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WRC, Safari: Fahrer-Protest Der Streit zwischen FIA und WRC-Fahrern schwelt weiter (Symbolbild)
Red Bull Content Pool

WRC-Fahrer setzen Protest gegen FIA-Sanktionen bei der Safari-Rallye fort

Trotz der angekündigten Dialogbereitschaft der FIA setzen die WRC-Fahrer bei der Safari-Rallye ihren Schweige-Protest gegen den aktuellen Strafenkatalog fort

Die Fahrer der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) haben ihre Protesthaltung gegenüber den Sanktionen des Automobil-Weltverbands FIA wegen "unangemessener Sprache" fortgesetzt. Auch zum Auftakt der Safari-Rallye in Kenia äußerten sich die Piloten an den Wertungsprüfungen nur eingeschränkt oder gar nicht.

Auslöser des Protests war eine Geldstrafe von 10.000 Euro gegen Adrien Fourmaux nach der Rallye Schweden. Er hatte sich in einem TV-Interview am Prüfungsende in einer emotionalen Situation unflätig geäußert.

Daraufhin entschieden sich die Fahrer, ihre Interviews auf das Minimum zu reduzieren oder nur in ihrer Muttersprache zu antworten. Auch die Ankündigung der FIA, nach der Safari-Rallye das Gespräch mit den Fahrern zu suchen, änderte nichts an dieser Haltung.

Elfyn Evans, aktuell Führender der Gesamtwertung, erklärte, dass die Fahrer an einer Lösung interessiert seien, die für alle Parteien akzeptabel sei: "Wir alle stimmen darin überein, dass wir nicht viel reden werden, bis wir einen klaren Weg nach vorne haben. Es geht darum, einen Dialog zu führen und eine Lösung zu finden."

Auch sein Toyota-Teamkollege Kalle Rovanperä forderte eine gemeinsame Lösung: "Wir müssen einen guten Kompromiss finden. Wir Fahrer meinen es nie böse, es ist einfach eine emotionsgeladene Sportart."

Hyundai-Pilot Ott Tänak zeigte sich zuversichtlich, dass eine Einigung erzielt werden kann: "Das aktuelle Strafsystem ist keine Lösung. Die Emotionen kochen nach einer Prüfung extrem hoch, und dann wird uns sofort ein Mikrofon vor den Mund gehalten. Manchmal braucht es einen Moment, um sich zu beruhigen."

Acht acht von 21 Wertungsprüfungen führt Tänak die Safari-Rallye deutlich an. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Evans beträgt bereits 46,1 Sekunden. Rang drei belegt mit einem Rückstand von 1:02,6 Minuten Rovanperä.

Motorsport-Total.com

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