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IRC: Portugal

Illustres S2000-Starterfeld: Peugeot, Fiat, Skoda und auch VW

Die IRC-Elite ist auf den Azoren vollzählig vertreten – mit dabei ist auch wieder Franz Wittmann jun., der gegen zwölf S2000-Bolidern ankämpfen muss.

Michael Noir Trawniczek

Tabellen-Leader Freddy Loix
Tabellen-Leader Freddy Loix

Am kommenden Wochenende steigt auf den Azoren die vierte Runde zur Intercontinental Rally Challenge (IRC). Nach dem fulminanten Auftakt in Monte Carlo folgten zwei Übersee-Rallyes, die von den Stammpiloten der Serie nicht allzu stark frequentiert wurden. In Brasilien, wo man gemeinsam mit der WTCC eine Doppelveranstaltung wagte, siegte der Brite Kris Meeke. Bei der Safari-Rallye waren lediglich Afrikaner am Start – die Rallye hat mit der früheren Kult-Rallye nur noch wenig gemein – mit seinen zehn Punkten konnte sich Carl Tundo auf Platz 4 der IRC-Tabelle katapultieren.

In Führung liegt Peugeot-Pilot Freddy Loix mit 13 Punkten, dahinter belegen Monte-Sieger Sébastien Ogier (in Portugal nicht am Start), Fiat-Pilot Giandomenico Basso, Tundo und Meeke mit jeweils zehn Punkten Rang zwei.

Elite wieder am Start

Bei der Schotterrallye auf den Azoren wird die IRC-Elite wieder am Start sein, denn es gilt Punkte zu sammeln - auch wenn für die Meisterschaft nur die besten sieben Ergebnisse herangezogen werden. Auf einem Peugeot 207 Super 2000 setzen Bruno Magalhaes, Freddy Loix, Nicolas Vouilloz und auf den Azoren auch der aus der WRC bekannte Südafrikaner Conrad Rautenbach, der zum ersten Mal einen S2000-Boliden pilotieren wird.

Mit einem Fiat Abarth Grande Punto Super 2000 fahren Giandomenico Basso, Anton Alen und auch Bernardo Sousa. Zudem wird auch das Skoda-Werksteam wieder mit den beiden grün-weißen Skoda Fabia Super 2000-Boliden antreten, am Steuer sitzen wieder Jan Kopecky und Juho Hänninen. Außerdem debütiert auch der VW Polo Super 2000 – mit dem Franzosen Julien Maurin am Steuer.

Gerüchte, wonach Andreas Waldherr auf den Azoren einen zweiten Polo pilotieren wird, hat der ÖM-Pilot bereits via motorline.cc-Interview entgegnet. Im Vordergrund würde die ÖM stehen, vielleicht wird es später ein IRC-Gaststpiel geben. Kein Paket konnte auch PWRC-Weltmeister Andreas Aigner für die IRC-Rallye in Portugal schnüren.

Franz Wittmann jun.
Franz Wittmann jun.

Wittmann: „Lernen steht im Vordergrund“

Mit dabei ist jedoch wieder Franz Wittmann junior – der wie schon in Monte Carlo auf einen herkömmlichen Mitsubishi Lancer Evo IX setzt. Beim Saisonauftakt konnte Wittmann für hochgezogene Augenbrauen sorgen, als er mit dem Evo IX inmitten der Super 2000-Phalanx fahren konnte, auch wenn er letztlich keine Zielflagge sah. Der Stohl Racing-Pilot hofft, dieses Kunststück auf den Azoren wiederholen zu können.

Wittmann erklärt: „Es ist schon ein wenig exotisch. die Azoren waren mir bislang nur vom Wetter, dem Azorenhoch, bekannt. Aber ich bin überzeugt, dass es eine überaus attraktive und spektakuläre Rallye werden will. Zum Glück ist es eine reine Schotter-Rallye. Da ist es für mich sicher leichter hineinzufinden. Und natürlich kann ich auf diesem Untergrund mit viel Herz den Leistungsnachteil gegenüber der S2000-Boliden wettmachen.“

Diesmal muss Wittmann gegen zwölf Super 2000-Piloten antreten: „Natürlich steht nach wie vor das Lernen der Strecken und das herantasten an die Spitze im Vordergrund. Aber wenn wir die Chance auf eine Spitzenplatzierung sehen, werden wir sie nutzen. Wir sind top motiviert. In Monte waren gleich 17 S2000 am Start und wir waren bis zu unserem Ausfall auf Platz neun. Jetzt hoffen wir auf eine problemlose Besichtigung. Dann können wir mit Sicherheit schon ein wenig mehr sagen.“

Eine Woche vor der Rallye wurde im Waldviertel ein erfolgreicher Test absolviert: „Dieser Test war für uns sehr wichtig, damit wir wieder in den Rhythmus kommen. Die Strecke im Waldviertel ist den Prüfungen auf den Azoren nicht unähnlich. Wir konnten diesen Test auch dafür nutzen, um den Mitsubishi Lancer Evo IX auf Schotter abzustimmen.“

Fixiert wurden auch die weiteren Läufe, die Wittmann heuer in der IRC bestreiten wird: Neben dem bereits absolvierten Auftakt in Monte Carlo und der Rally Acores (Portugal) sind dies die Ypres Rally (Belgien), die Barum Rally (Tschechien), die Rally Asturias (Spanien), die Rally Sanremo (Italien) das Saisonfinale in Schottland und nun noch die Rally Russia.

18 Sonderprüfungen

Gestartet wird die Azoren-Rallye am Donnerstagabend um 17.30 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ) in Ponta Delgada, um 18.20 Uhr Ortszeit (20.20 Uhr MESZ) wird eine 1,7 km lange Supersepcial-Prüfung absolviert. Richtig los geht es am Freitagmorgen ab 10.12 Uhr Ortszeit (12.20 Uhr MESZ) – auf der ersten Etappe werden neun kurze Prüfungen zu insgesamt 112,61 Wertungskilometer absolviert. Am Samstag werden ebenfalls neun Prüfungen absolviert, die längste beträgt die Länge von 21,94 Kilometern. Gesamt werden 795 Kilometer zurückgelegt, davon 229,86 Wertungskilometer. Die Siegerehrung findet am Samstagabend um 20.05 Uhr Ortszeit (22.05 Uhr MESZ) statt.



IRC-Tabelle Fahrer

 1. LOIX Freddy          13 Punkte
 2. OGIER Sébastien      10 Punkte
 =. BASSO Giandomenico   10 Punkte
 =. TUNDO Carl           10 Punkte
 =. MEEKE Kris           10 Punkte
 6. VOUILLOZ Nicolas      8 Punkte
 =. CAVENAGH Alistair     8 Punkte
 8. ROSE Lee              6 Punkte
 =. SARRAZIN Stephane     6 Punkte
10. KOPECKY Jan           5 Punkte


IRC-Tabelle Marken

1. Peugeot               36 Punkte
2. Mitsubishi            26 Punkte
3. Fiat Abarth           14 Punkte
4. Skoda                  5 Punkte
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