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ERC: Azoren-Rallye

Craig Breen wählt Startposition zwölf

Craig Breen kam mit dem neuen R5-Peugeot als einziger unter die Zwei Minuten-„Schallmauer“ - er setzt auf die zwölfte und letzte Startposition.

Michael Noir Trawniczek

Auf einer 3,22 Kilometer langen Schottersonderprüfung wurde das Qualifying für die an diesem Wochenende stattfindende Azoren-Rallye abgehalten, die als fünfter Lauf zur Rallye-Europameisterschaft (ERC) gefahren wird.

Im Gegensatz zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) bleibt die ERC dem Qualifying bei Schotter-Rallyes treu: Der schnellste Pilot darf als erster Fahrer seine Startposition für die erste Etappe auswählen.

Craig Breen, der hinter dem nicht auf den Azoren startenden Skoda-Werkspiloten Esapekka Lappi den zweiten Platz in der ERC-Tabelle belegt, konnte mit seinem heuer erstmals eingesetzten Peugeot 208 T16 R5 als einziger eine Zeit unter zwei Minuten markieren und hat somit bei den Startpositionen die erste Wahl. „Wir waren um 3,5 Sekunden schneller als noch im freien Training – das ist gut, auch wenn die Strecke schneller wurde“, gab sich der Ire zufrieden.

Auf Platz zwei landete mit Ricardo Moura einer der vielen portugiesischen Lokalmatadore – Moura gibt auf den Azoren sein Debüt auf einem Ford Fiesta R5 – in der ERC offenbar das einzige Modell, das es mit dem neuen Peugeot aufnehmen kann. Mit Kajetan Kajetanowicz landete ein weiterer Fiesta R5-Pilot auf Platz drei.

Kevin Abbring belegte im zweiten Peugeot 208 T16 R5 der Peugeot Rally Academy mit zwei Sekunden Rückstand den vierten Platz, der Holländer betonte: „Wir fahren hier mit diesem Auto zum ersten Mal auf Schotter.“

Ein dramatisches Comeback erlebte ein weiterer Lokalmatador: Bernardo Sousa musste sich mit einem elektrischen Problem an seinem Ford Fiesta RRC herumschlagen, konnte immerhin die Testsonderprüfung beenden – dann jedoch, auf der Verbindung in Richtung Ponta Delgada, streikte der Wagen erneut. Sousa und sein Copilot Hugo Magalhaes mussten den Boliden rund einen Kilometer weit schieben – weil sie letztendlich beschlossen, den Wagen vorerst nicht in den Parc ferme zu stellen, um ihn von den Mechanikern reparieren zu lassen, erwartet der frühere portugiesische Staatsmeister eine hohe Zeitstrafe, noch vor der ersten echten Wertungsprüfung also…

Aufregung gab es auch im Skoda Fabia S2000 von Jaroslav Orsak, der mit dem Heck gegen eine Mauer krachte und somit über Platz neun nicht hinauskam. Unzufrieden war auch Robert Consani, der im alten Peugeot 207 S2000 hinter seinem Markenkollegen Bruno Magalhaes Platz sieben belegte: „Es war so rutschig, ich habe einen Abzweig überschossen.“

Breen wählt Position zwölf

"Wenn es trocken bleibt, dann wird die Strecke mit jedem Team ein bisschen besser", begründet Craig Breen die Wahl der wölften und letzten Startposition der zwölf Prioritätsfahrer. Wenn es jedoch regnen würde, sei es ohnehin schwierig...

Am Donnerstagabend wird die erste Etappe um 16.49 Uhr Ortszeit (18.49 Uhr MESZ) mit der rund zwölf Kilometer langen SP 1 „Vila Franca“ eröffnet, es folgen zwei weitere Sonderprüfungen.


Qualifying Stage
 1. Breen          Peugeot R5    1:59.854
 2. Moura          Ford R5        + 1.239
 3. Kajetanowicz   Ford R5        + 1.504
 4. Abbring        Peugeot R5     + 2.031
 5. Gryazin        Ford S2000     + 3.922
 6. Magalhaes      Peugeot S2000  + 4.053
 7. Consani        Peugeot S2000  + 4.994
 8. Sousa          Ford RRC       + 6.565
 9. Orsak          Skoda S2000    + 7.033
10. Raoux          Peugeot S2000  + 7.583       

Startreihenfolge Etappe 1
 1 Sousa
 2 Tlustak
 3 Costenaro
 4 Raoux
 5 Orsak
 6 Consani
 7 Magalhaes
 8 Gryazin
 9 Abbring
10 Kajetanowicz
11 Moura
12 Breen

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