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WRC: Deutschland-Rallye

Panzerplatte nach Crash auf Prüfstand

Die FIA will nach dem schweren Unfall von Stéphane Lefebvre die Sicherheit der Sonderprüfung Panzerplatte unter die Lupe nehmen.

Geht es der Königsprüfung der Deutschland-Rallye an den Kragen? Nach dem schweren Unfall von Citroën-Pilot Stéphane Lefebvre am vergangenen Samstag rückt nun die Sicherheit der Sonderprüfung Panzerplatte in den Mittelpunkt. Der Automobilweltverband FIA will untersuchen, wie sich Unfälle wie jener von Lefebvre künftig vermeiden lassen.

"Es hat schon zuvor solche Unfälle auf der Panzerplatte gegeben. Wir werden uns das genau anschauen", wird FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen von Autosport zitiert. Lefebvre hatte am Samstag beim ersten Durchfahren der Sonderprüfung auf dem Truppenübungsplatz Baumholder die massiven, am Rand der Panzerwege eingelassenen Hinkelsteine getroffen. Von dort aus prallte sein Citroën DS3 WRC in Richtung eines Baumes ab, in den er mit über 160 km/h einschlug.

Lefebvre und Beifahrer Gabin Moreau wurden bei dem Unfall schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. "Wir wissen, dass dieser Sport nicht frei von Risken ist, aber niemand will, dass so etwas passiert, vor allem nicht mit diesen Steinen", sagt Mahonen. "Es gibt viele Abschnitte, wo es Hinkelsteine und Bäume gibt."

Darüber, wie man das Problem in der Praxis lösen könnte, ist sich Mahonen aber selbst noch nicht im Klaren. "Wir könnten natürlich auf der Geraden vor der Kurve eine Schikane aufbauen, aber wie viele solcher Kurven gibt es?" Bei über 40 Kilometer SP-Länge eine wohl kaum umsetzbare und zudem bei Fans und Fahrern vermutlich höchst unpopuläre Lösung.

Auch Weltmeister Sébastien Ogier macht sich seine Gedanken über Verbesserungsmöglichkeiten bei den Hinkelsteinen. "Vielleicht kann man sie irgendwie mit einer Art Wand verkleiden", schlägt er vor. "Es wären nicht viele Abschnitte – nur dort, wo das Tempo richtig hoch ist. Das sind die gefährlichsten Stellen."

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