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WRC: Finnland-Rallye

„So rutschig!“ – Führung für Ogier

Nach SP 2 das übliche Klagelied des Straßenfegers, doch auf SP 3 geht Ogier in Führung, dahinter Meeke und Latvala. Vorfreude auf SP 4 „Ouninpohja“…

Michael Noir Trawniczek
Foto: Volkswagen Motorsport

Bei lediglich zwölf Grad Celsius und einem wolkenverhangenem Himmel wurde am Freitagmorgen die erste volle Etappe der Finnland-Rallye eröffnet, nachdem am Donnerstagabend eine Superspecialsonderprüfung den Auftakt der Kultrallye bildete – noch blieb es im Verlaufe der PPrüfungen SP 2 und SP 3 trocken, doch für den Rest des Tages werden vereinzelte Regenschauer prognostiziert.

Mit einem Intervall von zwei Minuten wurden die Autos auf die legendären Schotterpisten geschickt – Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) durfte als WM-Führender wieder einmal den „Straßenkehrer“ spielen, dahinter reihten sich Andreas Mikkelsen (Volkswagen), Mads Östberg (Citroen) und Jari-Matti Latvala (Volkswagen) ein.

Auf dem Programm standen die 14,5 Kilometer lange SP 2 „Pihlajakoski“ und die 23,5 Kilometer lange SP 3 „Päijälä“. Sämtliche Michelin-Piloten wählten die weicheren Reifen. Die erste Bestzeit angelte sich Latvala – doch Citroen-Pilot Kris Meeke war nur wenige Zehntelsekunden langsamer, weil er Ogier eine Sekunde abknöpfen konnte, übernahm der Brite die Führung.

Auf SP 3 jedoch konnte Ogier, der zuvor noch das altbekannte „Klagelied“ von den „rutschigen Verhältnissen“ anstimmte, die schnellste Zeit in den Schotter „rutschen“ und damit auch die Führung übernehmen. „Es ist sehr schwer, die Straße zu lesen, der Schotter ist sehr unterschiedlich – ich hätte sicher mehr riskieren können.“ Die zweitschnellste Zeit markierte abermals Kris Meeke, der damit nach SP 3 mit vier Zehntelsekunden Rückstand Platz zwei belegt.

Latvala klagte nach SP 3: „Wir hatten einen kleinen Moment am Beginn der Prüfung – es war überraschenderweise viel rutschiger, als wir gedacht haben, daher hatte ich kein gutes Gefühl.“ Die finnische Hoffnung auf den Sieg liegt mit 4,4 Sekunden Rückstand auf Platz drei, dahinter folgen Ott Tänak (M-Sport/+6,9 Sekunden), Hayden Paddon (Hyundai/+9,4), Elfyn Evans (M-Sport/+13,2), Mads Östberg (Citroen/+14,9) und Andreas Mikkelsen (Volkswagen/+19,5) auf den Plätzen vier bis acht. Mikkelsen zeigte sich mit seiner Fahrt unzufrieden: „Ich hab einige Mal an Stellen gebremst, wo das nicht nötig gewesen wäre.“

Auf Platz neun rangiert Robert Kubica im privaten Ford Fiesta WRC mit rund einer halben Minute Rückstand – doch sein Freitagmorgen war alles andere als unproblematisch: Auf SP 2 gab es ein Problem mit einem Sensor im Differenzial, weshalb er nur Zweiradantrieb zur Verfügung hatte – dies konnte man vor SP 3 lösen, doch auf der dritten Prüfung ließ ihn die Handbremse in Stich.

Hyundai-Pilot Thierry Neuville belegt mit 38,8 Sekunden Rückstand den zehnten und letzten Punkterang – der Belgier gab zu, noch an den Folgen seines Shakedown-Unfalls zu laborieren: „Ich versuche, mein Gefühl zurück zu erhalten, aber mein Vertrauen ist noch nicht wiederhergestellt.“ Teamkollege Dani Sordo, auf dem undankbaren elften Rang liegend, verlor auf SP 2 rund zehn Sekunden, als er einen Abzweig verpasste.

Local Heroe Juho Hänninen liegt in seinem privaten Ford Fiesta RS WRC auf Platz zwölf und gibt offen zu: „Wir wollten zu viel – wir haben uns noch nicht an das Auto gewöhnt.“ Direkt hinter ihm folgt Czech Ford-Pilot Martin Prokop auf Platz 13, der am Morgen ein paar Sekunden in einem Graben liegen ließ.

Auf Gesamtrang 14 liegt der Führende der WRC2, Lokalmatador Esapekka Lappi im werksseitig eingesetzten Skoda Fabia R5, gefolgt von seinem Teamkollegen Pontus Tidemand, dem exakt zwölf Sekunden auf Lappi fehlen. Mit Jarkko Nikara folgt ein weiterer Lokalmatador auf Platz drei, dem Ford Fiesta R5-Piloten fehlen nur 3,5 Sekunden auf Tidemand. Peugeot 208 T16 R5-Pilot Craig Breen belegt 6,7 Sekunden dahinter Platz vier, gefolgt von Citroen-Pilot Stefane Lefebvre und Eyvind Brnyldsen im Fiesta S2000.

Ab 11.30 Uhr wird die weltberühmte Sonderprüfung „Ouninpohja“ für den ersten Durchlauf in Angriff genommen, heuer wird sie wieder in voller Länge gefahren, exakt 34,39 Kilometer beträgt die aktuelle Distanz dieser mit grandiosen Sprüngen gesegneten Prüfung – direkt im Anschluss steht die 5,6 km kurze SP „Himos“ auf dem Programm, ehe es eine kurze Mittagspause gibt.

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