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WRC: Korsika-Rallye

Elfyn Evans im Ford in Führung

Von Kris Meeke ausgebremst verliert Elfyn Evans bei der Rallye Frankreich die Führung und bekommt sie am grünen Tisch zurück.

Kurioses Ende des ersten Tags der Rallye Frankreich , vierter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2019. Bei der sechsten und letzten Sonderprüfung (SP) des Tages lief der bis dahin führende Elfyn Evans (Ford) auf den von Kris Meeke (Toyota) auf, der nach mit einem bei der vorherigen SP erlittenen Aufhängungsschaden langsam durch die Prüfung fuhr.

Es dauerte eine Weile bis Meeke Evans hinter sich bemerkte und vorbeiließ. Durch die "rollende Straßensperre" verlor Evans zunächst, der am Freitag drei SP gewann, seine Führung an Ott Tänak (Toyota).

"Ich kenne Kris gut und weiß, dass er es nicht mit Absicht gemacht hat", sagt Evans. "Ich hoffe, das wird richtig gelöst", sagt er. Damit meint er eine wahrscheinliche Zeitgutschrift durch die Rennleitung.

Die Rennleitung entschied schnell und wertete Evans bei der sechsten SP mit derselben Zeit wie Tänak. Damit geht Evans mit einem Vorsprung von 4,5 Sekunden auf Tänak in den Samstag.

Meeke stieg im Ziel der sechsten SP unmittelbar aus dem Auto und entschuldigte sich bei Evans. "Ich hatte nicht erwartet, dass er uns einholt und will mich auf keinen Fall in den Kampf um die Spitze einmischen", sagt Meeke. Nach dem Ausrutscher bei der fünften WP und dem darauf folgenden Schaden hat er einen Rückstand von 3:40 Minuten auf die Spitze.

Dort hatten sich Evans und Tänak einen munteren Schlagabtausch geliefert, bei dem die Führung mehrmals wechselte."Ein sehr beständiger Tag. Bei der zweiten Schleife mussten wir etwas vorsichtig sein - wir hatten ein Dämpferproblem an der Front. Aber am Ende hat es das Fahrverhalten nicht allzu sehr verändert", sagt Tänak.

Größere Probleme hatte Sebastien Ogier (Citroen), der vor Beginn der "Tour de Corse" als Top-Favorit gegolten hatte. Der Franzose kämpfte den ganzen Tag lang mit Untersteuern und hat als Sechster schon 31,8 Sekunden Rückstand auf Rang eins. "Ich muss mir etwas einfallen lassen, damit das Auto einlenkt. Das macht es einfach nicht", sagt ein etwas ratlos wirkender Ogier.

Die Hoffnungen von Sebastien Loeb (Hyundai) auf ein Spitzen-Ergebnis bei seiner Heimrallye sind am Freitag schon früh geplatzt. Bei der ersten SP schlug der WRC-Rekordchampion mit dem Auto an und beschädigte dabei die rechte Hinterradaufhängung seines i20 WRC. Loeb und Beifahrer Daniel Elena konnten den Schaden zwar beheben, doch ihr Rückstand auf die Spitze beträgt mehr als zwei Minuten.

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