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McLaren ab 2018 mit Renault-Aggregaten

Das vorläufige Ende einer Schreckenszeit: McLaren trennt sich vom ehemaligen Traumpartner Honda und wechselt zu Renault-Triebwerken.

Die zweite gemeinsame Ära von McLaren und Honda wird mit Ablauf der Formel-1-Saison 2017 enden: Der britische Rennstall hat sich mit dem japanischen Motorenhersteller darauf verständigt, ab 2018 getrennte Wege zu gehen. Stattdessen wird McLaren erstmals mit Renault kooperieren und hat bereits einen Vertrag über drei Jahre mit dem neuen Motorenpartner unterschrieben. Offiziell bekannt gegeben wird das aber wohl erst am Freitag in Singapur.

Die Vereinbarung läuft damit bis Ende der Saison 2020, nach der bekanntlich ein neues Motorenreglement in Kraft treten soll. Es heißt, dass McLaren die gleichen Motoren wie das Werksteam sowie Premiumkunde Red Bull Racing bekommen soll, während Toro Rosso in der kommenden Saison die Aggregate der Franzosen abgeben und stattdessen zu Honda wechseln wird. Auch dieser Vertrag ist bereits unterschrieben.

Die Beziehung zwischen McLaren und Honda galt nach den desolaten drei gemeinsamen Jahren als zerrüttet. Das einstige Erfolgsteam war 2015 mit großen Ambitionen in die Partnerschaft gestartet, doch die vollmundigen Ankündigungen konnten zu keinem Zeitpunkt erfüllt werden. Derzeit kämpfen die Japaner vor allem mit großen Zuverlässigkeitsproblemen, weswegen McLaren aktuell nur auf Rang neun der Konstrukteurs-WM liegt.

Das nagte auch an der Geduld von Ex-Weltmeister Fernando Alonso, der sich dem Vernehmen nach kein weiteres Jahr mit Honda-Power antun wollte. Durch die Renault-Kooperation sind die Chancen auf einen Verbleib des Spaniers deutlich gestiegen, zumal Alonso mit den Franzosen 2005/06 zwei Mal Formel-1-Weltmeister wurde.

Vermutlich wird Carlos Sainz junior im Zuge der Abmachung von Toro Rosso anstelle des glücklosen Jolyon Palmer ins Renault-Werksteam wechseln, doch noch steht nicht endgültig fest, ob der Spanier den Übertritt auch vollziehen wird. Toro Rosso soll Sainz junior nur ungern freigeben, da man sich mit ihm bessere Chancen in der Konstrukteurs-WM ausrechnet.

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