RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Bis zu 16 WM-Rallyes? Teams skeptisch

Eine Vergrößerung des WM-Kalenders wird von den Teams mit Skepsis gesehen, vor allem der finanzielle Aspekt wird kritisch bewertet.

Seit einigen Jahren besteht der Kalender der Rallye-WM aus 13 Veranstaltungen, Änderungen gab es vor allem im Detail: So fielen zum Beispiel Jordanien, Neuseeland sowie die Akropolis-Rallye in Griechenland weg. Polen erhielt einen WM-Lauf, Monte Carlo kehrte nach kurzer Auszeit zurück. Der französische WM-Lauf wechselte von Korsika ins Elsass und wieder zurück, ebenso sein Termin vom Herbst in den Frühling. Insgesamt gab es in den vergangenen Jahren aber nur wenige Veränderungen.

Dem Vernehmen nach befindet sich die WRC Promoter GmbH nun aber in Gesprächen mit verschiedenen Veranstaltern, um neue Rallyes in den WM-Kalender aufzunehmen. Die Türkei und Kroatien könnten in absehbarer Zeit hinzukommen, auch das Interesse an Rallyes in China oder Japan ist weiterhin vorhanden. Der Kalender könnte mittelfristig auf 16 WM-Rallyes anwachsen. Schon zwischen 2004 und 2007 gab es so viele Läufe, ehe der Kalender vor allem aus ökonomischen Gründen schrumpfte.

Die involvierten Hersteller sind mit der aktuellen Anzahl auch zufrieden, eine Erweiterung des Kalenders wird kritisch gesehen. "Ausschließlich wegen unserer finanziellen Situation. Eine Erhöhung würde uns überhaupt nicht passen", hielt etwa M-Sport-Boss Malcolm Wilson bei Autosport fest. Vor allem für Privatiers wären mehrere teure Überseereisen kaum zu stemmen; schon in Australien sind hauptsächlich Herstellerautos dabei.

Den finanziellen Aspekt führt auch Hyundai als Knackpunkt ins Feld. "Es hat funktioniert, aber das war vor zehn Jahren, als die Teams viel mehr Geld hatten als es jetzt der Fall ist", so Teammanager Alain Penasse bei Autosport. Theoretisch brächten mehr Rallyes mehr PR und mehr Einnahmen, weshalb Penasse glaubt, dass auch kleinere Märkte wie Neuseeland viel bringen können, wenn man die Rallye richtig bewirbt.

"Es kommt dann nicht auf die Größe des Marktes an. Wir wissen, dass Neuseeland eine Rallye auf WM-Niveau durchführen kann. Okay, es ist ein kleiner Markt, aber das macht nichts, denn die Fahrer lieben die Straßen und die Szenerie sorgt für tolle Fernsehbilder", so Penasse. Er rechnet damit, dass im nächsten Jahr maximal Neuseeland hinzukommt, der Kalender also auf vorest 14 Läufe anwächst.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

EHRC Gravel, Lahti: Bericht Schindelegger

Schindeleggers mit Top-Platzierung in EHRC

Das Rallyeteam Schindelegger spielt seine bisherigen Finnland Erfahrung komplett aus und sichert sich trotz starker Konkurrenz viele Punkte für die Meisterschaftswertung.

EHRC Gravel, East Sweden: Bericht Rosenberger

Rosenberger: Nur Latvala war schneller...

In Schweden holen Kris Rosenberger/Nicola Junschke-Bleicher ein wichtiges Podium. Mit starkem zweiten Platz erobert das Duo viele Punkte für die EHRC Gravel Wertung. Wie schon in Griechenland muss man sich nur Jari-Matti Latvala geschlagen geben

Die mehrfachen Historic-Europameister Karl Wagner und Gerda Zauner kamen bereits als neue TEC7 HRM-Staatsmeister nach Krumbach und feierten ihren Titel mit einem überlegenen Sieg bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye. Das Ehepaar Gaubinger fuhr zum Vizemeistertitel.

Ursula Gassner im Staatsmeister-Interview

Ursula Gassner: "Es tut sich was...“

Ursula Gassner spricht im großen Staatsmeister-Interview über ihren ersten Titel, an der Seite von Hermann Neubauer. Über ihre Karriere. Und wie es um die Meisterschaft steht…

ORM/ARC, OBM Rallye: Fotos Freitag

Die besten Bilder vom Freitag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder vom ersten Tag der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye.

ORM, OBM Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Fix ist nur, dass noch nix fix ist

Nach dem ersten Tag der OBM Land der 1000 Hügel Rallye ist der Titelkampf noch immer völlig offen / Simon Wagner führt, Favorit Hermann Neubauer folgt ihm nach und Michael Lengauer wirft eine 10-Sekunden-Strafe leicht zurück