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Frequelin: „Wir wollen gewinnen!”

Vier WM-Läufe stehen noch an und Citroen schöpft aus dem Vollen: Vier Teams werden in San Remo aufgeboten, um den Sieg zu holen.

Neben den „regulären“ Teams mit Colin McRae/Derek Ringer, Sebastien Loeb/Daniel Elena und Carlos Sainz/Marc Marti, wird in Italien auch Asphalt-Spezialist Philippe Bugalski gemeinsam mit Co-Pilot Jean-Paul Chiaroni um eine Top-Platzierung kämpfen.

Das Fahrzeug für Bugalski wird zwar von Piedrafita Sport eingesetzt, dem Einsatz-Team steht aber ein Werksauto der letzten Spezifikation zur Verfügung.

Um sich auf die bevorstehende, schwierige Aufgabe „San Remo“ optimal vorbereiten zu können, hatten alle Piloten zwei Testtage: Einen in Italien, einen in Spanien. Neben Feinabstimmung von Aufhängung und Getriebe sowie der weiteren Erprobung der neuen, größer dimensionierten Bremsanlage an der Hinterachse, wurden auch erstmals neue Trocken-Reifen von Michelin getestet.

Und gerade die Reifenfrage könnte die San Remo Rallye entscheiden. Die Prüfungen winden sich auf allen erdenklichen Asphalt-Arten von den warmen Küstenregionen bis hoch in die oft feuchten Seealpen, um diese Jahreszeit sind auch rasche Änderungen der Witterungsbedingungen keine Überraschung.

Für Guy Frequelin, den Teamchef von Citroen, nimmt aber nicht nur das Wetter Einfluss auf die Entscheidung. Auch die psychische Komponente will der Franzose nicht außer acht lassen, wie er im Interview erklärt.

Sie haben das Fahreraufgebot für 2004 schon relativ früh bekanntgegeben. Hatten Sie keine Angst, dass dadurch das Team destabilisiert wird?

„Die Tatsache, sich zwischen Colin und Carlos entscheiden zu müssen, hat mir die schwerste Entscheidung meines Lebens gekostet. Aber als wir uns entschieden hatten war klar, dass ich zuerst Colin und dann auch die Öffentlichkeit sofort informieren werde.“

„Über eine Destabilisierung mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Colin ist ein großer Sportsmann und ein wahrer Profi. Das einzige, was diese Entscheidung bei ihm bewirken wird ist, dass er noch mehr tun wird, um seinen ersten Sieg für Citroen einzufahren.“

Der Xsara war auf den bereits gefahrenen beiden Asphalt-Rallyes erfolgreich. Durch die Rückkehr auf festen Untergrund bringt diese Tatsache das Citroen-Team unweigerlich in die Favoritenrolle, die Leute werden fast erwarten, dass die Mannschaft vorne mitmischt…

„Dazu sei zu aller erst angemerkt: Sowohl die „Monte“, als auch die Deutschland Rallye sind sehr speziell. Der Asphalt bzw. die Bedingungen sind dort etwas ganz anderes, als bei den kommenden Rallyes.“

„Aber natürlich verspüren wir einen gewissen Druck, der durch diese Erfolge auf uns wirkt. Aber wir sind es gewohnt, dass Erfolge erwartet werden. Wir werden auch dieses Mal unser Bestes tun um ganz vorne dabei zu sein.“

Nach der Australien Rallye haben Sie gesagt, dass die WM mit den letzten vier Events wieder von vorne beginnt…

„Ja. Weil bis Australien haben wir uns nicht zu viel erwartet. Da waren viele Rallyes dabei, bei denen wir keine oder kaum Erfahrungswerte hatte. Für die jetzt kommenden Läufe erwarte ich mir – sagen wir – einiges mehr.“

„Ich will nicht zu optimistisch sein. Aber ich kann versprechen, dass wir alles tun werden, um die Chancen auf den WM-Titel so lange wie möglich zu wahren. Das wird zwar hart werden, aber wir werden alles versuchen. Und in Italien wollen wir gewinnen!“

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