4WD

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On the road

1.000 km am Stück

Wer erst einmal einige Stunden dem Studium der Betriebsanleitung gewidmet hat und anschließend noch über die entsprechende Zeitreserven für die Einstellung des Fahrersitzes verfügen konnte findet im G vermutlich die beste Sitzpositionen die man in einem Geländewagen überhaupt finden kann.

Nach dem Drehen des Zündschlüssels erwacht der bärenstarke V8 Diesel zum Leben und zum ersten mal kommt die Technik des G auch akustisch zum Tragen. Die Automatik auf D gestellt und schon kann es losgehen. Wie ein Sportwagen reißt der G beim Ampelstart an und manch ein Radfahrer fällt fast vom Rad wenn er das Brabbeln des Dieselmotors auf Ohrhöhe serviert bekommt. Die perfekte Übersichtlichkeit, die überraschend kompakten Außenmaße von 1978 und die leichtgängige und dennoch sehr exakte Servolenkung machen Stadtfahrten zum Vergnügen. Dieses wird auch im Stau nicht gebremst kann man doch die Stehzeit mit fernsehen, telefonieren oder mit dem Erkunden von Funktionen des Bordcomputers nutzen.

Eine Klasse für sich ist der G auch auf der Landstraße. Locker schwingt der G von Kurve zu Kurve und es macht richtig Spaß ein bisschen mehr Gas zu geben als nötig. Das Leergewicht von rund 2,6 Tonnen fällt dabei überhaupt nicht auf. Aber auch Gleiter haben am G 400 ihre Freude, lässt sich doch die Landschaft aus der Hochsitz Perspektive bestaunen. Eine extra Erwähnung ist auch das Automatikgetriebe wert. Kein Fahrer der Welt könnte besser schalten als es diese Fünfgang Automatik macht. Wer trotzdem schalten will kann von D in den manuelle Schaltebene wechseln was aber nur bei steilen Bergabfahrten im Winter oder im Gelände wirklich Sinn macht.

Mit dem G 400 CDI bietet Mercedes erstmals in der G Klasse auch ein Fahrzeug, das sich auch für lange Autobahnetappen eignet. Leistungsmäßig kann dies auch der G 500, doch werden bei dem die vielen nötigen Tankstopps auf Dauer langweilig und teuer. Mit dem G 400 reisen vernünftige Menschen mit rund 13 Litern zumindest teilweise auf der Überholspur, bei gestressten Motorjournalisten können es aber auch mal 17-18 Liter sein. Voraussetzung dafür ist jedoch Dauervollgas und somit Geschwindigkeiten zwischen 170 km/h bergauf und runde 200 km/h bergab. In einem G! Wahnsinn!

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