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ÖRM: Niederösterreich-Rallye

Handler und Leitner weiter im Plansoll

Für Alois Handler ist in der 2WD-Meisterschaft 2019 ebenso noch alles offen wie für Alfred Leitner in der ARC sowie im Rallyepokal.

Fotos: Harald Illmer

Die beim vorletzten Rallye-ÖM-Lauf der Saison extrem stark besetzte 2WD-Klasse wurde vollends in die taktischen Überlegungen von Alois Handler eingebaut. Klar war, dass der Meisterschaftsführende Enrico Windisch im bärenstarken Suzuki Swift S1600 kaum zu halten sein würde – aber auch, dass es einige weitere Konkurrenten gibt, auf die man in doppelter Hinsicht sein Augenmerk richten müsse. Wer vor Windisch ins Ziel kommt, hilft Handler dabei, die Entscheidung bis zum Saisonfinale im Waldviertel zu vertagen; wer zwischen Windisch und Handler ins Ziel kommt, hilft nicht.

Handler: "Wir sind eine problemlose Rallye gefahren, die Verhältnisse waren durch den Regen nicht unbedingt leichter. Wir haben unser Plansoll erfüllt, gute Punkte eingefahren und bereits am Sonntag nach der Rallye das Auto zu zerlegen begonnen, um es auf Schotter umzubauen und optimal für die 'Waldviertel-Rallye' vorzubereiten." Abgesehen von Rechenspielen steht eines fest: Handler ist unter den 2WD-Piloten sicherlich einer der besten Schotterfahrer und wird im Waldviertel nichts unversucht lassen, um Windisch bis zum letzten Meter zu fordern.

Auch Alfred Leitner war in jeder Hinsicht auf eine Zielankunft und sichere Punkte sowohl für ARC als auch ORC programmiert. "Der Regen war nicht optimal für unsere alten Regenreifen", resümierte er nach der Veranstaltung; trotzdem schlug er sich mit Co-Pilotin Jenny Hofstädter beachtlich. Nicht nur für Leitner sind Punkte im Hinblick auf die ARC- und ORC-Wertungen wichtig, auch Hofstädter hat sowohl in der JARC als auch in der JARC-Beifahrerwertung berechtigte Chancen auf eine Topplatzierung.

Nebst den Wetterkapriolen gab es noch weitere Umstände, die dem Rhythmus von Leitner nicht unbedingt förderlich waren. Man kam als zweites Team zu einem schweren Unfall und half bei der Erstversorgung. Glücklicherweise waren die angesichts des Zustands des Unfallwagens schlimmsten Befürchtungen umsonst, Fahrer und Beifahrer kamen mit relativ leichten Verletzungen davon.

Auf einer Schotterpassage ereilte das Duo Leitner/Hofstädter dann ein Reifenschaden. Der Versuch, mit dem Defekt ins Ziel der Sonderprüfung zu fahren, scheiterte an der Bereitschaft des arg malträtierten Pneus – und so musste doch auf der Sonderprüfung gewechselt werden. Nachdem man wieder angeschnallt und der erste Gang schon eingelegt war, bemerkte Leitner, dass er die 'Intercom' nicht angesteckt hatte. Laut Aussage der Beifahrerin wurde die restliche Sonderprüfung zu ihrer ganz eigenen "Pantomimeneshow".

Während es nun für Teamchef Alois Handler im Waldviertel zum einmaligen Showdown kommt, kann Leitner mit deren gleich zwei aufwarten. Für eine Topplatzierung in der ARC und auch für die Teamwertung des MCL 68 geht es zum ersten Showdown zur Herbstrallye nach Dobersberg und in Sachen ORC dann im November zur "Rallye W4".

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