RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Sardinien-Rallye 2013

Östberg: Pechsträhne reißt nicht ab

Mads Östberg hat in dieser Saison kein Glück. Auch auf Sardinien setzte sich seine Pleiten-, Pech- und Pannensaison mit Dreher und Überschlag fort.

Am Freitagabend überschlug sich der Norweger und musste für die zweite Etappe auf die Rally2-Regel zurückgreifen. Am Samstag rettete der Norweger als Achter noch vier WM-Punkte. Auch gesundheitlich fühlte sich Östberg nicht fit. Am Freitag hatte er Fieber, doch er konnte lange um die Podestplätze mitkämpfen. Das änderte sich in der sechsten Prüfung. "Wir hatten einen Dreher. Von Beginn der Prüfung an hatte ich Übersteuern. Ich versuchte zu pushen, aber ich konnte mit dem Heck nie die Linie halten."

"Ich wusste, dass ich Zeit verliere, weshalb ich voll angegriffen habe", berichtet Östberg. "In einer Kurve rutschte das Heck aber zu stark weg und ich konnte es nicht mehr einfangen. Es war eine furchteinflößende Stelle, weshalb wir Glück hatten." Am Ende der ersten Etappe ging dann in WP8 alles schief. In der Nachtprüfung überschlug sich Östberg mit seinem Ford Fiesta und musste aufgeben. Die M-Sport-Mechaniker reparierten das Auto bis tief in der Nacht.

Am Samstag fühlte sich Östberg gesundheitlich etwas besser. Trotzdem gingen die Probleme weiter. In WP10 fiel das Intercom aus und er konnte nicht mit seinem Co-Piloten Jonas Andersson kommunizieren. In WP11 gab es einen schleichenden Plattfuß und in WP12 drehte sich Östberg erneut. Der 25-jährige meisterte die Schwierigkeiten und kam schließlich als Achter ins Ziel. "Zwei Kilometer vor dem Ende der Power Stage stand ein Bulle mit riesigen Hörnern mitten auf der Straße", schildert Östberg einen weiteren brenzligen Moment.

"Ich musste bremsen und ausweichen, aber als ich das tat, bewegte er sich auf mich zu. Ich musste noch weiter von der Strecke fahren, um ihn nicht zu erwischen. Es war ein sehr großes Tier, weshalb ich ihn nicht treffen wollte. Das wäre sicher ein schlimmer Unfall geworden. Abgesehen davon war der Nachmittag okay. Es gab in den letzten drei Prüfungen ein Problem mit der Hinterradaufhängung, weshalb es recht schwierig war. Abgesehen davon gab es nicht so viele Dramen."

Angesichts eines Rückstands von derzeit 104 Punkten ist die Chance auf den WM-Titel nur noch theoretischer Natur. Für Östberg geht es weiterhin darum, wieder in die richtige Spur zu finden. Trotz der erneuten Enttäuschung versucht sich der Norweger Mut zu machen: "Wir sind in dieser Rallye einige gute Prüfungen gefahren. Wir müssen das im Kopf behalten und sicherstellen, dass wir mit Selbstvertrauen nach Finnland reisen."

Für die Statistik war das Ergebnis von Östberg wichtig: Sein achter Platz bedeutet, dass mindestens ein Auto von M-Sport seit der Rallye Monte Carlo im Jahr 2002 Punkte für die Herstellerwertung gesammelt hat. Das sind bisher 165 Rallyes in Folge.

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Sardinien-Rallye 2013

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, Toyota Keusch Grasl Rallye Horn: Vorschau

Prominenter Aufputz beim Waldviertler Premierenlauf

Nächste Woche startet die erste Ausgabe der Toyota Keusch Grasl Rallye Horn Diese zählt zur Austrian Rallye Challenge und darf u. a. zwei aktuelle Staatsmeister sowie Österreichs Rekord-Champion als Teilnehmer begrüßen

Dritter WRC-Sieg für Oliver Solberg - Sebastien Ogier erbt P2 - Elfyn Evans verliert Podestplatz durch späten Radwechsel - Herstellertitel für Toyota

ARC, Grasl Rallye Horn: Vorschau Baumschlager

Baumschlager kehrt in Erfolgsregion zurück

Die Premiere der TOYOTA Keusch Grasl-Rallye-Horn bringt Raimund Baumschlager / Thomas Zeltner zurück in eine Region vieler Erfolge. Der achte Saisonlauf zur Austrian Challenge bietet für Teams und Fans ein kompaktes Format. 

Sami Pajari schreibt WRC-Geschichte

Das schaffte nicht mal Sebastien Loeb

Sami Pajari hat mit seinem dritten Sieg in Folge etwas geschafft, das selbst Loeb und Ogier nie gelungen ist - Der Finne spricht über seinen historischen Erfolg