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ORM: Lavanttal-Rallye

Neue Brisanz im Kampf um Platz zwei

Nach SP8 ist das Spitzenfeld knapp zusammengerückt. Neubauer führt weiter, Mayr-Melnhof wird von den Wagner-Brothers unter Druck gesetzt.

Fotos: Harald Illmer

Acht von insgesamt 12 Sonderprüfungen sind bei der 43. Lavantttal in Wolfsberg absolviert. Vier davon standen schon gestern auf dem Programm, vier wurden heute Vormittag in Angriff genommen. Während sich die Teams momentan in der Mittagspause befinden, haben sie auch Zeit, den heutigen Tag Revue passieren zu lassen. Denn getan hat sich zwar von den Platzierungen her nicht viel, jedoch verspricht der Nachmittag trotzdem sehr spannend zu werden, weil das Feld vor allem an der Spitze sehr eng zusammengerückt ist. Verantwortlich dafür zeichnete ein Reifenschaden von Niki Mayr-Melnhof auf SP 7, den Hermann Neubauer einerseits dazu nützte, seinen hartnäckigsten Gegner um den Sieg abzuschütteln, der aber andererseits die nachfolgenden Piloten Julian und Simon Wagner wieder in eine günstige Ausgangsposition im Kampf um Platz zwei brachte. Kurzfristig hatte Julian Wagner diesen nach Mayr-Melnhofs Malheur sogar schon erobert. Doch mit einer Bestzeit auf SP 8 schlug der regierende Staatsmeister zurück und holte sich den Platz hinter Leader Neubauer wieder zurück. Momentan trennen Mayr-Melnhof und Julian Wagner lediglich neun Zehntelsekunden, und dahinter lauert mit weiteren 38 Sekunden Rückstand auch Simon Wagner noch auf seine Podestchance. Und wer nun den gestrigen Vierten Günther Knobloch vermisst, der tut das zu Recht. Dieser ist nämlich auf SP 7 ausgeschieden.

Stimmen der Toppilloten:

Hermann Neubauer (Ford Fiesta R5): „W9r hatten einen problemlosen Vormittag. Lediglich auf der SP 8 hatten wir mit den Reifen Schwierigkeiten. Wegen des vielen Nebels, der auf dem Prebl war, haben wir zusätzlich auch noch Tempo herausgenommen. Ich gehe kein Risiko mehr ein.“

Niki Mayr-Melnhof (Ford Fiesta R5): „Zehn Kilometer vor dem Ziel der SP 7 habe ich einen Reifenschaden aufgerissen. Ich konnte nur langsam ins Ziel fahren. Dort haben wir den Reifen getauscht und sind dann gleich auf der nächsten Prüfung Bestzeit gefahren. Der Nachmittag wird sicher hart, aber ich wer genauso hart weiterkämpfen, um den momentanen zweiten Platz zu verteidigen “

Julian Wagner (Skoda Fabia R5): „Heute ist es im Gegensatz zu gestern nicht mehr so nass. Je trockener es wird, desto besser komme ich ins Rennen.“

Simon Wagner (Skoda Fabia R5): „Jetzt macht das Rallyefahren hier richtig Spaß. Unsere Reifenwahl war bisher zu vorsichtig. Jetzt haben wir aber eine andere Mischung gewählt. Von den Zeiten her sehen Julian und ich, dass wir nun mit der österreichischen Spitze mithalten können.“

Johannes Keferböck (Skoda Fabia R5): „Wir hatten seit Beginn der Rallye kontinuierlich mit Leistungsabfall zu kämpfen, jetzt könnten wir das Problem aber gefunden haben. Ich denke, dass es am Nachmittag deutlich besser gehen wird.“

Günther Knobloch (Skoda Fabia R5): „Wir haben leider seitlich einen Baum erwischt. Das Auto ist nicht mehr fahrfähig.“

Kristof Klausz (Ungarn/Skoda Fabia R5): „Ich habe gesehen, dass Günther Knoblochs Auto beschädigt war und bin stehen geblieben. Aber nach dem OK von Knobi bin ich weitergefahren. Ich hoffe, dass ich deswegen eine Zeitgutschrift von der Rallyeleitung bekomme.“

In der 2WD-Staatsmeisterschaft führt nach wie vor der nicht punkteberechtigte Deutsche Hermann Gassner jun. (Toyota GT86) das Feld an. Aus österreichischer Sicht hat der Steirer Enrico Windisch im Citroen C2 R2 seinen ersten Platz jedoch an den Ungarn Antal Kanyik (Peugeot 208 R2) verloren.

Ausgeschieden ist in der Historischen Rallye Staatsmeisterschaft der Wiener Europameister Karl Wagner. Er musst seinen Porsche 911 nach SP 6 mit einem Getriebeschaden abstellen.

Von den Kärntner Local Heroes sind Michael und Marco Hübler ebenso nicht mehr dabei wie Andreas Mörtl und Gerald Klösch.

Heute stehen im Lavanttal noch vier anspruchsvolle Wertungsabschnitte auf dem Programm.

Lavanttal Rallye 2019, Zwischenstand nach 8 von 12 Sonderprüfungen:

1. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel A/A Ford Fiesta R5 1:15:15,2 Std
2. Niki Mayr-Melnhof/P. Welsersheimb A/A Ford Fiesta R5 +1:03,8 Min
3. Julian Wagner/Anne Katharina Stein A/D Skoda Fabia R5 +1:04,7 Min
4. Simon Wagner/Gerald Winter A/A Skoda Fabia R5 +1:43,0 Min
5. Kristof Klausz/Agnes Fanardi H/H Skoda Fabia R5 +3:02,5 Min
6. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +3:54,9 Min
7. Rok Turk/Blanka Kacin SL/SL Hyundai i20 R5 +4:06,7 Min
8. Gergely Fogasy/David Berendi H/H Ford Fiesta R5 +5:05,6 Min
9. Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser D/D Mitsubishi Evo X R4 +6:53,0 Min
10. Vlastimil Majercak/Pavol Kusnier SK/SK Ford Fiesta R5 +6:56,9 Min
11. Hermann Gassner/Ursula Mayrhofer A/A Toyota GT86 +8:33,5 Min
12. Kris Rosenberger/Christina Ettel A/A Porsche 997 GT3 +8:47,2 Min
13. Gernot Zeiringer/Bianca M. Stampfl A/A Skoda Fabia S2000 +8:49,0 Min
14. Andreas SchartChristoph Gutschi A/A Mitsubishi Evo IX +12:02,0 Min
15. Reini Sampl/Melanie Kalinke A/A Audi TTS +12:43,3 Min

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