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WRC: Finnland-Rallye

Latvala führt – doch ist der Vorsprung ausreichend?

Latvala kann seinen Startpositions-Vorteil nicht wirklich umsetzen, denn Ogier bleibt in Schlagdistanz. Citroen fehlt bereits eine halbe Minute.

Michael Noir Trawniczek

„Ich bin zufrieden – ich habe es zumindest probiert“, erklärte Sebastien Ogier vor der Mittagspause im Zielraum der 14. Sonderprüfung. Was Ogier damit meint: Er muss laut Reglement auch auf der zweiten Etappe als erstes Fahrzeug auf die Strecke und damit den losen Schotter von der Strecke „fegen“. Was natürlich ein Nachteil ist – vor allem jenen Piloten gegenüber, die ebenfalls über den zurzeit alles überragenden VW Polo verfügen…

Jari-Matti Latvala, aufgrund seines vierten WM-Rangs und damit seiner vierten Startposition hat auch am zweiten Tag der Finnland-Rallye einen reglement-bedingten Vorteil, den er jedoch nicht oder nur zaghaft zu nützen vermag. Am Samstagvormittag sicherte sich Latvala nur zwei der vier möglichen Bestzeiten, die anderen beiden schnappte sich Ogier. So konnte sich der Franzose in Schlagdistanz halten – vor der Mittagspause fehlten dem Weltmeister lediglich drei Sekunden auf Latvala. Eine Zeiteinheit, die der Franzose am Sonntag, ohne Startpositionsnachteil, ganz locker ausgleichen wird. Möchte also Latvala seine Heimrallye gewinnen, muss er am Samstagnachmittag einen Zahn zulegen.

Mit bereits einer halben Minute Rückstand folgt Citroen-Pilot Kris Meeke auf Platz drei, enau 13,5 Sekunden dahinter lauert Mads Östberg im zweiten Werks-Citroen. Mit mehr als 2,5 Minuten Rückstand belegt der bessere der drei Hyundai-Piloten, Thierry Neuville Platz fünf, gefolgt von seinem Stallkollegen Dani Sordo sowie den privaten Ford-Piloten Juho Hännen, Ott Tänak und Martin Prokop. Auf Platz zehn liegt der Führende der WRC2, Esapekka Lappi auf Skoda Fabia R5, der etwas mehr als eine Minute zurück, von seinem Teamkollegen Pontus Tidemand „gejagt“ wird. Am Nachmittag werden die vier Prüfungen vom Vormittag erneut absolviert.

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