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Formel 1: Interview

Honda auf Renault-Niveau angekommen?

Honda wähnt seine Aggregate mittlerweile sehr nahe an jenen von Renault dran, neuerdings angeblich auch bei der Zuverlässigkeit.

Honda kämpft seit der Formel-1-Rückkehr 2015 um Anschluss. Die Japaner haben in Zusammenarbeit mit McLaren immer wieder neue Wege gesucht, doch der Abstand zum Klassenprimus Mercedes ist nach wie vor riesig. Dennoch sind Fortschritte zu verzeichnen: Die Leistung wuchs zuletzt an, die Zuverlässigkeit war nicht mehr so dramatisch schlecht wie in den Monaten zuvor. Nach eigener Aussage habe die neueste Spezifikation den entscheidenden Fortschritt gebracht.

"Seit Beginn der Saison arbeiten wir konsequent an Verbesserungen, nicht nur bei der Leistung, sondern auch bei der Standfestigkeit", sagt Honda-Projektleiter Yusuke Hasegawa. Seit Einführung der neuesten Spezifikation beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps sei man sehr nahe an Renault dran, meint der Japaner: "Ich kann nicht sagen, dass wir besser sind als Renault, aber zumindest ist nun unsere Standfestigkeit besser."

Hasegawa ist der Überzeugung, dass die aktuelle Version des Antriebs die beste sei, die man im Formel-1-Boliden von McLaren jemals im Einsatz hatte. "Wir sind zwar immer noch nicht weit genug, aber immerhin ist die Lücke kleiner als im vergangenen Jahr und im ersten Jahr." Erstmals will Honda das grundsätzliche Konzept der Aggregate über den Winter nicht verändern, sondern beim Wechsel zu Toro Rosso auf der bisherigen Basis aufbauen. "Wir haben keine Zweifel am aktuellen Konzept", sagt Hasegawa.

"Wir haben jetzt eine ähnliche Variante wie Renault, Ferrari und Mercedes. Daher gibt es keinen Grund, warum wir nicht auch mit unserem Konzept auf das gleiche Niveau kommen sollten", fährt er fort. Ausgerechnet am vergangenen Rennwochenende in Suzuka ließ die Honda-Zuverlässigkeit allerdings wieder einmal zu wünschen übrig: Am MCL32 von Alonso musste nach einem Hydraulikleck am Freitag die gesamte Antriebseinheit getauscht werden. "Es war kein fundamentales Motorenproblem", betont Hasegawa.

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