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Rallye-WM: News

Bald nur noch Sprintrallyes in Europa?

Die Verantwortlichen der Rallye-WM wollen das Championat globaler aufstellen und dafür die Veranstaltungen in Europa weiter kürzen.

Die Rallyeweltmeisterschaft will sich in Zukunft globaler präsentieren; dafür will man den Schritt hin zu neuen Austragungsorte wagen. Nach Informationen von Autosport stehen derzeit 13 Interessenten auf einer Warteliste. Für die kommende Saison werden jedoch nur China gute Chancen auf einen WM-Lauf eingeräumt; die ursprünglich bereits für dieses Jahr angesetzte Veranstaltung in China musste wie berichtet abgesagt werden, im kommenden Jahr soll es einen neuen Versuch geben.

Die Verantwortlichen der Meisterschaft wollen die Belastungen für die Teams im Rahmen halten und die logistische Herausforderung nicht noch größer werden lassen. Daher gilt als sicher, dass es auch in Zukunft pro Jahr nicht mehr als 14 Veranstaltungen geben wird. Neben China haben allerdings unter anderem Australien, Japan, Mayasia, Neuseeland und Südkorea großes Interesse an neuen bzw. erneuten Wertungsläufen angemeldet. Wie sollen diese Länder ihren Platz im bereits gut gefüllten Kalender finden?

"Wir haben damit begonnen, uns mal anzuschauen, ob wir die europäischen Veranstaltungen nicht anders gestalten können", wird FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen von Autosport zitiert. "Anstatt die Rallyes über 350 Kilometer gehen zu lassen, könnten wir auch nur 250 Kilometer fahren und die jeweilige Veranstaltung damit auf eineinhalb Tage verkürzen. Auf diesem Weg könnten wir mehr Rallyes im Kalender unterbringen. Wir wollen noch globaler werden", denkt der Finne laut über eine weitere Verkürzung mancher WM-Läufe nach.

Die Serienverantwortlichen versprechen, mit Augenmaß vorgehen zu wollen. Keine traditionsreichen Rallyes in Europa sollen verloren gehen, vielmehr eine bessere Verteilung der Veranstaltungen über den Erdball bewerkstelligt werden. "Wir können einfach nicht so viele Rallyes im asiatisch-pazifischen Raum haben", sagt Mahonen. Die Interessen der dortigen Länder könnten nur dann befriedigt werden, wenn gewisse Schauplätze rotierend in den WM-Kalender aufgenommen würden. "Aber das geht nicht im jährlichen Wechsel; damit wäre niemand glücklich. Wir müssen uns das genauer anschauen", so der FIA-Mann.

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