Fahrspaß und als Vorausauto muss er keinen Restriktor verwenden, hat also mehr Leistung zur Verfügung. Wögerer hat recht kurzfristig auf Vorausauto gewechselt, hat einen komplett neuen Beifahrer und es wurde eine neue Schalteinheit installiert, an die er sich ohne Druck gewöhnen möchte.“

Wögerer/Edenstöckl: „Für dich wäre Rallye gut“

„Bewegungsfahrt“ nennt es Christoph Wögerer - es geht um seinen Einsatz als Vorausauto. Denn Stammbeifahrer Simon Schmidinger musste aus beruflichen Gründen kurzfristig absagen: „Simon musste für zwei Wochen beruflich wegfliegen.“

So kam es zu einem ohnehin angedachten Einsatz von Günther Edenstöckl - ihn kennt Wögerer von seinen Rundstreckeneinsätzen: „Er fuhr im Vorjahr im Suzuki Motorsport Cup. Und irgendwann sagte ich zu ihm: ‚Für dich wäre Rallye gut!‘.“

Ein kurzer, prägnanter Satz, der nun also ein neues Gesicht in den Rallyesport bringt. Zugleich passt der Einsatz gut zu einer neuen Herangehensweise: „Eigentlich möchte ich nur noch für mich neue Rallyes fahren - denn wenn du eine Rallye immer wieder fährst, kennst du viele Passagen schon. Ich möchte back to the roots, neuen Schrieb erstellen, die Sinne schärfen, richtig rallyefahren.“

Die Blaufränkischland-Rallye ist für alle neu.Wögerer nickt: „So gesehen wäre ein Einsatz im Feld interessant gewesen, weil man da gut sieht, wo man steht.“ Jetzt geht es darum, dem Rundstreckenpiloten Günther Edenstöckl den Rallyesport näher zu bringen: „Er hat noch nie eine Sonderprüfung gesehen und kennt den Ablauf einer Rallye nicht. Es wird vieles neu für ihn sein - man sitzt nicht mehr alleine im Auto, es wird sogar im Auto geredet. Und der Beifahrerjob besteht ja nur zu einem Viertel aus dem Schriebvorlesen. Es geht um Organisation, Management und darum, den Ablauf zu kennen. Wir haben schon ein Bisschen Schrieb geübt und ich denke, es wird ihm gefallen.“

Für die Fahrt als Vorausauto spricht auch der Einsatz einer neuen Schalteinheit, die jedoch Gewohntes beinhaltet: „Es ist weiterhin eine H-Schaltung. - nur eben hat der Serienganghebel einen gewissen Totgang, jetzt wird es direkter.“ Neben der neuen Schalteinheit kann sich Wögerer auch darüber freuen, dass er dank der Prüfstandarbeit von Race Rent Austria leistungsoptimiert in seine neue Saison starten kann...

Kornherr/Steinbauer: Dem Drift treu bleiben...

Im Vorjahr durfte Christian Kornherr seinen ersten SIeg bei einer Rallye feiern - gemeinsam mit Copilot Roman Steinbauer gewann er am Ende des Jahres mit Race Rent Austria die deutsche Mossandl-Rallye. Die Konsequenz war ein größerer Bekanntheitsgrad - wer nun aber glaubt, dass Christian Kornherr „Blut geleckt“ hat, der hat die Rechnung ohne den „Vampir „gemacht. Denn für Christian Kornherr gibt es neben dem Speed auch noch etwas Anderes, was man bei einer Rallye anstreben kann „Man kann versuchen, so schnell wie möglich zu fahren - das ist die eine, von den meisten angewandte Herangehensweise. Aber man kann auch das Ziel verfolgen, die schönsten Drifts aufs Parkett zu legen - und das ist für mich, bei allem Respekt,einfach schöner.“

Mit Roman Steinbauer hat er einen Co an seinerSeite, der diese Herangehensweise auch in vollem Umfang versteht und mitträgt: „Roman kommt wie ich aus der Drift Challenge, er weiß also, was ein gepflegter Driftwinkel ist.“ So wird auch der Aufschrieb angepasst: „Wenn ich einen guten Drift hinlegen will, dann muss ich die Kurve von vorne bis hinten, also auch den Kurvenausgang kennen. Wir notieren uns natürlich jene Kurven, die für Drifts geeignet sind.“

Der Einsatz als Vorausauto gefällt Kornherr - denn so kommen maximal viele Fans in den Genuss seiner Darbietungen: „Es ist einfach ein großartiges Gefühl im Auto, wenn sich die Fans freuen, wenn du daherkommst...“

Wichtiges Detail am Rande: „Als Vorausauto müssen wir keinen Restriktor verwenden. So kann ich auf die vollen 430 PS zugreifen und habe so nicht nur 100 PS mehr zur Verfügung sondern auch ein breiteres Drehzahlband. Das ist für gute Drifts enorm wichtig.“

Leitner/Leitner-Denk: Drehmomentoptimiert

Wie gut, dass Race Rent Austria am Motorenprüfstand nach Optimierungen suchte und auch welche fand - Rudolf Leitner freut sich „Wir haben jetzt ein paar PS mehr und vor allem sehr viel mehr Drehmoment. Und darauf kommt es an.“
Konkret kann der Mitsubishi Lancer Evo V nun 312 PS und ein Drehmoment von 654 Nm. vorweisen. RRA-Teamchef Wolfgang Schmollngruber sagt dazu: „Mehr geht nicht, ohne dass man auf kurze Lebensdauer wechselt. Im Gegensatz zur Jännerrallye haben wir jetzt 18 PS und 90 Nm mehr.“

Rudolf Leitner fährt wieder mit seiner Tochter Laura.

Müller/Gallistl: Premiere im RRA-Proto

Eigentlich wäre auch Stefan Müller gerne als Vorausauto gefahren - denn er ist seit dem letzten Herbst keine Rallye mehr gefahren und er wagt den Wechsel in den Fiesta Proto des Hauses.

Ein paar „Gehversuche“ hat Müller bereits hinter sich: „Ich konnte auf dem Wachauring einige Runden drehen. Allerdings ohne sequentiellem Getriebe. Prinzipiell war das Auto vom Fahrverhalten her sehr cool zu fahren - der Proto fühlt sich leichtgängiger an.“

Der EInsatz bei der Blaufränkischland-Rallye dient Stefan Müller, um „nach der langen Pause wieder rein zu kommen“, denn auch heuer steht für Müller die ORM auf dem Programm. An seiner Seite ist diesmal Michael Gallistl - ihn kennt er von seiner zweiten Rallye: „Zuerst hat mir Harald Bachmayer quasi den Grundstoff beigebracht, den Michael dann optimiert hat. Daher freue ich mich schon auf unseren weiteren gemeinsamen Einsatz.“

Vom Wetter fürchtet Müller nichts - außer Kapriolen: „Ich habe nie etwas gegen Feuchtigkeit - wenn es ein Bisschen rutschig ist, stört mich das nicht. Aber wenn es Wetterkrpriolen gibt und du landest mit Slicks im Regen - das muss ich wirklich nicht haben...“

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