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WRC: Deutschland-Rallye

Sekundenduell zw. Tänak und Neuville

Ott Tänak und Thierry Neuville liefern sich am Freitag ein packendes Duell um die Spitze; Ogier hadert mit Untersteuern, Suninen out.

Toyota-Pilot Ott Tänak führt die Deutschland-Rallye nach dem ersten Tag an, allerdings nur mit 2,8 Sekunden Vorsprung auf Thierry Neuville (Hyundai). Dritter ist Sébastien Ogier (Citroën), der jedoch schon 22,1 Sekunden Rückstand auf den Führenden hat. Tänak und Neuville lieferten sich auf den sechs Sonderprüfungen des Freitags ein spannendes Duell um die Führung, die mehrmals wechselte. Oft machten wenige Zehntel den Unterschied aus, doch am Ende der Etappe hatte Tänak nach vier SP-Bestzeiten knapp die Nase vorne. "Bei solch einem Kampf kann man sich keine Sekunde ausruhen. Es ist genau so, wie wir erwartet hatten – schnelle Prüfungen und knappe Abstände", kommentierte Tänak das hochwertige Duell mit Neuville.

Dabei zeigte sich bei den beiden Durchgängen der drei SP am Vormittag und Nachmittag jeweils das gleiche Bild: Auf Stein und Wein ist Neuville schneller, auf Mittelmosel und Wadern-Weiskirchen Tänak. "Es war ein toller Tag im Auto. Wir haben uns recht wohl gefühlt, vor allem am Nachmittag", sagte Neuville und richtete den Blick bereits auf den Samstag: "Auf der Panzerplatte kann alles passieren, und die beiden Prüfungen am Vormittag werden sehr schwierig." Die Konkurrenz konnte Tänak und Neuville nicht folgen. Ogier musste zu seiner Enttäuschung am Vormittag feststellen, dass Citroën anders als erwartet des von der Korsika-Rallye bekannten Untersteuerns des C3 WRC auf Asphalt nicht Herr geworden ist.

Sowohl der Franzose als auch Teamkollege Esapekka Lappi verloren kontinuierlich Zeit. Beim Mittagsservice optimierte Citroën die Abstimmung von Ogiers Auto, wodurch er schnellere Zeiten fahren konnte. Allerdings streute der sechsfache Weltmeister mehrere kleine Fahrfehler ein, die ihn weitere Sekunden kosteten. "Ich versuche mein Bestes, aber mehr kann ich einfach nicht machen", klagte Ogier. Trotz aller Probleme liegt er immer noch auf Rang drei und hat 3,5 Sekunden Vorsprung auf Kris Meeke (Toyota). Auf Gesamtrang fünf folgt dessen Teamkollege Jari-Matti Latvala, dahinter sind Andreas Mikkelsen (Hyundai), Lappi, Gus Greensmith (M-Sport) und Dani Sordo (Hyundai) platziert.

Der Spanier verlor auf der letzten SP des Tages durch ein Getriebeproblem mehr als 50 Sekunden. Pech hatte auch Teemu Suninen (M-Sport), der seinen Ford Fiesta WRC schon nach knapp zehn Kilometern der zweiten SP des Tages mit technischen Problemen abstellen musste. Am Samstag erwartet die Crews der längste Tag der Deutschland-Rallye 2019: Acht SP über eine Gesamtdistanz von 157,92 Kilometer stehen auf dem Programm. Mehr als 100 Kilometer davon werden am Nachmittag auf den berüchtigten Panzerplatte-Prüfungen auf dem Truppenübungsplatz Baumholder absolviert.

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