Formel 1

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Formel 1: News

Motor: Honda setzt September-Deadline

Der Honda-Vorstand lässt sich von wiederholten Irritationen aus dem McLaren-Lager nicht unterkriegen und unterstreicht sein Engagement in der Formel 1.

Der Honda-Vorstand in Japan steht offenbar trotz der anhaltenden Misserfolge weiter hinter dem Engagement in der Formel 1. Das bestätigt Masashi Yamamoto, Leiter von Hondas Motorsportabteilung und damit Chef von Yusuke Hasegawa, gegenüber Autosport. Daran ändere auch der gescheiterte Sauber-Deal nichts, und diesbezüglich ziehe der komplette Vorstand an einem Strang.

"Honda ist in die Formel 1 eingestiegen, um zu gewinnen. An unserem Engagement hat sich nichts geändert", unterstreicht Yamamoto. "Wir haben momentan Schwierigkeiten, aber das liegt daran, dass wir das Konzept unserer Antriebseinheit verändert haben. Der Vorstand versteht die Gründe für diese Änderung. Wir glauben, dass wir uns jetzt in die richtige Richtung bewegen, uns verbessern und gewinnen können. Der Vorstand sieht die Formel 1 genau wie ich als langfristiges Projekt. Wir werden weitermachen."

Und zwar voraussichtlich mit McLaren, allen Unkenrufen und Gerüchten zum Trotz: "Es besteht kein Zweifel daran, dass wir bei McLaren bleiben werden", unterstreicht Formel-1-Leiter Hasegawa am Rande des Grand Prix von Ungarn . Auf Nachfrage wie wahrscheinlich die Szenarien zwei Honda-Kundenteams, eines oder gar keines in Prozenten seien, betont er nur, dass die Zusammenarbeit mit McLaren Stand heute fortgesetzt werde.

Auch wenn McLaren-Rennleiter Eric Boullier droht, dass man den Motorenhersteller theoretisch mit nur zwölf Wochen Vorlauf wechseln könnte. "Im September" sei die Deadline, bei der die Ingenieure für das 2018er-Auto Bescheid wissen müssen. Und weil nach heutigem Stand der Dinge sowohl Mercedes als auch Ferrari und Renault schon drei Kunden beliefern, kann keiner von der FIA dazu gezwungen werden, McLaren-Partner zu werden.

Es sei denn, Honda einigt sich tatsächlich mit Toro Rosso, denn dann fällt Renault von drei auf zwei Teams - und die Hintertür für McLaren-Renault wäre offen. Ein eher unwahrscheinliches Szenario. Obwohl McLaren weiterhin öffentlich gegen Honda stichelt. Das kommt bei den stolzen Japanern gar nicht gut an. Der entmachtete Ron Dennis, heißt es hinter vorgehaltener Hand, habe solche Konflikte diskreter gelöst.

Geschäftsführer Jonathan Neale gibt sich jedenfalls wenig Mühe, Honda in Schutz zu nehmen. In Silverstone danach gefragt, ob er von Hondas Fortschritten seit dem Verbrennungskonzeptwechsel im Winter beeindruckt sei, entgegnet er: "Ich schätze, die Antwort muss lauten: Nein! Ich meine damit, dass wir bereits das dritte Jahr in dieser Partnerschaft nicht konkurrenzfähig sind. Wir sollten schon viel weiter sein."

Immerhin räumt er ein: "Es stimmt, dass es im Bereich des Verbrennungsmotors einen großen Schritt gegeben hat." Aber: "Die Formel 1 ist ein Sport, in dem du gegen die Besten der Welt antrittst. Und da sind wir einfach nicht konkurrenzfähig und zuverlässig genug. Das ist nicht gut genug für unsere Fans, nicht gut genug für unsere Sponsoren."

Neale verweist auf Gespräche, die im Hintergrund stattfinden, um McLaren wieder an die Spitze zu führen. Ob diese Gespräche mit Honda geführt werden? "Das werde ich nicht beantworten", setzt er die Japaner zusätzlich unter Druck. "Die Gespräche laufen in die richtige Richtung. Wir sind ein Hochleistungsteam, und in einem Hochleistungsteam sind solche Gespräche nicht immer angenehm."

Aber: "Solche Gespräche führt man am besten hinter verschlossenen Türen." Genau daran hält sich McLaren mit der wiederholten öffentlichen Kritik an Honda aber nicht. Und Neale zündelt mit der Gerüchteküche, wenn er sagt: "Ich bin seit 17 Jahren in der Formel 1. Ich weiß: Hier spricht jeder mit jedem. Jeder, der etwas anderes erzählt, sagt nicht die Wahrheit."

Das klingt nicht so, als würde man ohne Wenn und Aber hinter dem bis Ende 2024 laufenden Vertrag stehen ...

Weichen für Alonso-Verbleib Weichen für Alonso-Verbleib Alonso fordert Klarheit Alonso fordert Klarheit

Ähnliche Themen:

Formel 1: News

Weitere Artikel

Mehr Reichweite, mehr Speed, Verbesserungen im Interieur

Tesla Model 3 und Model Y: 2021er Updates

Auf der Website von Tesla sind die neuen 2021er-Modelle des Model 3 und Model Y aufgetaucht. Gegenüber ihrer "Vorgänger" bringen die Refresh-Varianten unter anderem mehr Reichweite und bessere Beschleunigungswerte mit.

Proczyk holt sich die Führung / die besten Fotos

ADAC TCR Serie am Red Bull Ring

Das neunte und zehnte Saisonrennen der TCR-Serie am Red Bull Ring war actionreich. Beide Male gewann eigentlich der Finne Antti Buri, dennoch stand am Samstag unser Harald Proczyk ganz oben am Treppchen und sicherte sich zudem die Tabellenführung.

Wenn eine absolute Automobil-Ikone wie der Land Rover Defender in den Ruhestand geht, dann hat es der Nachfolger schwer. Wobei der ja gar nicht nachfolgen soll. Oder doch?

Trotz Mängel bei der technischen Abnahme ...

Sordo behält WRC-Sieg auf Sardinien

Dani Sordo darf seinen WRC-Sieg auf Sardinien behalten, obwohl bei der technischen Abnahme Mängel gefunden worden sind - Hyundai muss eine Geldstrafe zahlen.