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WRC: Finnland-Rallye

13 Sekunden sollten reichen

Am Vormittag konnte Latvala seinen Start-Vorteil nicht umsetzen, danach jedoch konnte er jene 13,2 Sekunden herausfahren, die reichen könnten. Denn am Sonntag sind nur noch 28 SP-Kilometer zu fahren...

Foto: Volkswagen Motorsport

Der Kampf um den Sieg bei der Rallye Finnland, dem achten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2015, blieb auch am Samstag ein Duell der beiden Volkswagen-Piloten Jari-Matti Latvala und Sebastien Ogier. Allerdings eines, bei dem das Pendel mittlerweile klar in Richtung des Finnen ausschlägt. Mit einer starken Leistung am Nachmittag und Siegen bei fünf der acht Wertungsprüfungen verschaffte sich Latvala etwas Luft.

Nach Bestzeiten bei den letzten drei Sonderprüfungen des Tages geht er mit einem Vorsprung von 13,2 Sekunden auf Ogier in den Schlusstag der Rallye, an dem jedoch nur noch zwei Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 28,8 Kilometern auf dem Programm stehen. Alle anderen Fahrer haben mit dem Kampf um den Gesamtsieg nichts mehr zu tun. Mads Östberg (Citroen) hat als Dritter schon 1:28 Minuten Rückstand auf Latvala.

Mit 2,6 Sekunden Vorsprung vor Ogier war Latvala in den Samstag gestartet, und bei der Vormittagsschleife blieb dieser nahezu unverändert. Zwei Wertungsprüfung gewann Latvala, zwei Ogier, in der Mittagspause betrug der Abstand der beiden Volkswagen-Piloten 3,0 Sekunden. Mit einer Bestzeit bei Wertungsprüfung 15 konnte Ogier diesen nur um 0,1 Sekunden verringern, ehe dann Latvala aufdrehte und seinen Teamkollegen drei Mal in Folge distanzierte.

"Ich bin sehr glücklich, wie der Nachmittag gelaufen ist", sagt der Finne, der nun gute Chancen hat, seinen Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen. "Ich wusste, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war, um anzugreifen, und alles hat gut funktioniert."

Ogier blieb im Tagesziel nichts anders übrig, als die Leistung seines Teamkollegen anzuerkennen. "Jari-Matti macht einen tollen Job. Ich habe alles versucht und kann mir nichts vorwerfen", sagt der Franzose. "Aber auch wenn ich Zweiter werde, ist das für die Meisterschaft gut." Dort wird Ogier seinen Vorsprung nach dem Ausfall seines ersten Verfolgers Andreas Mikkelsen (Volkswagen) weiter ausbauen.

Die Unverbesserlichen

Für Kris Meeke (Citroen) endete die Rallye wieder einmal mit einer Enttäuschung. Der Nordire, der nach Unfällen in Italien und Polen teamintern unter Druck steht, lag auf einem sicheren dritten Rang, ehe ihm bei der 16. Wertungsprüfung wieder einmal ein Fahrfehler unterlief. In einer Rechtskurve kam Meeke von der Straße ab und traf mit dem linken Vorderrad einen Baum, wobei die Radaufhängung brach. So wird man den Briten wohl eher nicht im kommenden Jahr in einem Werksauto sehen...

Unverbesserlich auch Robert Kubica im privaten Ford: Einmal mehr kam er nicht aus eigener Kraft ins Ziel. Nach den Technikproblemen vom Freitag ging der Pole heute unter Rallye2-Reglement wieder an den Start und zeigte eine solide Leistung - bis zwei Kurven vor dem Ziel der letzten Sonderprüfung des Tages. Da kam Kubica von der Straße ab und rollte seinen Fiesta RS WRC aufs Dach.

Hinter Östberg, der Gesamtrang drei nach dem Ausfall seines Teamkollegen Meeke geerbt hat, belegt Thierry Neuville (Hyundai) Position vier. Der Belgier wurde am Nachmittag von Motorproblemen an seinem i20 WRC ausgebremst. Ott Tänak (M-Sport-Ford) hat sich nach seinen Problemen vom Freitag wieder auf Platz fünf nach vorne gekämpft, dahinter folgen mit Juho Hänninen und Martin Prokop zwei Ford-Privatiers.

Skoda dominiert

Die Ränge acht und neun in der Gesamtwertung belegen die beiden Skoda-Piloten Esapekka Lappi und Pontus Tidemand, die damit auch klar die WRC2-Wertung anführen und einem Doppelerfolg für den tschechischen Hersteller entgegenfahren. Lappi hat 1:23,3 Minuten Vorsprung auf Tidemand, der Drittplatzierte Stephane Lefebrve (Citroen DS3 RRC) liegt über drei Minuten hinter Lappi zurück.

Am Sonntag erwartet die Fahrer nur noch eine Wertungsprüfung, die zwei Mal (9:43 und 12:08 Uhr) gefahren wird. Der zweite Durchgang der 14,4 Kilometer langen "Myhinpää" ist dann die Powerstage, bei der die drei schnellsten Piloten Zusatzpunkte erhalten.

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