RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Deutschland-Rallye

Panzerplatte nach Crash auf Prüfstand

Die FIA will nach dem schweren Unfall von Stéphane Lefebvre die Sicherheit der Sonderprüfung Panzerplatte unter die Lupe nehmen.

Geht es der Königsprüfung der Deutschland-Rallye an den Kragen? Nach dem schweren Unfall von Citroën-Pilot Stéphane Lefebvre am vergangenen Samstag rückt nun die Sicherheit der Sonderprüfung Panzerplatte in den Mittelpunkt. Der Automobilweltverband FIA will untersuchen, wie sich Unfälle wie jener von Lefebvre künftig vermeiden lassen.

"Es hat schon zuvor solche Unfälle auf der Panzerplatte gegeben. Wir werden uns das genau anschauen", wird FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen von Autosport zitiert. Lefebvre hatte am Samstag beim ersten Durchfahren der Sonderprüfung auf dem Truppenübungsplatz Baumholder die massiven, am Rand der Panzerwege eingelassenen Hinkelsteine getroffen. Von dort aus prallte sein Citroën DS3 WRC in Richtung eines Baumes ab, in den er mit über 160 km/h einschlug.

Lefebvre und Beifahrer Gabin Moreau wurden bei dem Unfall schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. "Wir wissen, dass dieser Sport nicht frei von Risken ist, aber niemand will, dass so etwas passiert, vor allem nicht mit diesen Steinen", sagt Mahonen. "Es gibt viele Abschnitte, wo es Hinkelsteine und Bäume gibt."

Darüber, wie man das Problem in der Praxis lösen könnte, ist sich Mahonen aber selbst noch nicht im Klaren. "Wir könnten natürlich auf der Geraden vor der Kurve eine Schikane aufbauen, aber wie viele solcher Kurven gibt es?" Bei über 40 Kilometer SP-Länge eine wohl kaum umsetzbare und zudem bei Fans und Fahrern vermutlich höchst unpopuläre Lösung.

Auch Weltmeister Sébastien Ogier macht sich seine Gedanken über Verbesserungsmöglichkeiten bei den Hinkelsteinen. "Vielleicht kann man sie irgendwie mit einer Art Wand verkleiden", schlägt er vor. "Es wären nicht viele Abschnitte – nur dort, wo das Tempo richtig hoch ist. Das sind die gefährlichsten Stellen."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Deutschland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Zellhofer

Christoph Zellhofer kommt mit viel Kampfgeist

Der Niederösterreicher braucht ORM2-Sieg um noch Titelchancen zu besitzen - Anna Maria Seidl ist voll motiviert, der SUZUKI SWIFT ZMX bestens vorbereitet

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.