MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Honda: Neues Motorkonzept hochriskant

Das neue Honda-Konzept könne schiefgehen, gibt Motorenchef Hasegawa zu. Man erhofft mehr Leistung, sorgt sich aber um die Umsetzung.

Kann Honda in der Formel-1-Saison 2017 den Rückstand auf die Konkurrenzmotoren aufholen? 2015 waren die Japaner in ihrer Allianz mit McLaren noch weit unterlegen, was ihre Aggregate betraf. Diese Lücke konnte im Vorjahr deutlich verringert werden; in der kommenden Saison will man noch einmal einen großen Schritt machen, geht dabei allerdings ein großes Risiko ein, wie Motorenchef Yusuke Hasegawa verrät.

Der Honda-Antrieb wurde für 2017 völlig neu konzeptiert. Um Bauweise und Leistungsfähigkeit zu optmieren, wurden Architektur und Layout des Motors komplett überarbeitet. "Das Konzept ist komplett anders. Das ist sehr riskant, weil wir nicht viel darüber wissen", so Hasegawa gegenüber Autosport.

Zwar ist man sich sicher, dass die Überarbeitung für einen Leistungsvorteil sorgen wird, will aber nicht versprechen, dass man das Potenzial schon in dieser Saison ausschöpfen kann. Sollte das nicht möglich sein, droht der Ehe von McLaren und Honda das dritte enttäuschende Jahr in Folge und vermutlich auch der Verlust von Fernando Alonso, der gegen Ende seine Karriere nicht noch eine vierte Saison im Hinterfeld fahren möchte.

Der Spanier hat die Erwartungen zuletzt jedoch selbst niedrig gehalten. Es werde schwierig sein, 2017 Siege einzufahren, weil der Rückstand auf Mercedes am Ende der Vorsaison brutal gewesen sei. Auch Rennleiter Éric Boullier ist weiterhin skeptisch, was die angeblichen Verbesserungen bei Motorpartner Honda betrifft. Auf die Frage, ob ihn die Zahlen zuversichtlich stimmten, sagte er in Turin: "Das sage ich euch erst am Rennwochenende in Australien. Ich bin da vorsichtig ..."

Bei Honda legt man derweil das Hauptaugenmerk auf den Verbrennungsmotor, der weiterhin als wichtigster Teil des Antriebs gilt. Allerdings dürfe man laut Hasegawa auch die anderen Elemente nicht vergessen: "Wenn wir den Motor selbst verbessern, müssen wir auch die Turbine optimieren, weil wir sonst die Leistung, was die Energieentfaltung angeht, nicht auf dem gleichen Niveau abrufen können."

Zuletzt wurde das neue Aggregat erstmals im McLaren-Chassis gezündet, die Entwicklung sowie Testläufe werden in den kommenden Wochen und Monaten weitergehen. Durch systematisches Ausprobieren will man dabei die richtigen Schritte setzen. "Ich hoffe, dass wir die Richtung und die Elemente, auf die wir uns konzentrieren müssen, verstanden haben", so Hasegawa.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

MotoGP 2026: Pramac

Pramac zeigt seine Farben

Pramac zeigt als erstes MotoGP-Team der Saison 2026 seine Lackierung der Yamaha M1 - Alle Augen auf Neuzugang und Superbike-Star Toprak Razgatlioglu

Finale Lackierung vorgestellt

So startet Audi in die neue F1-Ära

Audi hat in Berlin die Lackierung für sein erstes eigenes Formel-1-Auto vorgestellt, die dem präsentierten Designkonzept ähnelt - 2026 regelmäßig Punkte?

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz

24 Stunden von Daytona

Cadillac verliert Poleposition

Dem Action-Express-Cadillac #31 wurde die GTP-Pole zum Rolex 24 in Daytona aberkannt - Acura erbt die Pole, auch BMW in der GTD Pro bestraft

Ferrari zeigt aktive Aerodynamik

Aktive Aero - Fans kritisch: "Billiges Gimmick"

In einem Video können sich Formel-1-Fans die aktive Aerodynamik am Ferrari SF-26 in Aktion anschauen - Nicht alle sind von der neuen Technik begeistert