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WRC: Mexiko-Rallye

Ogier verliert vier Powerstage-Punkte

Weil er in einer Schikane die Begrenzung berührt hatte, wurden Sébastien Ogier sämtliche Bonuspunkte aus der Powerstage aberkannt.

Sébastien Ogiers Freude über seinen Sieg bei der Mexiko-Rallye wurde wenige Stunden nach der Zieldurchfahrt ein wenig getrübt, denn die Sportkommissare verhängten nach dem dritten Saisonlauf der Rallye-WM 2018 gegen ihn eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, womit der M-Sport-Pilot im Ergebnis der Powerstage von Platz zwei auf sieben zurückfällt und damit vier Zusatzpunkte verliert. Sein Team hat allerdings angekündigt, Protest gegen diese Entscheidung einzulegen.

Nach Ansicht der Offiziellen hat Ogier in einer Schikane gegen Ende der SP die Kunststoffbarrieren verschoben und sich dadurch einen Vorteil verschafft. "Das Auto mit der Startnummer 1 umfuhr die Elemente der Schikane nicht so, wie es im Roadbook der SP 22 angezeigt ist. Das ist ein Verstoß gegen Artikel 14.2 des sportlichen Reglements, der besagt, dass der im Streckenplan vorgegebene Weg zu fahren ist", hieß es in der Entscheidung der Rallyeleitung.

Diese Erklärung kann Ogier nicht nachvollziehen: "Wir wollen noch einmal mit Nachdruck klarstellen, dass dies nicht absichtlich passiert ist." Die aus leichten Kunststoffelementen aufgebaute Schikane kurz vor dem Ziel der Powerstage in Guanajuato hatte Ogier schon zuvor als Ausgangspunkt für Diskussionen ausgemacht.

"Ich habe vor der Prüfung extra noch darum gebeten, dass klargestellt wird, was [bei einer Kollision; Anm.] passiert", sagte er. "Ich bin der Erste, der für gleiche Bedingungen kämpft und wollte wissen, was dann passiert. Ich habe zu Julien noch gesagt, dass wir die Organisatoren bitten sollten, die Barrieren mit Wasser zu füllen – hätte ich das mal gemacht!"

So wurden die Barrieren durch eine leichte Berührung von Ogier verschoben. Die dafür verhängte Strafe empfindet der Franzose allerdings als viel zu hart: "Die 10-Sekunden-Strafe steht für mich in keinem Verhältnis zu dem, was passiert ist. Wenn ich dadurch eine Menge Zeit gewonnen hätte ... okay. Anhand der Daten können wir aber sicherlich beweisen, dass das nicht der Fall war. Es waren höchstens ein oder zwei Zehntel."

Dieser Sicht schließt sich sogar die Sicherheitsdeligierte des Automobilweltverbands FIA, die frühere Rallyefahrerin Michel Mouton, an: "Aus Fahrersicht sind zehn Sekunden zu viel." Bemerkenswert ist die Strafe gegen Ogier auch deshalb, weil Thierry Neuville (Hyundai) die Barrieren beim ersten Durchgang der SP Las Minas deutlich stärker berührt hatte, dafür aber nicht bestraft wurde.

Durch die Strafe, gegen die M-Sport Protest eingelegt hat, schrumpft Ogiers Vorsprung in der WM-Wertung auf Neuville von neun auf vier Punkte.

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