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WRC: Korsika-Rallye

Neuville und Evans kämpfen um den Sieg

Thierry Neuville geht als Führender in den Schlusstag der Rallye Frankreich: Elfyn Evans erster Verfolger, Reifenschaden wirft Ott Tänak zurück.

Turbulente Schlussphase am zweiten Tag der Rallye Frankreich , vierter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2019. Nachdem sich zunächst Ott Tänak (Toyota) nach einem Reifenschaden aus dem Kampf um die Führung verabschiedet hatte, übernahm Thierry Neuville (Hyundai) bei der letzten Sonderprüfung des Tages die Spitze.

Der Belgier nahm dem bis dahin Führenden Elfyn Evans (Ford) bei der 47,18 Kilometer langen SP "Castagniccia" 16 Sekunden ab und geht mit einem Vorsprung von 4,5 Sekunden auf den Briten in den Schlusstag. Dritter ist Sebastien Ogier (Citroen, +44,8 Sekunden).

Über weite Strecken hatten sich Evans und Tänak am Samstag einen spannenden Kampf um die Führung geliefert. Teilweise trennten beide Rivalen nur 0,2 Sekunden, die Bühne für ein packendes Finale schien bereitet. Doch bei der elften SP wurde dieser Kampf jäh beendet. An Tänaks Auto ging der rechte Vorderreifen kaputt. Der Este musste das Rad wechseln, verlor knapp zwei Minuten und damit die Hoffnung auf ein Podiumsresultat. Als Sechster hat er 22,4 Sekunden Rückstand auf den fünftplatzierten Teemu Suninen (Ford).

Ogier trotz einiger Probleme auf Rang drei

Nach Tänaks Problem sah es kurzzeitig so aus, als sei der Weg frei für Evans, doch mit einer schwachen Zeit bei der letzten SP des Tages brachte sich der Brite um die Führung - und wusste nicht einmal warum. "Keine Ahnung, es hat sich nach einer guten Prüfung angefühlt. Das ist enttäuschend", wirkt Evans ratlos.

So hat plötzlich Neuville die Chance auf seinen ersten Saisonsieg, obwohl die Zielsetzung bei Hyundai ursprünglich eine andere war. "Unsere Mission lautet keine Fehler zu machen, aber ich hatte im Auto ein gutes Gefühl. Seit heute Morgen läuft es besser, das Handling war besser und so konnte ich angreifen", sagt er.

Ogier, der am Freitag über starkes Untersteuern seines Citroen C3 WRC geklagt hatte, berichtete am Samstag von einem besseren Fahrverhalten. An die Zeiten der Schnellsten kam der sechsmalige Weltmeister aber nur selten heran - was bei der letzten SP des Tages auch an einem Problem mit dem Anti-Lag-System des Motors lag. Mit Rang drei könnte er bei einer für ihn problematischen Rallye gute Schadensbegrenzung betreiben.

Eric Camillis Polo fackelt ab

Anders sieht es im Lager von Toyota aus, für die die Rallye Frankreich im Kampf um die Hersteller-WM ein Rückschlag ist. Nach Problemen an allen drei Yaris WRC gehen Tänak, Kris Meeke und Jari-Matti Latvala nur auf den Position sechs, neun und zehn in den Schlusstag.

Ein Drama spielte sich bei der letzten SP des Tages in der WRC2 ab. er Volkswagen Polo R5 des in der Klasse führenden Eric Camilli geht in Flammen auf. Der Franzose und sein Beifahrer entkommen dem Feuer unverletzt, doch das Auto wird nicht zu retten sein.

Am Sonntag werden bei der Rallye Frankreich nur noch zwei SP über eine Distanz von 51,19 Kilometern gefahren. Mit 19,34 Kilometern ist die Powerstage dabei ungewöhnlich lang.

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