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WRC: Mexiko-Rallye

Loeb macht Druck auf Sordo

Mit zwei Bestzeiten konnte sich "Teilzeitcomeback"-Superstar Loeb an den führenden Sordo heranzoomen, Meeke nach Dreher auf Platz vier.

Hyundai-Pilot Dani Sordo führt die Rallye Mexiko, dritter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2018, nach acht von 22 Wertungsprüfungen weiter an, doch Sebastien Loeb (Citroen) liegt nun in Schlagdistanz zu seinem früheren Teamkollegen. Der neunmalige WRC-Champion legte bei seiner Rückkehr nach über drei Jahren Pause am Freitagnachmittag zu, gewann zwei Wertungsprüfungen und hatte nach SP 8 nur noch 7,2 Sekunden Rückstand auf Sordo. Dritter war Ott Tänak (Toyota, +13,4 Sekunden).

"Das war eine gute Fahrt ohne Fehler, ich habe wirklich hart gepusht. Das Auto war gut, die Reifenwahl kein Problem. Mehr geht nicht", sagt Loeb nach seiner starken Vorstellung. Nachdem er den zweiten Durchgang der Wertungsprüfung "El Chocolate" souverän gewonnen hatte, musste er sich bei der achten WP die Bestzeit mit Tänak teilen.

Hätte er bei sechsten Prüfung nicht eine Abzweigung verpasst, könnte Loeb die Rallye sogar schon anführen. Unabhängig von seiner guten Startposition als Letzter der WRC-Piloten zeigte der Franzose, dass er in den drei Jahren seiner Abwesenheit nicht viel verlernt hat.


Dani Sordo hadert mit der Reifenwahl

Denn der Gesamtführende Sordo startete unmittelbar vor ihm und fand damit ähnlich gute Bedingungen vor. Doch der Spanier verlor am Nachmittag bei heißen Bedingungen Zeit und machte dafür seine Wahl von drei weichen und zwei harten Reifen verantwortlich. "Mit den Reifen haben wir einen Fehler gemacht", sagt Sordo. "Die Traktion ist gut, aber seitlich haben wir wenig Grip."

Tänak schob sich am Nachmittag auf Platz drei nach vorne, während Kris Meeke (Citroen) nach zwei Drehern von Gesamtrang zwei auf vier zurückfiel. Fünfter ist der amtierende Weltmeister Sebastien Ogier (Ford) vor Andreas Mikkelsen (Hyundai), Jari-Matti Latvala (Toyota) und Thierry Neuville (Hyundai).

Am Auto des WM-Spitzenreiters konnten die Hyundai-Mechaniker die Motorprobleme während des Mittagsservice beheben. Ein ungewöhnlich hoher Benzinverbrauch hatte am i20 WRC des Belgiers am Vormittag zu einem Abfall des Benzindrucks geführt, wodurch Neuville fast 30 Sekunden verloren und von Platz sieben auf neun zurückgefallen war.

Neue Probleme für Thierry Neuville

"Der Motor läuft rund, aber ich bin immer noch sauer, weil wir so viel Zeit verloren haben", sagt Neuville. "Vorher sah es so aus, als könnten wir noch zwei Plätze gutmachen. Das wäre wegen der Startposition für morgen wichtig gewesen, nun sieht es schwieriger aus." Dann fiel zu allem Überfluss bei der achten Wertungsprüfung auch noch die Servolenkung seines Autos aus, wodurch Neuville weitere Sekunden verlor. Sein Rückstand auf Sordo beträgt schon fast zwei Minuten.

Elfyn Evans (Ford) musste die Rallye während des Mittagsservice aufgeben, da sein Beifahrer Daniel Barritt nach einem Unfall am Vormittag wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Evans hatte sich bei der vierten Wertungsprüfung mehrmals überschlagen, konnte seine Fahrt aber zunächst fortsetzen.

Im Servicepark kam dann nach einer Untersuchung von Fahrer und Beifahrer das Aus. "Die Jungs könnten das Auto reparieren, aber wegen Dans Zustand können wir nicht weiterfahren. Wir dürfen kein Risiko eingehen", sagt M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson. Evans selbst blieb unverletzt.

Evans, Suninen und Lappi scheiden aus

Evans war nicht der einzige M-Sport-Pilot, der am Freitagnachmittag die Segel streichen musste. Beim zweiten Durchgang der Königsprüfung "El Chocolate" krachte Teemu Suninen in eine Leitplanke und musste in der Folge aufgeben. Kurz zuvor war bei der gleichen Wertungsprüfung mit Esapekka Lappi (Toyota) ein weiterer junger Finne nach einem Abflug ausgeschieden.

Zum Abschluss des Freitags wurden bei der Rallye Mexiko am Abend (Ortszeit) noch zwei Durchgänge auf der 2,3 Kilometer kurzen Zuschauerprüfung "Autodromo de Leon" gefahren. Die Bestzeiten gingen an Tänak und Ogier, Sordo führt nun 7,2 Sekunden vor Loeb, Tänak liegt exakt elf Sekunden zurück.

Am Samstag erwarten die Crews neun Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 141,46 Kilometer.

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